
Unternehmensbesuch am Lauterbacher StammsitzCDU Lauterbach informiert sich bei STI Group über Investitionen und Produktion
LAUTERBACH (ol). Die CDU Lauterbach hat den Stammsitz der STI Group besucht und sich über Produktion, Investitionen und aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen informiert. Das Unternehmen investierte in den vergangenen beiden Jahren rund 50 Millionen Euro in die gesamte Unternehmensgruppe, davon über 20 Millionen Euro in Lauterbach. Im Gespräch ging es zudem um die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Industrieunternehmen.
Einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der STI Group erhielt die CDU Lauterbach bei einem Unternehmensbesuch am Stammsitz des international tätigen Verpackungsherstellers. Die von CDU-Fraktionsvorsitzendem Felix Wohlfahrt angeführte Delegation umfasste Bürgermeister Holger Marx, die ehrenamtlichen CDU-Stadträtinnen und -Stadträte sowie weitere Mitglieder aus Fraktion und Stadtverband. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Produktion am Standort Lauterbach, die umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre sowie die aktuellen Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland, wie die CDU Lauterbach in einer Pressemitteilung berichtet.
Zum Auftakt gaben die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Meike Dihstelhoff, und Produktionsleiter Jürgen Eifert einen Überblick über die breite Produktpalette und die unterschiedlichen Marktsegmente der STI Group. Das Unternehmen entwickelt und produziert Verpackungs- und Displaylösungen für die die Markenartikelindustrie, Konsumgüter, die Lebensmittel-, Pharma- und die Kosmetikbranche.
Bei einer anschließenden ausführlichen Betriebsbesichtigung führte Jürgen Eifert die Delegation durch die Produktion am Standort Lauterbach. Dabei erhielten die Teilnehmer Einblicke in die verschiedenen Produktionsschritte, die eingesetzte Maschinentechnik und die technischen Möglichkeiten des Standorts.
Im anschließenden Gespräch mit CEO Jakob Rinninger und CFO Niklas Herting standen insbesondere die umfangreichen Investitionen der vergangenen beiden Jahre im Mittelpunkt. Rund 50 Millionen Euro investierte die STI Group in diesem Zeitraum in die gesamte Unternehmensgruppe. Davon entfielen über 20 Millionen Euro auf den Stammsitz des Familienunternehmens in Lauterbach, insbesondere auf moderne Maschinentechnik.
„Investitionen von über 20 Millionen Euro sind ein starkes Signal für Lauterbach und ein klares Bekenntnis zum Standort“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Felix Wohlfahrt. „Für uns als Kommunalpolitik ist entscheidend, dass Unternehmen auch künftig gute Voraussetzungen vorfinden, um hier zu investieren, Arbeitsplätze zu sichern und sich erfolgreich weiterzuentwickeln.“
Breiten Raum nahm zudem die Diskussion über die wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland ein. Thematisiert wurden die zunehmend schwierigen Wettbewerbsbedingungen für deutsche Industrieunternehmen und die Frage, wie Investitionen, industrielle Wertschöpfung und internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesichert werden können.
STI Group-CEO Jakob Rinninger machte dabei deutlich, dass Unternehmen für Investitionen und langfristige Entscheidungen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen benötigen: „Hohe Personal- und Lohnnebenkosten, steigende Sozialabgaben sowie ein zunehmend eingeschränkter unternehmerischer Handlungsspielraum beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen erheblich. Gleichzeitig binden immer umfangreichere bürokratische Anforderungen wertvolle Zeit, Ressourcen und Investitionsmittel, die für Innovation, Wachstum und Beschäftigung dringend benötigt würden.“ Große Sorge bereitet Jakob Rinninger zudem die anhaltende Diskussion um eine Verschärfung der Erbschaftsteuer, die den Generationenwechsel in Familienunternehmen erschweren und damit langfristig den Fortbestand mittelständischer Betriebe gefährden könnte. Umso wichtiger sei es, dass die Interessen und Bedürfnisse des produzierenden Mittelstands auch auf Bundesebene stärker berücksichtigt werden.
Bürgermeister Holger Marx dankte der STI Group ausdrücklich für ihre Unterstützung im Zusammenhang mit dem Großbrand in der Lauterbacher Innenstadt. Das Unternehmen hatte Mitarbeiter für den Feuerwehreinsatz und die damit verbundenen Aufgaben freigestellt. Dies galt insbesondere für Produktionsleiter und Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert, der in seiner ehrenamtlichen Funktion in den vergangenen Wochen erheblich gefordert war. „Ein solches Engagement für unsere Stadt ist keineswegs selbstverständlich. Mein Dank gilt der STI Group für die notwendige Unterstützung und Freistellung, aber ebenso Jürgen Eifert und allen Einsatzkräften, die in dieser außergewöhnlichen Situation enorme Verantwortung übernommen haben“, so Marx.
Für die CDU Lauterbach war der Besuch zugleich Teil ihres regelmäßigen Austauschs mit Unternehmen, Institutionen und weiteren Akteuren der Stadt. „Die Einblicke in Produktion und Investitionen haben eindrucksvoll gezeigt, welche industrielle Kompetenz hier in Lauterbach vorhanden ist. Gleichzeitig hat das offene Gespräch deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen unsere Unternehmen heute stehen. Beides gehört für uns zusammen: die wirtschaftliche Stärke unseres Standorts zu würdigen und gleichzeitig daran zu arbeiten, diese Stärke für die Zukunft zu erhalten“, fasste Wohlfahrt den Besuch zusammen.
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