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Grüne SchwalmtalLangfristige Stabilisierung des Grundwassers nötig

VOGELSBERG (ol). Nach Meinung der Schwalmtaler Grünen ist die Wasserentnahme im Vogelsberg größer als die aktuelle Grundwasserneubildung. Eine langfristige Stabilisierung ist nötig.

Auch wenn Bürgermeister Georg auf der letzten Gemeindevertretung ausführliche Daten zu den Wasserständen in den Gemeindebrunnen vorgelegt hat, bleiben aus Sicht der Grünen Fragen offen. Klar sei, dass im Vogelsberg die Grundwasserstände sinken, was ein ausreichendes Indiz dafür ist, dass die Wasserentnahme größer ist als die aktuelle Grundwasserneubildung. So aus der Pressemitteilung der Grünen.

Die Aussage, dass sich die jüngsten Dürreperioden in den Brunnen erst nach Jahren auswirken, sei sicherlich richtig. Allerdings sei die Grundwasserneubildung bereits längere Zeit von den Niederschlagsmengen abgekoppelt, da grundwasserbildende Landregen seltener und Starkregenereignisse mit oberflächlichem Abfluss immer häufiger seien.

Das Alter des Grundwassers zeige auf, wie lange die Grundwasserbildung in der jeweiligen Quelle dauert. Das Alter des Grundwassers zeige aber auch, wie viele Jahre vor einer bedrohlichen Grundwasserabsenkung die Wasserversorger mit Gegenmaßnahmen beginnen müssten.

Förderung müsste auf Grundwasserneubildungsrate begrenzt werden

Im Vogelsberg ist das Grundwasser auf mehrere wasserführende Stockwerke verteilt. Das Regenwasser dringt erst langsam von oben in das nächste Wasserstockwerk ein, so dass sich diese erst verzögert wieder auffüllen. Auch die Ovag, die in Inheiden Wasser für das Rhein-Main-Gebiet fördert, habe inzwischen erkannt, dass die Förderung auf die Grundwasserneubildungsrate begrenzt werden muss, weil sonst die Wasserspeicher, die zum Teil über Jahrtausende alt sind, leer laufen.

Aus Sicht der Grünen ist es wichtig, dass verschiedene Möglichkeiten geprüft werden, wie durch Versickerung von Niederschlagswasser oder Wasserentnahme aus den Bächen in den Jahresübergangszeiten mit hohem Wasseraufkommen im Bereich der Trinkwasser- Brunnen der Grundwasserstand langfristig stabilisiert und gegebenenfalls erhöht werden kann.

Niederschlagswasser soll vor Ort versickern

Auch die Stadt Frankfurt stelle Überlegungen und Planungen an, Niederschlagswasser in den Übergangszeiten zu nutzen, um es oberflächlich im Ried zu versickern. Niederschlagswasser sollte nach dem Vorschlag der Grünen vor Ort versickert werden. Das Ziel sei eine naturnahe Regenwasser-Bewirtschaftung unter Berücksichtigung des Boden- und Gewässerschutzes zur Entlastung der Kanalnetze und zur Förderung der Grundwasserneubildung.

Dieses Ziel könne nur mit einem vorausschauenden Wassermanagement erreicht werden. Eine natürliche Versickerung insbesondere oberhalb der Talhänge trägt wesentlich zur Neubildung von Grundwasser bei und entlaste die umliegenden Kanalnetze und wirke Sturzfluten entgegen.

Das Niederschlagswasser sollte durch ein dezentrales Regenwasser-Management zwischengespeichert und dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Für eine dauerhafte und funktionierende Versickerung muss der anstehende Boden geeignet sein. Die Wasserdurchlässigkeit der anstehenden Bodenschichten bestimmt dabei den Grad der Versickerungsfähigkeit. Grundsätzlich müsse dieser daher vor der Planung über ein Bodengutachten ermittelt werden.

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