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Feierlicher Abschied vom Beruflichen GymnasiumMax-Eyth-Schule verleiht Abiturzeugnisse an 36 Absolventen

ALSFELD (ol). Die Max-Eyth-Schule hat 36 Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums verabschiedet. Bei der Feier standen Verantwortung, Demokratie und Zukunftskompetenzen im Mittelpunkt der Ansprachen. Mehrere Schülerinnen und Schüler wurden für herausragende schulische Leistungen und besonderes Engagement ausgezeichnet.

Mit einer großen Feier in der Feldahalle in Groß-Felda nahm der Abiturjahrgang 2026 des Beruflichen Gymnasiums der Max-Eyth-Schule am vergangenen Wochenende Abschied von der Schulzeit. Zur Zeugnisverleihung und dem anschließenden Abiball waren die sechsunddreißig Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Familien und Freunden, der Schulleiter, die Abteilungsleiterin sowie die Tutorinnen und Tutoren und viele weitere Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Schulgemeinde gekommen heißt es in der Pressemitteilung der Max-Eyth-Schule.

„Ein Abiturzeugnis ist keine Momentaufnahme, sondern steht für einen Zeitraum, für Ausdauer, eine steigende Lernbereitschaft, zunehmende Disziplin und persönliche Entwicklung.“ Mit diesem Resümee begann Schulleiter Friedhelm Walther seine Rede, mit der er sich an die jungen Menschen wandte. Er blickte auf die dreijährige Oberstufenzeit zurück, die zum einen noch von der Pandemie geprägt gewesen sei, zum anderen aber auch von aktuellen Krisen, Konflikten und immer schneller werdenden Veränderungen. Dies mache deutlich, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten seien, sondern von den Menschen immer wieder neu gestaltet werden müssten – auch wenn dies oft anstrengend sei. Walther nannte „Future Skills“ wie kritisches Denken, Selbstmanagement, geistige Flexibilität, Resilienz, Kreativität und ökologisches Bewusstsein als wichtige Faktoren, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Dazu zählte der Schulleiter auch die Künstliche Intelligenz, die große Entwicklungschancen und viel positives Potenzial biete, beispielsweise in der Wissenschaft, für die Produktivität oder bei der Lösung komplexer Probleme. Gleichzeitig könne sie für Desinformation missbraucht werden, Vorurteile verstärken und zur Spaltung der Gesellschaft beitragen. „Gerade deshalb werden Eigenschaften wie Empathie, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und ethisches Urteilsvermögen in Zukunft noch wichtiger werden“, appellierte Walther an die Abiturientinnen und Abiturienten. „Nutzen Sie die Möglichkeiten der Digitalisierung, aber vergessen Sie nie die Bedeutung des persönlichen Gesprächs, der zwischenmenschlichen Begegnung und des kritischen Nachdenkens.“ Er wünschte den jungen Menschen, dass sie mutig ihren eigenen Weg gehen, offen bleiben für Neues und: „Vergessen Sie nie, dass Freiheit auch mit Verantwortung verbunden ist.“

In seiner Rede dankte Walther auch den Familien, die die Schülerinnen und Schüler begleitet und unterstützt hatten. Sein Dank galt außerdem dem Kollegium, insbesondere der Abteilungsleiterin Fulya Kahraman, dem Koordinator Dominik Stradal sowie den Tutorinnen und Tutoren Anne Schlusche und Angela Karabas (Erziehungswissenschaften), Dr. Eva Lenz (Gesundheit) und Johannes Breidt (Praktische Informatik).

Auch Fulya Kahraman und Dominik Stradal richteten ihre Worte an die Abiturientinnen und Abiturienten sowie die Gäste im Saal. Sie gratulierten den Absolventinnen und Absolventen dazu, dass sie bewiesen hätten, einer solchen Herausforderung wie den Prüfungen für den höchsten deutschen Schulabschluss gewachsen zu sein. Sie hätten in den vergangenen drei Jahren außerdem gelernt, Verantwortung zu übernehmen, sich gegenseitig zu unterstützen und ihren eigenen Weg zu finden. „Viele von euch haben erfahren, dass Erfolg nicht einfach entsteht, sondern aus Ausdauer, Einsatz und manchmal auch aus der Fähigkeit, nach einem Misserfolg wieder aufzustehen“, blickte Stradal zurück. Das Abitur sei kein Endpunkt, sondern ein Aufbruch, sagte der Koordinator: „Vor euch liegt nun etwas Großes: die Freiheit, euren eigenen Weg zu wählen.“ Auch Kahraman und Stradal betonten, dass dazu Verantwortung und Haltung gehörten, dass man neugierig und offen bleiben solle und dass Menschen mit Wissen und Haltung gefragt seien.

Nach den Ansprachen nahmen die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen. Allen waren Freude und Stolz anzumerken. Sie dankten neben ihren Tutorinnen und Tutoren auch den Lehrkräften des zweiten Leistungskurses, Sarah Schäfer und Fulya Kahraman.

Mit einem abwechslungsreichen Programm gestalteten die Abiturientinnen und Abiturienten den weiteren Abend. Moderiert wurde dieser von Maja Mettler und Sarah Römer, die in einer launigen Ansprache ihre Schulzeit Revue passieren ließen.

Im weiteren Verlauf nahm Fulya Kahraman verschiedene Ehrungen vor. Der Abiturient Amer Alsabagh wurde für die Begabtenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen. Er überzeugte mit herausragenden schulischen Leistungen – einem Abiturdurchschnitt von 1,1 – und besonderem gesellschaftlichem Engagement, unter anderem im Kreisjugendparlament. Neben dieser Auszeichnung erhielt er auch den Abiturpreis Mathematik der Deutschen Mathematiker-Vereinigung sowie gemeinsam mit Nikita Samoilenko einen Preis im Fach Praktische Informatik. Maja Mettler und Laura Euler erhielten einen Sonderpreis für ihren Social-Media-Workshop, den sie für die Lehrkräfte der Max-Eyth-Schule konzipiert hatten.

Sowohl Amer Alsabagh als auch Nikita Samoilenko dankten der Schule für die Auszeichnungen sowie für die vergangenen drei Schuljahre, die ihnen neben dem Lernen auch Kursfahrten, Gespräche, Diskussionen, Freundschaften und neue Perspektiven ermöglicht hätten. Nikita Samoilenko werde an die Max-Eyth-Schule nicht nur als einen Ort des Lernens, sondern auch als einen Ort voller Wärme und Zugewandtheit zurückdenken, sagte er und betonte zugleich im Namen der Abiturientinnen und Abiturienten die Bedeutung, Verantwortung zu übernehmen: „Wir sind die Zukunft.“

Foto: Max-Eyth-Schule

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