
Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis erkundet Kultur, Geschichte und Natur in Polen und TschechienAuf den Spuren Schlesiens und Südpolens
VOGELSBERGKREIS (ol). Der Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V. hat eine neuntägige Reise durch Niederschlesien, Südpolen und das Riesengebirge unternommen. Auf dem Programm standen zahlreiche historische Städte, UNESCO-Welterbestätten und bedeutende Kulturdenkmäler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten unter anderem Breslau, Krakau, das Salzbergwerk Wieliczka sowie mehrere Schlösser und Kirchen in Schlesien.
Die diesjährige Vereinsreise des Freundschaftskreises Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V. führte die Teilnehmer neun Tage lang (11. bis 19. Mai) durch die kulturell und landschaftlich beeindruckenden Regionen Niederschlesiens und Südpolens, berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.
Nach dem Start in Alsfeld führte die Route über einen Teil der alten Königsstraße „Via Regia“ zunächst nach Görlitz, der Perle der Oberlausitz, wo noch 3 Vereinsmitglieder aus Boizenburg/Elbe zustiegen. Breslau, die Hauptstadt Niederschlesiens, die am späten Nachmittag erreicht wurde, gilt als eine der spannendsten Städte Polens – geprägt von einer über tausendjährigen Geschichte, zahlreichen Brücken, Inseln und einer lebendigen Kulturszene,
Ein geführter Rundgang durch Breslau mit Stadtführer Andrzej erschloss am nächsten Tag die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, den historischen Marktplatz, die Dominsel, sowie die prachtvolle „Aula Leopoldina“ der Universität. Die Teilnehmer erhielten einen lebendigen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und der architektonischen Schönheit der Odermetropole.
Am dritten Tag führte die Reise weiter nach Brzeg (Brieg), ursprünglich ein kleines Fischerdorf, das durch den Renaissancebau seines Piastenschlosses an Bedeutung gewann. Ein weiterer Stopp legte die Gruppe in Tschenstochau, dem größten Wallfahrtsort in Polen, ein. Das Paulinenkloster beherbergt das berühmte Bild der Schwarzen Madonna. Am Abend erreichte man Krakau, eine der ältesten und bedeutendsten Städte Polens.
Bei einer ausführlichen Stadtführung an Christi Himmelfahrt erkundete die Gruppe die UNESCO-geschützte Altstadt Krakaus mit dem riesigen Marktplatz, umringt von farbenfrohen Bürgerhäusern und Adelspalästen. Unzählige, urgemütliche Cafés luden ein das rege Treiben rund um die mittelalterlichen Tuchhallen zu bewundern. Nach dem Besuch der Wawelburg, die jahrhundertelang Sitz der polnischen Könige war, freute man sich auf das Abendessen im Traditionsrestaurant „Hawelka“.
Der Höhepunkt am Freitag war der Besuch des Salzbergwerks Wieliczka, einer der ältesten Salzminen Europas und UNESCO-Weltkulturerbe. Die 2,5 km lange Route untertage endete in der einzigartigen Kapelle der Heiligen Kunigunde. Per Lift ging es wieder zutage. Zurück in Krakau blieb noch Zeit für Erkundungen im Jüdischen Viertel Kazimierz, das heute für seine Synagogen, Cafés und Galerien bekannt ist. Der Abschluss des Tages krönte das Abendessen in einem jüdischen Restaurant bei koscherem Essen und Klezmer Musik.
Nach dem Frühstück reiste die Gruppe über Oppeln, dessen Rathaus ist dem Palazzo Vecchio in Florenz nachempfunden, ins Riesengebirge nach Spindlermühle auf tschechischer Seite. Dort kam es zu einem Erlebnis der besonderen Art – ein Stromausfall – sorgte für romantische Beleuchtung beim Abendessen. Am nächsten Morgen lief alles wieder ordnungsgemäß und das Leben nahm wieder seinen alltäglichen Lauf.
In Agnetendorf besuchte die Gruppe das Gerhart-Hauptmann-Haus, die ehemalige Villa des Literaturnobelpreisträgers. Weiter ging es nach Krummhübel (Karpacz) zur berühmten Stabkirche Wang, einer mittelalterlichen Holzkirche aus Norwegen, die im 19. Jahrhundert nach Schlesien versetzt wurde.
Der Tag begann mit der Besichtigung des imposanten Schlosses Fürstenstein, dem größten Schloss Schlesiens, das für seine Terrassengärten, prunkvollen Innenräume und geheimnisvollen Tunnelanlagen bekannt ist. Weiter ging es nach Schweidnitz, um die dortige Friedenskirche zu besichtigen, welche nur aus Holz, Lehm und Stroh errichtet wurde und die größte Fachwerkkirche Europas ist. Zum Abendessen wurde die Gruppe im Speisesaal des historischen Schlosses Kliczkow erwartet, einer Renaissanceanlage mit weitläufigem Park, die einst der Familie zu Solms-Baruth gehörte. Bevor die Schlafgemächer der märchenhaften Unterkunft bezogen wurden, traf man sich spontan im wunderschönen Innenhof zu einer kleinen Abschiedsfeier bei Wein, netten Gesprächen und Plänen für die nächste Reise. Dank der gutgelaunten Teilnehmenden und der hervorragenden Organisation durch Ragoß Reisen bleibt diese Fahrt als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung.

Foto: Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V.
Am Tag der Abreise bot sich in Bunzlau Gelegenheit zum Einkauf der berühmten Bunzlauer Keramik, bevor die Rückreise über Görlitz, wo die Boizenburger ausstiegen, nach Alsfeld erfolgte.

Foto: Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V.
Nach der Reise ist vor der Reise: der Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V. freut sich dieses Kapitel im kommenden Jahr fortzuschreiben und plant vom 25. April bis 02. Mai 2027 eine Reise nach Großbritannien.
Freundschaftskreis Derbyshire Dales/Vogelsbergkreis e.V./gd
Homepage: https://freundschaftskreis-derbyshire-dales-vogelsbergk.de
Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar
Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.
Einloggen Anonym kommentieren