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Stadt entscheidet gegen BebauungBUND begrüßt Erhalt der „Grünen Lunge“ in Alsfeld

ALSFELD (ol). Der BUND Vogelsberg begrüßt die Entscheidung des Magistrats der Stadt Alsfeld, das Areal zwischen Schillerstraße und Grünberger Straße als Grünfläche zu erhalten. Damit bleibt ein innerstädtisches Gartenareal mit altem Baumbestand bestehen. Die Naturschützer sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität in der Stadt.

Die gute Botschaft erfuhr der BUND dieser Tage von Anwohnern. Der BUND Vogelsberg (Bund für Umwelt und Naturschutz) gratuliert dem Magistrat der Stadt Alsfeld für die kluge und zukunftsweisende Entscheidung. „Froh und erleichtert waren wir, als Anwohner uns die Information weitergaben. Mit dieser Entscheidung hat der Magistrat zukünftigen Generationen ein grünes Juwel am Rande der historischen Altstadt erhalten“, so Philipp Balles für den Kreisverband Vogelsberg des BUND in einer Pressemitteilung. „Unsere Gratulation gilt auch dem beharrlichen Widerstand engagierter Anwohner gegen eine Einfamilienhaus – Planung, der die wunderschönen Gärten und die alten großen Bäume zum Opfer gefallen wären.“

2024 schon hatten sich die Naturschutzverbände BUND und NABU (Naturschutzbund Deutschland) in Sachen „Erhalt der grünen Lunge“ mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet : „Das ausgedehnte Gartenareal zwischen Grünberger Straße und Schillerstrasse soll nach dem Beschluss der Stadt Alsfeld  sechs Einfamilienhäusern weichen. Timann Oeppert vom NABU und Dr. Wolfgang Dennhöfer vom BUND waren der Einladung einiger Anwohnern gefolgt. Bei der „Stunde der Gartenvögel“ konnte Vogel-Kartierer Tilmann Oeppert am 20.05.2024 24 Vogelarten in seine Liste eintragen.“ Was die Naturschützer damals ebenso gefreut hatte, war die Liebe zu diesem kleinen Stück Heimat, die bei den Anwohnern zu spüren war.

Auch wenn nun wohl technische und wirtschaftliche Gründe für die Entscheidung mit ausschlaggebend waren- der BUND freut sich, dass die stadteigenen Grundstücke in diesem Areal nun „naturnah hergerichtet werden sollen – vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Gremien“.-

„Als wir vor über 30 Jahren nach Alsfeld gezogen sind“ so der Biologe Wolfgang Dennhöfer „da hat mich an Alsfeld besonders fasziniert dieses Nebeneinander der dicht bebauten historischen Altstadt und die ebenso historischen vielgestaltigen Gartenflächen:  der Garten – Gürtel entlang der Stadtmauer, am Mühlgraben oder hier die „Grüne Lunge“. Leider ist diese Alsfelder Gartenkultur in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder „angeknabbert“ worden. Das schadet der Stadt-Ökologie – und dem besonderen Zauber unserer kleinen Stadt“.

Der Erhalt der lebendigen Garten-Vielfalt zwischen Grünberger-und Schillerstraße tut nicht nur den Vögeln gut und den Anwohnern. Das zeigt eine aktuelle Meldung aus unserer Nachbarstadt Gießen. Die Universtätsstadt erhielt soeben im „Hitze-Check“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH)  die Rote Karte -gemeinsam mit Hanau und Rüsselsheim. Kaum Schatten, viel Beton und aufgeheizter Asphalt – deshalb sind die Menschen in Gießen im Sommer besonders stark von Hitze betroffen. Die kleine Stadt Alsfeld dagegen kann in Sachen Hitzeschutz-punkten: mit dem Grünen Band vom Goethepark zur Schwalm, mit dem Rest des „Garten-Gürtels“ rund um die Stadtmauer und den altehrwürdigen „Erlen“ – und nun mit der Umwidmung eines ehemaligen Baugebiets zum naturnahen Park am Rande der Altstadt. Klimaschutz ist kein Randthema – und kluge Stadtplanung ist wichtiger denn je.

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