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Islamische Gemeinde in Alsfeld schließt sich Aussagen anKatholiken und Muslime verurteilen Hamas-Angriffe und möchten gerechten Frieden

ALSFELD/LANGEN (ol). „Gemeinsam für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt“: Unter diesem Titel begrüßt die Islamische Gemeinde in Alsfeld das Ergebnis einer Zusammenkunft zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland (KRM) in Langen. Im Fokus der Gespräche stand auch der Krieg im Nahen Osten mit seinen Auswirkungen auf die interreligiösen Beziehungen. Dabei verurteilten beide Seiten den Terorangriff der Hamas auf Israel und beklagten die schlechte humanitäre Lage im Gaza-Streifen – verbunden mit dem Wunsch nach dauerhaftem Frieden durch Gerechtigkeit.

Gemeinsam stellten die katholischen und muslimischen Repräsentanten in einer Presseerklärung fest: „Wir verurteilen die perfiden Terrorattacken der Hamas vom 7. Oktober 2023 und rufen zu einer raschen Freilassung der Geiseln auf. Unsere Gebete gelten den vielen Zivilisten in Israel und Palästina, die den Tod gefunden haben und verwundet wurden. Das Existenzrecht Israels steht für uns ebenso außer Frage wie das Recht der Palästinenser auf ihren eigenen Staat.

Aufruf zu einem gerechten Frieden

Die humanitäre Lage in Gaza schreit zum Himmel. Das Blut unschuldiger Zivilisten darf nicht länger vergossen werden. Wir treten für einen Friedensprozess ein, der diesen Namen verdient. Ein dauerhaftes Ende der Gewalteskalation im Nahen Osten wird es nur durch einen gerechten Frieden zwischen Israelis und Palästinensern geben. Die Gefahr ist groß, dass der Krieg im Nahen Osten auch die Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften in Deutschland beschädigt.

Warnung vor Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

Den aufflammenden Antisemitismus und die wachsende Islamfeindlichkeit nehmen wir mit Sorge wahr. Gemeinsam treten wir für Toleranz und Frieden ein. Wir verurteilen Übergriffe auf jüdische und muslimische Gotteshäuser. Mit Entschiedenheit engagieren wir uns für eine gemeinsame Zukunft jüdischen, christlichen und muslimischen Lebens und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.“

Den Unterschieden mit Respekt begegnen

In seiner Begrüßung betonte der Sprecher des KRM, Laurent Ibra (Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland): „Als Rechtschaffene und Gläubige werden Juden, Christen und Sabier im Koran vor Gott gleich den Muslimen wertgeschätzt (Koran 2:62). Unser Glaube gebietet uns Dialog (Koran 49:13). Auch wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind, sollen wir diesen Unterschieden mit Respekt begegnen und sie akzeptieren. Die Vielfalt der Menschen ist vom Schöpfer als Bereicherung beschrieben. Nicht immer müssen wir einer Meinung sein, aber immer sollten wir bestrebt sein, einen gemeinsamen Weg im Sinne der Schöpfung, die uns im monotheistischen Glauben verbindet, zu suchen und zu finden. Selten waren diese Haltung und der Bedarf nach dem Dialog so wichtig und notwendig wie heutzutage. Gemeinsam müssen wir uns für einen jeden Menschen als Gottesgeschöpf und unsere Menschlichkeit stark machen.“

Der Vorsitzende der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), hob hervor: „Beim Dialog geht es darum, einander wirklich zuzuhören. Statt Vorurteile zu nähren und Klischees zu bedienen, wollen wir den Standpunkt des anderen ernsthaft verstehen lernen. Dazu gehört manchmal auch eine kritische Auseinandersetzung. Vor allem aber bedarf es einer Haltung der Wertschätzung.“

Der Hintergrund der Konferenz

Die letzte Begegnung zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Koordinationsrat der Muslime hat auf Einladung von Bischof Dr. Bertram Meier am 3. Februar 2022 in Frankfurt stattgefunden. Zwischen den katholischen und muslimischen Dialogpartnern wurde vereinbart, dass sie sich jährlich als Gastgeber für das Spitzentreffen abwechseln.

Der KRM wurde 2007 durch die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), den Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), den Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und den Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ, Mitglied bis 2023) gegründet. Seit 2019 gehören ihm zusätzlich auch die Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD) und der Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD) an.

Ein Gedanke zu “Katholiken und Muslime verurteilen Hamas-Angriffe und möchten gerechten Frieden

  1. Die Israelis sind nicht besser als die Hamas, sie betreiben in Palästina einen Völkermord .So wird es keinen Frieden geben können.

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