
Erster nicht-religiöser Migrantenverein im Vogelsbergkreis gegründet„Hand in Hand“ von Afrika bis Mongolei
VOGELSBERG (ol). Sie kommen überwiegend aus dem Nahen Osten, aber auch aus Afrika, Indien, Georgien und der Mongolei: Zwanzig Migranten haben kürzlich „Hand in Hand – Migrantenverein Vogelsberg“ gegründet.
Ein Jahr dauerte die Vorbereitung der Vereinsgründung. Dabei wurde wichtig, dass der Verein alle Migranten unabhängig von Herkunft und Religion ansprechen möchte. Deswegen besagt gleich der erste Paragraph der Satzung: „Der Verein ist politisch, ethnisch und religiös neutral.“, heißt es in der Pressemitteilung des Evangelischen Dekanat Vogelsberg.
Der Verein geht aus dem Sprach- und Kulturmittlerpool hervor, der seit 2016 beim Evangelischen Dekanat Vogelsberg angesiedelt war und zum 1. Mai 2022 auf den Vogelsbergkreis übergegangen ist. Die Mitglieder wollen sich weiterhin der Förderung des sogenannten „Gemeinwesen-Dolmetschens“, also dem Dolmetschen durch Laien, widmen. Sie möchten daneben aber auch Beratungs- und Unterstützungsangebote für Migranten bieten, zum Beispiel das deutsche Schul- und Erziehungswesen erläutern und Unterstützung in Behördenangelegenheiten leisten.
Der nächste Schritt wird nun die Eintragung ins Vereinsregister sowie die Beantragung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt. Gleichzeitig wird der Vorstand die ersten Schritte der praktischen Vereinsarbeit festlegen.
Die Mitgliedschaft ist für Migranten wie für Deutsche möglich. Interessierte wenden sich bis zur Schaltung einer eigenen Vereins-Mailadresse vorläufig an das Evangelische Dekanat Vogelsberg unter oekumene.vogelsberg@ekhn.de.
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