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Preisträgerkonzert Jugend komponiert 2017Große Fantasie und emotionaler Tiefgang

SCHLITZ (ol). Außergewöhnliche Werke wurden am vorletzten Dienstag beim Preisträgerkonzert des 7. Landeswettbewerbs Jugend komponiert Hessen und Thüringen im Konzertsaal der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz präsentiert.

Jugend komponiert ist eine Aufforderung an Jugendliche, Zutrauen zu ihrer Kreativität zu fassen und die eigenen musikalischen Gedanken zu entwickeln und auszudrücken, wie in einer Pressemeldung bekannt gegeben wird. Bei dem, von den Landesmusikräten Hessen und Thüringen ausgeschriebenen Wettbewerb mit anschließendem Workshop, kommen junge Talente zusammen, um selbst komponierte Stücke aller Stilrichtungen, zusammen mit erfahrenen Musikern zu verfeinern.

Kleine Komponisten ganz groß

Am Wettbewerb nahmen dieses Jahr insgesamt acht junge Musiker im Alter von zehn bis 17 Jahren teil. Besonders erwähnenswert sei die Fantasie und Lebendigkeit, aber auch die emotionale Tiefe, die sich in den Stücken darstellte. Das Duo für Klavier und Violoncello des zehnjährigen Felix Gerstner zum Beispiel, hatte zum Thema „einen Forscher im Auge eines Tornados“. Emotional anspruchsvoll präsentierte sich das Stück „Le combat et l’espérance“ der 16-jährigen Marie-Celestine Cronhardt-Lück-Giessen. Klarinette und Violoncello wurden dem Titel „Die beiden Tänzer“ von Anne Ilic gerecht und vereinten sich in ausgefeilten, rhythmischen Bewegungen. Im Gegensatz dazu stand der sehr melodische, traurige „Valse triste“ von Lukas Pauli. Die „Suite“ des ebenfalls erst zehnjährigen Dominik Szokolay bestand sogar aus mehreren Sätzen. Ein modernes Stück legte die 14-jährige Elisabeth Donath der Jury vor. Das Werk „Ohne Titel II“ bestach durch unterschiedlichste Klangfarben und eine sehr reife Komposition.

Zusätzlich zu den Werken, die für den Wettbewerb vorher eingereicht werden mussten, erarbeiteten drei weitere junge Komponisten beim zugehörigen Workshop ganz neue Kompositionen, die ebenfalls beim Preisträgerkonzert präsentiert wurden. Gespielt wurden alle Stücke von den Musikern des Ensemble „Interface“. Die künstlerische Leitung des Workshops hatten Professor Gerhard Müller-Hornbach sowie der Komponist Peter Helmut Lang aus Thüringen. Die beiden Dozenten lobten die Kreativität der Teilnehmer und sahen im Workshop gut gesetzte Impulse, die für die weitere künstlerische Entwicklung der Jugendlichen von großem Nutzen sein würden. Finanziert würde das Projekt Jugend komponiert Hessen und Thüringen von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen.