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Rundgang zu Entwicklung und InnovationGießler und Siemon besuchen Zukunftsprojekte in Schlitz

SCHLITZ (ol). Die Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler hat gemeinsam mit Bürgermeister Heiko Siemon mehrere Zukunftsprojekte in Schlitz besichtigt. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Hahnekiezes, die Modernisierung des Burgenbads und eine innovative Anlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm. Mehrere der Projekte werden durch Fördermittel des Landes Hessen unterstützt.

Die Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler hat sich gemeinsam mit Bürgermeister Heiko Siemon bei einem Rundgang über aktuelle Projekte und Herausforderungen der Stadt Schlitz informiert, wie die Abgeordnete in einer Pressemitteilung berichtet. Mehrere der besichtigten Vorhaben konnten mit Unterstützung des Landes Hessen realisiert oder auf den Weg gebracht werden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Schlitz.

Erste Station war der „Hahnekiez“. Auf dem Gelände der ehemaligen Auerhahn-Brauerei entsteht ein neues Kulturviertel, das historische Bausubstanz mit Kultur, Gastronomie und Begegnungsmöglichkeiten verbindet. Gießler und Siemon besichtigten unter anderem die Baustelle, in die schon bald die neue Gaststätte „Brauhaus Hahnekiez“ – ehemals Braustübchen – einziehen soll. Auch das historische Backsteingebäude, das als neuer Standort für das Bürgerbüro der Stadt Schlitz, die Polizei und die Redaktion des Schlitzer Boten vorgesehen ist, nahmen sie in Augenschein.

„Der Hahnekiez zeigt eindrucksvoll, wie aus einem historischen Areal ein lebendiges Viertel mit ganz unterschiedlichen Nutzungen entstehen kann. Hier werden Stadtentwicklung, Kultur und die Bewahrung der örtlichen Geschichte miteinander verbunden“, erklärte Gießler.

Bürgermeister Heiko Siemon ergänzte: „Mit dem Hahnekiez schaffen wir einen neuen Mittelpunkt für Kultur, Gastronomie und Begegnung. Gleichzeitig bewahren wir ein prägendes Stück Schlitzer Geschichte und entwickeln es behutsam weiter. Dass künftig auch die Polizei und der Schlitzer Bote hier ihren Standort finden sollen, ist ein weiterer wichtiger Schritt für das gesamte Quartier.“

Anschließend besuchten die beiden das an diesem sonnigen und warmen Sommertag sehr gut besuchte Schlitzerländer Burgenbad. Bürgermeister Siemon erläuterte die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre. Insgesamt wurden 8,9 Millionen Euro investiert, davon 2,5 Millionen Euro aus Fördermitteln. Neben neuen Edelstahlbecken und Verbesserungen bei der Barrierefreiheit stand insbesondere die energetische Ertüchtigung des Freibades im Mittelpunkt. Unter anderem wurden eine Photovoltaikanlage und eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe installiert.

„Das Burgenbad ist nicht nur für Schlitz, sondern für die gesamte Region ein wichtiger Freizeit- und Begegnungsort. Es ist wichtig, dass Kinder weiterhin vor Ort schwimmen lernen können. Die Investitionen sichern die Zukunft des Bads und zeigen, wie kommunale Infrastruktur moderner, barriereärmer und energieeffizienter gestaltet werden kann“, betonte Gießler.

Weiter ging es zur Kläranlage. Dort entsteht eine neue Anlagentechnik zur Rückgewinnung des wichtigen Rohstoffs Phosphor aus Klärschlamm. Das Vorhaben gehört zu den ersten Demonstrationsprojekten dieser Art in Hessen. Bei Gesamtausgaben von knapp sieben Millionen Euro unterstützt das Land das Leuchtturmprojekt mit 3,2 Millionen Euro. Künftig soll der zurückgewonnene Phosphor unter anderem wieder als Dünger in der regionalen Landwirtschaft genutzt werden.

„Schlitz leistet hier echte Pionierarbeit. Das Projekt stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft, schont begrenzte Ressourcen und kann Vorbild für viele andere Kommunen sein. Die hohe Landesförderung unterstreicht die besondere Bedeutung dieses innovativen Vorhabens“, so die Abgeordnete.

Siemon betonte: „Unsere Stadtwerke haben frühzeitig auf eine nachhaltige und regionale Klärschlammverwertung gesetzt. Mit der Phosphorrückgewinnung gehen wir diesen Weg konsequent weiter. Ohne die Unterstützung des Landes wäre ein innovatives Projekt dieser Größenordnung für eine Stadt wie Schlitz kaum zu stemmen.“

Zum Abschluss tauschten sich Gießler und Siemon im Rathaus über die aktuellen Herausforderungen einer großflächigen Stadt im ländlichen Raum aus. Dazu gehören insbesondere der Erhalt der Infrastruktur in der Kernstadt und den zahlreichen Stadtteilen sowie die damit verbundenen finanziellen und organisatorischen Anforderungen.

„Schlitz stellt mit großem Engagement wichtige Weichen für die Zukunft. Mein Dank gilt Bürgermeister Heiko Siemon für die umfassenden Einblicke und den offenen Austausch. Gerade unsere Flächenkommunen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Unterstützung, damit gleichwertige Lebensverhältnisse auch im ländlichen Raum gesichert werden können“, erklärte Gießler abschließend.

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