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Deutlicher Wahlsieg mit 93,43 ProzentKarsten Ittmann wird Bürgermeister von Wartenberg

WARTENBERG (ol). Karsten Ittmann wird neuer Bürgermeister von Wartenberg. Der parteilose Kandidat erhielt bei der Wahl am 30. August 1.678 Stimmen und damit 93,43 Prozent, während 118 Stimmen auf Norbert Wienold entfielen. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,44 Prozent. Ittmann tritt sein Amt am 18. Januar 2027 an.

Karsten Ittmann wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Wartenberg. Der parteilose Kandidat setzte sich bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, dem 30. August, mit großer Mehrheit gegen seinen Mitbewerber Norbert Wienold durch. Ittmann erhielt 1.678 Stimmen und damit 93,43 Prozent der gültigen Stimmen. Auf Wienold entfielen 118 Stimmen und damit 6,57 Prozent, berichtet die Vogelsberger Zeitung in einer Pressemitteilung.

Von den insgesamt 3.205 Wahlberechtigten machten 1.937 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 60,44 Prozent. 141 Stimmen waren ungültig, 1.796 gültig. Das Ergebnis ist zunächst noch vorläufig. Der Gemeindewahlausschuss stellt das amtliche Ergebnis in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 1. September, fest.

Ittmann überrascht von deutlicher Mehrheit

Bei der Verkündung des Ergebnisses zeigte sich Ittmann sichtlich erfreut über den Ausgang der Wahl. Mit einer derart deutlichen Zustimmung habe er nicht gerechnet. „Ich habe gehofft, dass es relativ eindeutig wird, aber in dieser Höhe, das hätte ich nicht erwartet“, sagte Ittmann. Die breite Zustimmung sei für ihn ein Zeichen, dass die Menschen in beiden Wartenberger Ortsteilen hinter ihm stünden und den Weg gemeinsam mit ihm gehen wollten. Das Ergebnis sei deshalb „ein guter Start“ und gebe ihm „einen riesigen Auftrieb“.

Seinen Wahlsieg will Ittmann zunächst jedoch nicht mit großen Ankündigungen verbinden. Nach seinem Amtsantritt stehe zunächst eine Analyse an. „Erstmal Kassensturz machen, Personalgespräche führen, Prioritäten ausarbeiten“, beschrieb er seinen Plan. Anschließend wolle er „mit Sinn und Verstand ein Projekt, eine Aufgabe nach der anderen“ angehen.

„Besseres Miteinander“ in den Gremien

Einen Schwerpunkt sieht der künftige Bürgermeister beim Umgang innerhalb der Gemeinde. Er wolle wieder für ein besseres Miteinander in den gemeindlichen Gremien sorgen.

Dabei verwies Ittmann auf den früher in Wartenberg gepflegten „Wartenberger Stil“. Gemeint sei damit, die Mitglieder der Gremien einzubinden, transparent mit Informationen umzugehen und möglichst einstimmige Beschlüsse zu erreichen. „Das hat in den letzten Jahren gelitten“, sagte Ittmann. In Wartenberg habe sich aus seiner Sicht zuletzt nicht ausreichend entwickelt. Genau dort wolle er ansetzen und die Menschen zusammenführen.

Auch konkrete Projekte nannte der designierte Bürgermeister bereits: die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbaugebieten, das Sportzentrum Landenhausen, den Radweg zwischen Bahnhof und Angersbach sowie die Entwicklung des Geländes in Angersbach. „An Aufgaben mangelt es nicht“, fasste er zusammen.

Vom Berufsschullehrer ins Rathaus

Bis zu seinem Amtsantritt arbeitet Ittmann als Berufsschullehrer. Er unterrichtet unter anderem Packmitteltechnologen sowie Maschinen- und Anlagenführer an der Vogelsbergschule in Lauterbach. Mit dem Wechsel ins Bürgermeisteramt ruht sein bisheriges Amt. Ittmann ist Beamter auf Lebenszeit und wird mit dem Amtsantritt Wahlbeamter auf Zeit. Er gehe davon aus, dass er nach seiner Amtszeit auch wieder in den Schuldienst zurückkehren könne, sagte der 53-Jährige.

Die Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters Dr. Olaf Dahlmann endet am 17. Januar 2027. Ittmanns Amtszeit beginnt am 18. Januar 2027 und dauert sechs Jahre. Auch die Wählerinnen und Wähler, die sich für seinen Gegenkandidaten entschieden hatten, wolle er mitnehmen. „Ab Mitte Januar bin ich Bürgermeister aller Wartenbergerinnen und Wartenberger, unabhängig davon, welchen Kandidaten Sie unterstützt haben“, betonte Ittmann.

Wahlbeteiligung liegt bei 60,44 Prozent

Die Wahlbeteiligung von 60,44 Prozent bewertet Ittmann nicht kritisch. Er habe von Beginn an gesagt, dass für ihn alles über 60 Prozent akzeptabel sei. Als einen Grund für die aus seiner Sicht nicht höhere Beteiligung nannte er eine gewisse „Verstädterung“ Wartenbergs. Gerade in Angersbach lebten viele Menschen, die zwar dort wohnten, sich aber weniger für Kommunalpolitik interessierten und auch nicht in Vereinen engagiert seien. „Für mich ist sie gut“, sagte Ittmann mit Blick auf die Beteiligung. Seine persönliche Erwartung von mindestens 60 Prozent sei damit erfüllt worden.

Amtsantritt im Januar

Die Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters Dr. Olaf Dahlmann endet am 17. Januar 2027. Einen Tag später, am 18. Januar 2027, beginnt die sechsjährige Amtszeit von Karsten Ittmann.

Nach der Anspannung des Wahlkampfes wollte Ittmann den Wahlabend zunächst jedoch einfach genießen. „Jetzt bin ich froh, dass die Anspannung vielleicht ein bisschen abfällt und das will ich jetzt einfach erstmal feiern“, sagte der designierte Bürgermeister.

Fotos: Vogelsberger Zeitung

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