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Applaus allein genügt nichtLINKE./Klimaliste fordert Unterstützung für Agrarwende

VOGELSBERG (ol). Die Fraktion Die LINKE./Klimaliste im Vogelsberger Kreistag kritisiert die Symbolpolitik der anderen Parteien und ruft zu einer unterstützenden Agrarwende auf. Statt nur Applaus zu geben, sollten konkrete Schritte für fairere Preise und eine Umschichtung von Fördergeldern für Klimaschutz, Artenschutz und Grundwassererhalt erfolgen.

Wer Applaus als ausreichendes Zeichen für Wertschätzung und Respekt den Landwirten gegenüber betrachtet, während Landwirte seit Jahrzehnten wegen der Landwirtschaftspolitik der großen Koalition in Deutschland und von Brüsseler Vorgaben in die Knie gezwungen werden, der muss sich den Vorwurf reiner Symbolpolitik gefallen lassen, so heißt es in einer Pressemitteilung von Die LINKE./Klimaliste.

Wenn dann in der öffentlichen Kritik einzelner Fraktionen noch ein vorwurfsvoller Zungenschlag für die Haltung zum Bau der A49 erfolgt, dann sei klar, dass die CDU des Vogelsbergkreises und ihr Fraktionschef Paule einfach mal wieder eine Salve gegen die Opposition loswerden wollten.

So dürfe auch die Aufforderung des Landrats zu Standing Ovations für die demonstrierenden Bauern und Gewebetreibenden vor der letzten Kreistagssitzung ein vorwiegend taktisches Manöver gewesen sein, um die Wut der Bauern jedenfalls von SPD du CDU und damit auch von ihrer Politik, die weitgehend für die Lage der Landwirte mitverantwortlich sei, abzulenken.

„Wir als Vertreter der Fraktion DIE LINKE./Klimaliste haben uns dagegen vor Beginn der Kreistagssitzung mit den protestierenden Landwirten und Gewerbetreibenden vor Ort ausgetauscht“, so Barbara Schlemmer und Patrick Alexander. „In einem Gespräch mit Herrn Baus und jungen Landwirten haben wir uns die Beschwerden und Sorgen angehört und deutlich gemacht, welche Schritte wir für eine notwendige Agrarwende sehen. Wir haben deutlich gemacht, dass wir stets für faire Preise und Unterstützung der regionalen Landwirtschaft einstehen. Ich kaufe, wo es geht, regional und ökologisch“, so Schlemmer. „Und damit zeige ich mit meinem Einkaufsverhalten tagtäglich Respekt und Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte. Denn nur davon können sie leben und weiterarbeiten. Nicht von einmaligem Applaus.“

„Auch haben wir deutlich gemacht, dass im Rahmen einer notwendigen Agrarwende Fördergelder anders ausgerichtet werden müssen. Die Landwirtschaft spielt eine wesentliche Rolle für den Klimaschutz, Artenschutz und für die Landschaftspflege. Auch für den Erhalt sauberen Grundwassers. Zur Förderung dieser Bereiche müssen die Gelder aus unserer Sicht umgeschichtet werden“, so Patrick Alexander.

Die Landwirte spielen eine entscheidende Rolle bei diesen Aufgaben und unsere Förderpolitik muss sie in die Lage versetzen, diese notwendigen gesellschaftlichen Aufgaben zu erfüllen, so heißt es. Dabei müssten sie so viel verdienen, dass sie ihre Familien und Betriebe ausreichend finanzieren können. Statt Symbol-Applaus anzuordnen und Pamphlete gegen die Opposition zu verfassen, würde es der Sache mehr dienen, sich sachlich und zielgerichtet für die Umsetzung dieser notwendigen Themen einzusetzen, so die Fraktion Die LINKE. / Klimaliste im Vogelsberger Kreistag abschließend.

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