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30-Prozent-Ziel soll erreicht werden - Antrag für den KreistagGrünen-Fraktion fordert verstärkte Artenschutzmaßnahmen bis 2030

VOGELSBERG (ol). Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Vogelsbergkreis hat einen Antrag zur Stärkung von Artenschutzinitiativen bis zum Jahr 2030 eingebracht. Der Kreistag soll die Umsetzung der Montrealer UN-Artenschutzkonferenz aktiv unterstützen, um mindestens 30 Prozent der weltweiten Flächen bis 2030 unter Schutz zu stellen.

Der Antrag fordert Kreisausschuss und Verwaltung auf, Maßnahmen zur Erreichung des 30-Prozent-Ziels im Kreisgebiet zu ergreifen. Unter anderem soll die Untere Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden eine Bestandsaufnahme der bedrohten Arten im Kreisgebiet durchführen und vor den nächsten Haushaltsberatungen einen Aktionsplan erstellen.

Ziel ist es, Gebiete zu identifizieren, in denen durch formale Unter-Schutz-Stellung der Biotop- und Artenschutz umgesetzt werden kann, heißt es in der Pressemeldung des Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Vogelsbergkreis

Zur Finanzierung der Schutzmaßnahmen sollen Möglichkeiten wie die Anrechnung auf ein Ökokonto sowie Förderprogramme von Bund und Land geprüft werden. Der Antrag begründet die Forderungen mit dem Montrealer Abkommen zum Schutz der Biodiversität, das die Möglichkeit bietet, lokale Maßnahmen zum Schutz von wildlebenden Tieren und Pflanzen zu fördern.

Treiber für den Verlust der Biodiversität sind laut Wissenschaftlern Umnutzung von Land, Übernutzung von Ökosystemen und Arten, Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung sowie Verdrängung einheimischer Pflanzen und Tiere durch invasive Arten. Im Vogelsbergkreis sind über 90 bedrohte Pflanzenarten wie Arnika, Moor-Klee und Trollblumen sowie über 140 gefährdete Tierarten wie Schwarzstorch, Laubfrosch und Bechsteinfledermaus beheimatet.

Landratskandidat der Grünen Udo Ornik verweist auf das neben dem Klimawandel ebenfalls bedeutsame Artensterben und fordert mit seiner Fraktion, diese Populationen zukünftig besser zu schützen und den Kreis als Vorbild auf kreiseigenen Flächen vorangehen zu lassen, um wirkungsvolle Artenschutzmaßnahmen beispielhaft zu zeigen.

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