Veranstaltung0

VernissageGedächtnisausstellung zum 111. Geburtstag

06. Nov 2022 - 15:00 Uhr
Aula, Geschwister-Scholl-Schule

Der Alsfelder Kunstverein lädt zur Vernissage am Sonntag, 6. November 2022 um 15 Uhr in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule, Schillerstr. 3, Alsfeld.

Die Ausstellung um Maximilian Hüttisch (1911 – 1988) ist vom 6. bis 19. November von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag ist Ruhetag. Die Finissage ist am 19. November 2022 um 17 Uhr

Über Maximilian Hüttisch

Maximilian Hüttisch wurde am 6. November 1911 in St. Joachimsthal im Erzgebirge geboren. Nach einer Lehre als Porzellanmaler, Musterzeichner und Graveur besuchte er die Hochschule für Kunstgewerbe, die sog. Umprum in Prag. Letzte Station einer langen künstlerischen Ausbildung war die Kunstakademie in Prag. Seine künstlerische Entwicklung wurde von seinen Lehrern, den Professoren Frantisek Kysela, Willi Nowak und Fritz Thiele wesentlich beeinflusst.

Schon als Kunststudent erzielte er erste künstlerische Erfolge: 1937 wurde er für seine Entwürfe der neuen Insignien der Deutschen Universität in Prag ausgezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Maximilian Hüttisch in München, wo er am 16. September 1988 im Alter von 76 Jahren verstarb. Sein malerisches und grafisches Werk hat der Künstler in vielen Ausstellungen im In- und Ausland vorgestellt.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm zuteil. Hüttisch arbeitete künstlerisch in zwei Richtungen: in realistischem Stil schuf er Federzeichnungen und Bleistiftzeichnungen von Orten in Deutschland und in Europa. Diese Ansichten zeichnen sich durch einen kraftvollen, sicheren Strich aus.

Zu Hüttischs eher realistischen Arbeiten sind auch die Porträts zu rechnen, denen ein Kunstkritiker bescheinigte, dass sie gültige Darstellungen der Seelenlage des Porträtierten sind. Hüttischs zweite Stilrichtung ist ein expressiver Surrealismus, der sich in seinen Mischtechniken und in den Ölgemälden mit ihren leuchtenden Farben findet.

Hier beschäftigte er sich kritisch mit unserer Zeit und ihren krankhaften Entartungen. Ängste, Verletzungen, Visionen thematisierte er in Darstellungen, die er als sein „Zweites Gesicht“ bezeichnete. Aber auch seine Zukunftsträume von einer besseren, friedvollen, einer humanen Welt hat er künstlerisch gestaltet.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren