
IG Bau: Lohn-Check, notfalls FirmenwechselBauarbeiter im Vogelsbergkreis oft unterbezahlt
VOGELSBERG (ol). Maurer und Co. seien oft unterbezahlt: Die rund 1.040 Bau-Beschäftigten im Vogelsbergkreis könnten sich zwar über fehlende Arbeit nicht beschweren, doch viele von ihnen verdienen deutlich weniger, als ihnen zusteht – darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin – und ruft die Bauarbeiter dazu auf, im Zweifelsfall die Firma zu wechseln.
„Der Bau boomt – auch in der Pandemie. Die Betriebe suchen händeringend Fachleute. Es kann nicht sein, dass in dieser Situation viele Beschäftigte um einen angemessenen Lohn gebracht werden“, sagt Doris Hammes, Bezirksvorsitzende der IG BAU Mittelhessen in der Pressemeldung der IG BAU.
Wer mit einer dreijährigen Ausbildung als Spezialbaufacharbeiter arbeite, müsse aktuell auf einen Stundenlohn von 21,58 Euro kommen. Carsten Burckhardt vom Bundesvorstand der IG BAU, der die Tarifverhandlungen für die Gewerkschaft geführt hat, ruft jetzt zum Lohn-Check auf: „Jeder, der weniger verdient, sollte seinem Chef Bescheid sagen und sich nicht länger unter Wert verkaufen. Im Klartext heißt das dann auch: den Betrieb wechseln.“
Nach Informationen der Gewerkschaft liege der Durchschnittsverdienst von Bauarbeitern in Hessen aktuell bei 16,80 Euro pro Stunde – 4,78 Euro weniger als der Tariflohn. „Rein rechnerisch gehen einem gelernten Straßenbauer oder Zimmerer damit pro Jahr rund 9.900 Euro durch die Lappen“, betont Hammes. Die IG BAU Mittelhessen weist darauf hin, dass jeder Anspruch auf die tarifliche Bezahlung hat, der in der Gewerkschaft ist und dessen Betrieb dem Arbeitgeberverband im Bauhandwerk oder in der Bauindustrie angehört.
Infos und Tipps zum fairen Lohn und zum Jobwechsel gibt es bei der IG BAU vor Ort unter: 06 41 – 932 40–0 und giessen@igbau.de. Ebenso hier im Internet.
Auch interessant:



Pest oder Cholera… Unterbeschäftigung oder Unterbezahlung. Gilt natürlich nicht für Landräte und Erste Kreisbeigeordnete. Deshalb jubeln die ja immer so laut über die „niedrige Arbeitslosenquote“ und halten das für ihre eigene Leistung. Dabei ist das der Erfolg der benachbarten Landkreise, die genügend Stellen anbieten, damit auch die Vogelsberger für Ihre Arbeit anständig entlohnt werden. Aber dafür muss eben ausgependelt werden. Und wenn es nach Görig und Mischak ginge, würde sich dieses Modell noch mehr verbreiten, indem die, die außerhalb gutes Geld verdienen, jetzt in den Vogelsberg ziehen, um dort billig zu bauen und zu mieten. Funktioniert aber auch nicht mehr, weil die Baupreise anziehen und die Mieternachfrage die Wohnungsmieten treibt. Wer beißt da wem in den Schwanz?
Noch Fragen warum keiner am Bau Arbeiten will.
Die sklaventreiberei in einigen
Lebensmittel Märkten ist wesentlich
schlimmer,da ist es am Bau wie im Schlaraffenland,klagen auf sehr hohen Niveau.
Glücklich ist, wer nicht vergisst
Wo es noch viel schlimmer ist
Doch selbst in dem Schlaraffenland
Wie in Katar am Wüstenstrand
Gibt’s eine Art von Nichtschlaraffen
Die sich für nix zu Tode schaffen
Und selbst in unserem schönen Hessen
Muss mancher sich durch Grießbrei fressen