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Mitgliederversammlung der Bau- und SiedlungsgenossenschaftSoziale Verantwortung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit als Kernmotiv

ALSFELD (ol). Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Alsfeld blickte bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit Investitionen in den Wohnungsbestand zurück. Nach 53 Jahren schied Hans-Ulrich Lipphardt aus dem Aufsichtsrat aus. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Jürgen Ackermann. Die Genossenschaft will weiterhin bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum in Alsfeld sichern.

609 Wohnungen in 101 Häusern, dazu fast 100 Garagen, ein Dutzend Carportstellplätze und ein Bürogebäude – mit diesen Zahlen eröffnete Hans-Ulrich Lipphardt, Aufsichtsratsvorsitzender der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG), vor wenigen Tagen die diesjährige Mitgliederversammlung in den Räumen der Stadtmission, zu der sich zahlreiche Mitglieder sowie Vertreter der politischen Gremien eingefunden hatten, heißt es in der Pressemitteilung der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Alsfeld. 660 Mitglieder zählt die Genossenschaft. All das machte deutlich, dass die BSG einer der großen Akteure auf dem Alsfelder Wohnungsmarkt ist, zumal mit dem erklärten Ziel, Wohnraum erschwinglich zu halten.

Foto: BSG

„Zur sozialen Nachhaltigkeit gehört die Sicherung bezahlbaren Wohnraums“, unterstrich Lipphardt in seiner Ansprache, in der er unter anderem auf die verschiedenen Bestrebungen einging, die Gebäude der BSG im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie zu modernisieren. Im Berichtsjahr 2025 seien an verschiedenen Gebäuden Dämmungen vorgenommen, Fenster ersetzt sowie Heizungsanlagen modernisiert und digitalisiert worden. Insgesamt habe die Genossenschaft mehr als zwei Millionen Euro investiert, um die Wohnungen für die Menschen attraktiv, modern und nachhaltig zu gestalten. Auch in die Installation von Photovoltaikanlagen habe die BSG investiert, führte Lipphardt aus. „Unser Nachhaltigkeitsverständnis basiert auf ökologischer und sozialer Verantwortung sowie wirtschaftlicher Nachhaltigkeit“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende. Diese Bereiche bildeten die Grundlage sämtlicher strategischer Entscheidungen und würden auch künftig den eingeschlagenen Weg bestimmen.

Manfred Wolf, geschäftsführender Vorsitzender der BSG, präsentierte in seinem Bericht die BSG mit einem Gesamtvermögen von mehr als 18 Millionen Euro als solides Unternehmen, das auch weiterhin einen großen Beitrag zur Wohnraumversorgung in Alsfeld leisten wolle. Nach wie vor sei Wohnraum knapp und begehrt – auch im Bestand der BSG gebe es keinen Leerstand. Die getätigten Investitionen bezeichnete Wolf als notwendige Maßnahmen, um den Bestand langfristig wettbewerbsfähig und attraktiv zu halten.

Sowohl der Aufsichtsrat als auch der zuständige Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e. V. bestätigten dem Vorstand wirtschaftliches und ordnungsgemäßes Handeln. Dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes kam die Versammlung nach und stimmte auch der Zuführung des Jahresüberschusses in verschiedene Rücklagen zu.

Der Entlastung des Aufsichtsrates folgten Ergänzungswahlen in das Gremium, aus dem turnusgemäß Ulrich Süß und Hans-Ulrich Lipphardt ausschieden. Ulrich Süß stellte sich zur Wiederwahl und wurde erneut gewählt. Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Ulrich Lipphardt schied nach 53 Jahren aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn wurde Marcel Hönig in den Aufsichtsrat gewählt. Neuer Vorsitzender ist Jürgen Ackermann. Dieser würdigte Lipphardts Leistung mit einer Laudatio: „Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat Hans-Ulrich Lipphardt mit großem Engagement, Weitsicht und Verantwortung zum Wohl unserer Gemeinschaft beigetragen. Bei jeder turnusmäßigen Wahl – im Rhythmus von drei Jahren – wurde er von Ihnen, liebe Mitglieder, erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Das ist ein klares Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung. Ein Beweis für seine außerordentliche Kompetenz, sein Verantwortungsbewusstsein und seine unermüdliche Arbeit im Sinne unserer Genossenschaft. Eine beachtliche Leistung, die große Anerkennung verdient.“ Im Namen der BSG dankte Ackermann dem scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden und überreichte ihm ein Geschenk.

In seinem Bericht hatte Manfred Wolf zuvor auch den Blick auf die Zukunft der BSG gerichtet. Spürbare Kostensteigerungen in allen relevanten Bereichen bedeuteten für die Genossenschaft, ihre Prozesse zu optimieren, um die anstehenden Aufgaben wirtschaftlich sinnvoll und effizient umzusetzen. Sein Fazit: „Unser Ziel bleibt unverändert: Wir wollen auch künftig bezahlbaren Wohnraum anbieten und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität unserer Genossenschaft sichern. Nur so bleiben wir langfristig handlungsfähig und können unserer Verantwortung gegenüber den Mitgliedern gerecht werden.“

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