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Dialogformat „Freistoane diskutiert“ widmet sich Schutz vor Telefon- und InternetbetrugSPD Freiensteinau informiert über Betrugsmaschen und Sicherheit im Alter

FREIENSTEINAU (ol). Im Rahmen ihres Dialogformats „Freistoane diskutiert“ hat die SPD Freiensteinau über Sicherheit im Alter informiert. Gastreferent Gregor Metz erläuterte bekannte Betrugsmaschen und gab praktische Hinweise zum Schutz vor Telefon- und Internetbetrug. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und regte eine lebhafte Diskussion an.

Die Freiensteinauer SPD setzte kürzlich erfolgreich ihr Dialog-Format „Freistoane diskutiert“ fort. Nach dem Auftakt im Februar zur nachhaltigen Dorfentwicklung ging es diesmal um das Thema „Sicherheit – auch im Alter“. Zu Gast war der Polizeibeamte im Ruhestand Gregor Metz, welcher über bekannte Betrugsmaschen im Detail informierte sowie die Bürgerinnen und Bürger mit hilfreichen Tipps im Umgang mit diesen versorgte, wie es in der Pressemitteilung der SPD Freiensteinau heißt.

Zum Einstieg in den Abend erläuterte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Paul Wieczorek, warum sich die Sozialdemokraten diesem Thema widmen: „Immer wieder lesen wir von Betrugsmaschen wie dem Enkeltrick oder falschen Polizisten an der Haustür. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um weit entfernte Einzelfälle, sondern um Probleme, die auch in unserer ländlich geprägten Region angekommen sind.“

In rund einer Stunde gab Gregor Metz, der heute ehrenamtlich als Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren beim Polizeipräsidium Osthessen tätig ist, anschließend einen ausführlichen Einblick in verschiedenste Maschen von Betrügern. Besonders lebhaft wurde im gut gefüllten Saal des Freiensteinauer Bürgerhauses dabei über Fälle von Telefon- und Internetbetrug debattiert. „Allein in Osthessen ist im Jahr 2025 ein Schaden von über 472.000 € durch Telefonbetrug entstanden. Ein Problem, das Menschen jeden Alters angeht“, betonte Referent Metz. Ein Großteil dieses Schadens, so der Sicherheitsberater weiter, sei vor allem durch das sogenannte „Lovescamming“, also gezielt vorgetäuschte Liebesgeschichten, entstanden. In diesem Zusammenhang appellierte Metz noch einmal eindrücklich an die Gäste: „Wir Menschen haben das Problem, dass wir oft Opfer unserer Neugier werden. Gerade im Umgang mit Fremden im Internet sind wir jedoch gut beraten, diese nicht zum Preis der eigenen Sicherheit zu belohnen. Hier muss stattdessen Mut zu mehr Misstrauen gelten.“

Im Anschluss an Metz‘ Vortrag fand weiterhin eine lebhafte Debatte unter anderem über den Umgang mit Betrug am Telefon statt. Einige Gäste berichteten auch von Erfahrungen aus ihrem eigenen Umfeld, sodass der ehemalige Polizeibeamte noch konkretere Tipps liefern konnte.

Abschließend betonte Ortsvereinsvorsitzender Wieczorek: „Der Gesprächsbedarf heute Abend hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig es ist, über das Thema Sicherheit – auch im Alter – zu sprechen. Wenn die Diskussion vor Ort auch nur einen Betrugsfall verhindern kann, hat sich der Abend bereits gelohnt.“

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