
Förderungen durch Bund, Land, Kreis und StadtÜber 50.000 Euro für neues Flutlicht am Lindensportplatz
ALSFELD (nah). Der Lindensportplatz erstrahlt seit Kurzem in neuem Licht: Rund 52.000 Euro wurden in das Projekt neuer Flutlichtstrahler investiert. Die Fußballspieler können nun unter LED-Beleuchtung auf dem Alsfelder Kunstrasenplatz trainieren und spielen. An diesem Freitag stand die offizielle Einweihung auf dem Programm.
Nur wenige Monate hat es von der Idee bis zur Umsetzung gebraucht. Der Sportplatz wurde in den vergangenen Herbstferien von veralteter Lichttechnik, Halogen-Metalldampflampe, auf LED umgerüstet. An diesem Freitag wurde die neue Beleuchtung nun offiziell eingeweiht. Erster Vorsitzender des JFV Alsfeld, Carsten Weitzel, begrüßte die geladenen Gäste und freute sich über den Zuspruch, den der Jugendförderverein erhält.
Felix Döring, Mitglied des Bundestags, berichtete, dass der JFV Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative beantragt hatte. Hier habe der Bescheid länger gebraucht, als vom Verein erhofft, daher habe er seinerseits nachgehakt und somit dem Verein in seiner zeitlichen Dringlichkeit geholfen. „Ich freue mich, die Anlage gleich in Betrieb zu sehen“, sagte Döring und übergab an Weitzel ein signiertes Mannschaftsfoto des ‚FC Bundestag‘.
Landrat Manfred Görig berichtete, dass der Lindensportplatz viele Jahre sein Dasein gefristet hatte. Dann hatte der JFV Alsfeld sich auf den Weg gemacht, der Vogelsbergkreis verpachtete daraufhin den Sportplatz an den Verein. Im Anschluss ist damals der erste Kunstrasenplatz im Vogelsbergkreis entstanden. Görig sagte hierzu: „Es war wichtig in der Region den Anfang mit Kunstrasenplätzen zu machen.“
Er freute sich auch, dass nun eine weitere Veränderung des Platzes mit der neuen Flutlichtanlage fertig gestellt sei. Er sehe es als wichtig an, den Jugendsport zu fördern. „Ich glaube wir haben etwas Gutes für die Region und den Jugendsport getan. Es ist wichtig den Jugendsport in der Region zu halten und zu fördern“, sagte Görig. Abschließend wünschte er den Sportlern weiterhin viel spaß.

Erster Vorsitzender des JFV Carsten Weitzel. Alle Fotos: nah
Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule freute sich, dass der Lindensportplatz als sportliches Herzstück in der Stadt eine weitere Aufwertung erfahren hat. „Es geht – und das muss ich mal als Kompliment an den JFV und seinen Vorstand aussprechen, immer nur so viel, wie diejenigen, die im Verein voran gehen, anstoßen und dran bleiben.“ Damit meinte er das Vorsprechen bei den verschiedenen Förderern. „All das war heute von Erfolg gekrönt, über 50.000 Euro Investition, gespeist aus vielen verschiedenen Zuschusstöpfen.“
Auch freute er sich, dass die Stadt Alsfeld über ihre Vereinsförderrichtlinie ihren Beitrag leisten konnte. Weiterhin wünschte er sämtlichen sportlichen Erfolg und übergab dem Verein einen neuen Fußball und dankte abschließend für das Engagement. Werner Eifert, Vorsitzender vom Sportkreis Vogelsberg, beglückwünschte den Verein zur neuen Anlage. „Sowas geht nicht ohne öffentliche Zuschüsse.“ Auch er wünschte dem Verein viel Spaß mit der neuen Flutlichtanlage.
Von der Idee zur Umsetzung
Nach den Grußworten gab Weitzel noch einen Einblick in die Umsetzung des Projektes und stellte den Jugendverein vor. Der Verein hat derzeit acht Jugendmannschaften und 20 Übungsleiter im Ehrenamt. Die Spielklassen bewegen sich von der Kreis- bis zur Verbandsliga. Weitzel berichtete, dass es 1.200 Platzbelegungen in der Saison 2021/21 gegeben hatte. Davon fielen 980 auf Trainingseinheiten zurück.

Per Touch zum Flutlicht.
Im Januar 2022 setzte sich der Geschäftsführende Vorstand zusammen und besprach die Idee einer neuen Flutlichtanlage. Der Verein holte sich daraufhin Angebote ein, besichtigte die LED Anlage in Eudorf und ging in die Antragsstellung. „Es war sensationell, die Stadt Alsfeld hatte als erstes den Förderbescheid fertig“, berichtete Weitzel erfreut.
Am 24. Oktober 2022 konnte dann in nur einem Tag die Anlage umgerüstet werden. Erfreulich war, dass dieser Tag auf die Herbstferien fallen konnte und der Platz nicht gesperrt werden musste, „denn die nahegelegene Schule nutzt diesen auch als Erweiterung zum Sportplatz“, sagte Weitzel.
Auf dem Computer haben sich fast ein Gigabyte gespeicherte Daten – 779 Dateien auf 170 Ordner verteilt – während des Projektes angesammelt. Alles in ehrenamtlich investierter Zeit, betont Weitzel, und man sei noch nicht fertig. Weitzel sagte: „Für das Ehrenamt ist das ein riesiger Aufwand.“
Mit der neuen Anlage gehen auch finanzielle Einsparungen einher. Im Trainingsbetrieb habe man eine Einsparung von rund 50 Prozent, bei mehr Helligkeit, heißt es vom Verein. Die alte Anlage habe 18,40 Kilowatt benötigt, die neue benötige nur 14,08 Kilowatt. Zum Abschluss konnten sich natürlich alle Gäste noch von der Strahlkraft überzeugen, als es hieß „Licht an“ und der Lindensportplatz dank der neuen LED-Technik erstrahlte.
Weitere Eindrücke der Einweihung
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