
Kritik an Stellungnahme zum IndustriegebietALA: „Junge Union Alsfeld im Seniorenbashing“
ALSFELD (ol). Nachdem sich die Junge Union Alsfeld hinter die Planungen des Industriegebiets am Weißen Weg stellte und sich überzeugt zeigen, dass die junge Generation hinter dem Projekt steht, reagiert nun die ALA und wirft ihnen vor, das Thema Umwelt- und Klimaschutz im jugendlichen Eifer zu übersehen.
„Nun hat die Junge Union Alsfelds sich mit einer Stellungnahme für das Industriegebiet Am Weißen Weg stark gemacht. Daran wäre eigentlich nichts besonderes, wenn diese Gruppe nicht versuchen würde, aus der Kontroverse um die Logistiker ein plumpes Seniorenbashing zwischen jung und alt zu machen“, kritisiert die Alternative Liste Alsfeld (ALA) in der Pressemitteilung und fragt sich, seit wann die Jugend ein „besonderes politisches Qualitätssiegel“ sei.
Die Junge Union würde ihre Jugendlichkeit in die Waagschale werfen und glaube fest daran, dass das Industriegebiet wichtig für ihre Zukunft in Alsfeld sei. „Aber das sei ein Irrglaube“, heißt es von der ALA weiter. Dass in deren Überlegungen keinerlei Worte zum Umwelt- und Klimaschutz vorkommen, falle „selbst hinter gefälligen CDU-Positionen zurück“. Das Thema habe man wohl im jugendlichen Eifer übersehen, meint ALA-Fraktionschef Michael Riese.
Auch bei anderen Dingen würden die jungen Christdemokraten irren: So sei es egal wie alt man sei, zu keinem Zeitpunkt sei es falsch, sich kritisch zum Gewerbegebiet zu äußern – egal wie viel und wie lange die Stadtverordnetenversammlung das schon beraten habe
„Auch geht es beim noch anstehenden Satzungsbeschluss mitnichten nur noch um Nuancen. Erst der Satzungsbeschluss schafft Baurecht und bis da hin kann alles geändert oder auch über den Haufen geworfen werden“, so Riese abschließend.
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Was soll man denn auch bitte anderes von der jUnGeN uNiOn erwarten? Ignoranz und Willkür ist schon bei der regulären Union eine Krankheit.
Da muss ich der ALA für den kompletten Bericht auch mal recht geben.
Endgültig entschieden ist hier wohl noch gar nichts. In den Pressemitteilungen allerorts hören sich die Pro-Bekundungen fast schon an wie das sinnbildliche „Pfeifen im dunklen Wald“.
Dass das Industriegebiet schon jahrelang besprochen wurde, ist richtig. Da dachten aber viele an ein Gebiet mit verschieden kleineren Firmen, evtl. auch produzierendem Gewerbe. Dagegen kann man aus Sicht der Wirtschaftsförderung sicher nichts sagen. Der Lieferverkehr wäre hier weniger gewesen und die Bebauung sicher lockerer gestaltet worden.
Dass man aber für einen derartigen Giga-Betonklotz abgestimmt hat, bei dem Umwelt, Arbeitsplätze und Verkehr in einem großen Ungleichgewicht stehen, macht immer mehr „Normalbürger“ zu Protestlern.
Wäre vor der Wahl schon klar gewesen, was da auf uns zukommen soll, wäre das Wahlergebnis garantiert anders gewesen.
Ob das Kalkül war?
Ich hatte den Kommentar der Jungen Union so verstanden, dass Sie den alten Säcken ihr Mitspracherecht nicht absprechen – sie wollen lediglich nicht, dass die „Alten“ Behauptungen darüber, was „die Jugend will“, zur Unterstützung der eigenen Argumentation missbrauchen.
Da soll die Jugend schon selbst Stellung beziehen.
Das finde ich auch absolut richtig.
Ob die Jugend nun die von der JU dargestellte Meinung mehrheitlich vertritt, ist sicherlich eine andere Frage.