
Kinder und Jugendliche sollen Hindernisse im Alltag aufzeigen und kreative Lösungen entwickelnInklusions-Wettbewerb im Vogelsberg startet
VOGELSBERGKREIS (ol). Der Vogelsbergkreis startet erstmals den Inklusions-Wettbewerb „Eine Welt ohne Hindernisse“. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren sind eingeladen, Barrieren im Alltag zu benennen und kreative Ideen zur Verbesserung einzureichen. Der Wettbewerb läuft vom Dienstag, den 28. April, bis Samstag, den 6. Juni. Ziel ist es, junge Menschen aktiv an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zu beteiligen.
Kinder und Jugendliche aufgepasst: Ab morgen seid ihr gefragt als Experten für den Alltag, eure Aufgabe ist es, Hindernisse zu finden. „Wir wollen wissen, wo geraten Menschen ins Stolpern und wo fühlen sie sich nicht verstanden, deshalb haben wir zum ersten Mal überhaupt einen Inklusions-Wettbewerb mit dem Titel „Eine Welt ohne Hindernisse“ ins Leben gerufen, der am morgigen Dienstag startet“, kündigt der Vogelsberger Landrat Dr. Jens Mischak an. „Gemeinsam wollen wir eine Welt gestalten, in der niemand ausgeschlossen ist“, formuliert der Landrat zusammen mit Daniela Kraus und Hannah Müller vom Vogelsberger Jugendamt das Ziel des Wettbewerbs, so heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung.
In der Arbeitsgruppe „Inklusion und Teilhabe“ im Landratsamt war die Idee geboren worden, einen solchen Wettbewerb zu starten. Zwischen dem 28. April und dem 6. Juni sind nun Kinder und Jugendliche aufgerufen, Hindernisse im Miteinander zu identifizieren und kreative Lösungen zu präsentieren. Da zählt jeder Blick. „Der Wettbewerb versteht sich als Plattform für junge Menschen. Wir wollen wissen, in welchen Alltagssituationen sie sich benachteiligt und ausgebremst fühlen“, so Landrat Mischak. Er weiß: „Oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben können – die fehlende Rampe etwa kann ein Riesen-Problem darstellen oder auch die sprachliche Barriere, wenn zum Beispiel ein Schild nicht zu lesen ist.“
Genau solche Beispiele werden nun gesucht. Und gleichzeitig wird nach Lösungen gefragt. Die Jugendlichen sind aufgerufen, kreative Ideen einzureichen – und zwar in den verschiedensten Formen. Zum Beispiel kann man einen Text oder ein Gedicht verfassen, man kann ein kurzes Video drehen, man kann Fotos an Orten manchen, die man gerne verändern würde, man kann ein Bild malen oder eine digitale Präsentation erstellen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt – und keine Angst: „Man muss kein Profi sein“, versichern Daniela Kraus und Hannah Müller und betonen: „Die Vielfalt der Formate spiegelt die Vielfalt der Perspektiven wider.“
Mitmachen beim Kreativ-Wettbewerb können junge Menschen zwischen sechs und 17 Jahren aus dem Vogelsbergkreis. Sie können als Einzelpersonen oder in Gruppen wie einer Schulklasse, einer Wohngruppe oder einem Verein antreten. Besonders erwünscht sind Projekte, die gemeinsam mit Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Beeinträchtigungen entstehen.
Neben der Möglichkeit, echte Veränderung anzustoßen, gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen. Zudem werden alle Ergebnisse im Anschluss an den Wettbewerb öffentlich präsentiert. „Wobei: Dieser Wettbewerb ist mehr als ein Preis“, betont Landrat Dr. Mischak. „Es geht darum, dass junge Menschen erfahren: Ihre Stimme zählt. Ihre Ideen können etwas bewegen.“
Interessierte finden alle notwendigen Informationen, einschließlich der Einverständniserklärung für Minderjährige, auf der Internetseite www.freizeiten-bildung.de. Fragen können an Daniela Kraus (Mobil: 015146757053 oder per E-Mail daniela.kraus@vogelsbergkreis.de) gerichtet werden.
Einsendeschluss ist am 6. Juni.
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