
Begegnungen bei strahlendem SonnenscheinSommerfest des Hauses am Kirschberg war Anziehungspunkt für Ehemalige, Unterstützer, Mitarbeitende und Bewohner
LAUTERBACH (ol). Das Haus am Kirschberg feierte kürzlich bei strahlendem Sonnenschein sein traditionelles Sommerfest. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um die vielfältigen Angebote der Jugendhilfeeinrichtung für Heranwachsende und Familien zu genieße und einen schönen gemeinsamen Nachmittag zu verbringen.
Das Sommerfest im Haus am Kirschberg – der Lauterbacher Jugendhilfeeinrichtung für Heranwachsende und Familien – ist traditionell ein ganz besonderes Fest – denn Menschen kommen fast aus der ganzen Republik, um sich zu treffen, die Entwicklungen der Einrichtung zu verfolgen und sich auszutauschen. Auch in diesem Jahr war das Fest am ersten Septemberwochenende laut einer Pressemitteilung der Einrichtung daher wieder gut besucht – nicht zuletzt, weil es bei strahlendem Sonnenschein auf dem weitläufigen Gelände am Kirschberg einiges zu bieten hatte: Essen und Trinken für jeden Geschmack und für die Kinder eine Spielwiese, einen Kletterturm, eine Rutsche, ein Bällchenbad, Fußballspiele, Waffelstand, Kinderschminken und das Herstellen von Pflanztöpfen.
Die Angebote für die Kinder zeigten zum einen, dass Kinder einen ganz besonderen Stellenwert im Haus am Kirschberg haben, welches die Arbeit mit jungen Müttern und Eltern als ältestes und wichtiges Standbein hat. Zum anderen wurde deutlich, dass die Menschen im Haus am Kirschberg – auch die jungen Bewohner – schöne Angebote kreieren können und sich gerne am Gelingen des Festes beteiligten, so hieß es. Egal, ob aktuelle oder ehemalige Betreute, ehemalige oder aktuelle Mitarbeitende oder Unterstützende: Sie alle hätten das Fest in der schönen Umgebung und wertschätzenden Atmosphäre genossen. Für viele der Gäste sei besonders das Wiedersehen mit den Urgesteinen des Hauses Bodo Kester, Gerhild Hoos-Jacob und Henner Conrad eine große Freude gewesen – umgekehrt galt dies natürlich genauso, hieß es.
Geschäftsführer Thomas Rudolf begrüßte die Gäste, die von Anfang zahlreich vertreten waren. Er zeigte sich erfreut, dass gerade von den ehemaligen Betreuten so viele Menschen mit ihren Familien nach Lauterbach gekommen waren – ein Zeichen für eine enge Verbundenheit mit der Einrichtung, die jungen Menschen in schwierigen Lagen ein Zuhause auf Zeit gibt. Besonders schön war an diesem Fest, dass es zu einem fast einzigartigen Wiedersehen im Haus am Kirschberg kam: Eine größere Gruppe von Ehemaligen, die in den 1990er Jahren am Kirschberg gelebt haben, hatten sich auf dem Sommerfest verabredet – zur großen Freude aller Beteiligten, so die Vertreter der Einrichtung.
Marc Simon, pädagogischer Bereichsleiter der Intensivgruppen und Verantwortlicher für Fundraising, freute sich besonders, eine ganze Reihe interessierter Unterstützende in Lauterbach begrüßen zu dürfen, die er noch vor dem offiziellen Beginn des Festes durch die Räumlichkeiten führte. Simon stellte auch das neue Konzept der Pädagogisch-Therapeutischen-Intensivgruppe für Mädchen, Jungen und Divers (PTI*) vor, das seit dem Frühjahr im Haus am Kirschberg mit Leben gefüllt wird, so heißt es. Die Einrichtung trage damit einem wichtigen der Teil der Lebensrealität junger Menschen Rechnung und hätte mit diesem neuen Konzept bereits große mediale Aufmerksamkeit bekommen.
Auch auf der stationären Clearingstelle lag besonderes Augenmerk, hieß es. Dieses Konzept ist ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal im näheren Umfeld und weiteres Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Hauses am Kirschberg: Für einen Zeitraum von drei Monaten werden hier Mütter, Väter oder Familien mit Kleinkindern aufgenommen, für die es zu klären gibt, welche Ressourcen für eine angemessene Erziehung und Versorgung des Kindes zur Verfügung stehen. Es wird ermittelt, welche Hilfen nötig sein könnten oder welche gerichtlichen Maßnahmen greifen sollten. Das Gebäude, in dem die Clearing-Familien wohnen können, konnte mit Hilfe einer großen Spende errichtet werden, berichtete Marc Simon den Unterstützenden – nur ein Beispiel, wie die Menschen, die in Lauterbach Hilfe bekommen, von den vielen Spenden profitieren, „denn durch die Spenden ist es uns möglich, unsere Arbeit langfristig zu sichern und stetig weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse der Gesellschaft anzupassen“. Auch sorgten die Spenden für eine stabile finanzielle Ausstattung des Hauses, die auch den Mitarbeitenden Sicherheit gebe, wie Simon betonte. „Und, dass so viele Unterstützende sich auf einen mitunter recht weiten Weg nach Lauterbach gemacht haben, zeigt ihre Verbundenheit mit dem Haus am Kirschberg und das Interesse an unserer Entwicklung.“
Steffanie Stehling, pädagogische Bereichsleiterin des Bereichs Mutter-Vater-Kind – Arbeit, teilte mit vielen Gästen den Eindruck, dass sich alle an diesem Nachmittig sehr wohl und willkommen fühlten: „Die Atmosphäre, die Begegnungen, die Gespräche und das schöne Zusammensein haben allen Gästen und Beteiligten wirklich sehr gutgetan. Sie alle haben sicher schöne Eindrücke von unserem Sommerfest mitgenommen und freuen sich schon jetzt auf das Fest im nächsten Jahr.“
Foto: Haus am Kirschberg
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