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Am 11. Juni im Alsfelder BürgergartenInternationales Freundschafts- und Demokratiefest

ALSFELD (ol). Sie sind aktiv im ganzen Vogelsberg und in der Stadt Alsfeld: die Projekt- und Netzwerkpartner des Bundesprogramms „Demokratie leben“, die am 11. Juni wieder zum internationalen Freundschafts- und Demokratiefest in den Alsfelder Bürgergarten einladen.

„Das Netzwerk hat auch für dieses Jahr wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt“, freuen sich die Koordinatoren Norbert Kelbassa, Maria Hoyer und Silvia Lucas, „dazu gibt es jede Menge köstlicher Snacks aus aller Welt.“ Die Versorgung mit Speisen übernehmen in diesem Jahr der Rumi-Kulturverein Fulda, das internationale Frauenfrühstück Alsfeld und die Weltenkinder des Caritasverbandes, teilt der Vogelsbergkreis in seiner Pressemeldung mit.

Zum Rahmenprogramm gehören neben der Präsentation der verschiedenen Demokratie-Projekte Spielangebote für Kinder und Jugendliche, musikalische Darbietungen der Alsfelder Musikschule, eine Musikskulptur der Lauterbacher Künstlerin Anka Hirsch und Musik-Mitmachangebote des Vereins „Gelebte Inklusion“. Ein besonderes Highlight für die Kinder werde der Auftritt eines Zauber-Clowns sein.

Bei der Veranstaltung wird es Möglichkeiten zu Austausch und Begegnung geben. Für alle Bürger der Stadt und des Landkreises und interessierten Gästen steht der Bürgergarten mit seinem Angebot am 11. Juni von 15 Uhr bis 18 Uhr offen.

Ein Gedanke zu “Internationales Freundschafts- und Demokratiefest

  1. Wie kann man so viele krause Gedanken in nur einen Satz packen? Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ als breites Aktionsprogramm für die Demokratie ist nicht von vornherein schon inhaltsleer, weil das Wort Programm verwendet wird. Natürlich gibt es viele politisch Aktive, Parteien usw., deren Programmatik realitätsfern ist oder schlecht umgesetzt wird. Aber hinter einem Programm steckt eine Vielzahl möglicher Bedeutungen (siehe https://www.wortbedeutung.info/Programm/). Zum Beispiel: „Konzept zum Erreichen bestimmter Ziele“. Es kann sicher nicht schaden, ein Konzept zu formulieren, bevor man sich in irgendwelche Aktivitäten stürzt oder andere hierfür zu gewinnen versucht. Dass nur derjenige Demokratie leben könne, der Demokratie selbst erfahren hat, ist schlichtweg falsch. Viele DDR-Bürger haben sich nach der Wende in unser demokratisches Staats- und Gesellschaftsleben eingebracht, trotz 40 Jahren „sozialistischer“ Parteiendiktatur. Ähnlich war es nach dem 2. Weltkrieg, obwohl der Nazi-Terror nur zwölf Jahre andauerte. Und wenn nur diejenigen Demokratie leben könnten, die in Familie, Schule und Beruf alle demokratischen Freiheiten genossen haben, dann stünde es wahrscheinlich schlecht um unsere Gesellschaft. Gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse sind oft ambivalent. Formale Demokratie bleibt wenig überzeugend, wenn der „demokratische Geist“ fehlt, sich unterschwellig undemokratische Herrschaftsverhältnisse einschleichen oder die hohe Politik sich gegenüber undemokratischen Regimen opportunistisch oder unterwürfig verhält. Da gibt es Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die sehr nachdenklich machen (siehe https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/russland-deutschland-politik-warnung-100.html oder https://www.nzz.ch/meinung/afghanistan-die-ideologie-der-taliban-war-staerker-als-die-westlichen-werte-ld.1642328). Was die demokratischen Werte angeht, die es natürlich zu leben gilt, um die Zustimmung der Bevölkerung zu sichern, ist Hurra-Patriotismus fehl am Platz. Es gilt, das Bewusstsein wach zu halten, dass die Demokratie stets gefährdet ist und von mächtigen Interessengruppen schleichend unterlaufen werden kann.

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