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Landesparteitag der FDP - Hessische FDP gegen "Wählertäuschung"Mario Döweling erneut in den FDP-Landesvorstand gewählt

HESSEN (ol). Der Landesparteitag der hessischen FDP, der erstmals zur Hälfte in digitaler Form und eintägig in Präsenz im nordhessischen Willingen stattfand, verlief aus Sicht der Vogelsberger Delegation recht erfolgreich. Mario Döweling wurde, als heimischer Kandidat, erneut für zwei Jahre als Beisitzer in den FDP-Landesvorstand gewählt und konnte sich gegen mehrere Mitbewerber in den Stichwahlen durchsetzen.

„Ich werde weiterhin die Interessen des ländlichen Raumes im Landesvorstand vertreten und mich natürlich auch meinem Herzensthema der Bildungspolitik widmen“, sagte Mario Döweling. Neben den personellen Beschlüssen wurde laut Pressemitteilung der Vogelsberger FDP auch programmatisch beraten. So habe der Landesparteitag unter anderem fast einstimmig beschlossen, sich für eine Änderung der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) einzusetzen, damit hauptamtliche Mitglieder des Magistrats, Gemeindevorstands oder Kreisausschusses nicht mehr auf den Parteilisten zur Kommunalwahl antreten dürfen.

„Damit würde endlich die Wählertäuschung beendet und die Bürgermeister könnten nicht mehr auf den Parteilisten in ihren Kommunen kandidieren, wie dies auch bei der letzten Kommunalwahl oft der Fall war“, erläutert Mario Döweling. Dabei wüssten viele Menschen bei der Stimmabgabe nicht, dass der Bürgermeister oder Kreisbeigeordnete das Mandat gar nicht annehmen dürfe, oder eben nur, wenn er sein Hauptamt aufgeben würde.

Beim Präsenzteil des Parteitages, der unter einem strengen Hygienekonzept inklusive Coronatestung stattfand, war eine vierköpfige Vogelsberger Delegation vor Ort. Hier wurde vor allem die Bewerberliste für den Bundestag aufgestellt. Hier konnte der Fuldaer Landtagsabgeordnete Jürgen Lenders mit Platz 5 eine „aussichtsreiche Platzierung“ erzielen. Er wird im Wahlkreis Fulda/Vogelsberg kandidieren.

Auch der Bewerber für den Wahlkreis Gießen/Vogelsberg, der Gießener FDP-Kreisvorsitzende Dennis Pucher, der dort die Nachfolge von Hermann Otto Solms antritt, konnte mit Platz 8 der Bewerberliste eine „aussichtsreiche Platzierung“ erreichen. Damit stünden die Chancen gut, eventuell zwei FDP-Bundestagsabgeordnete in der Region zu haben, erläutert der Vogelsberger FDP-Kreisvorsitzende Andre Tonigold. Allerdings sei hierfür noch ein engagierter Wahlkampf für die Bundestagswahl im September notwendig.

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