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Vogelsberger Schulleiter nahmen an einer Gesprächsrunde der CDU Vogelsberg im Vorfeld zur Kommunalwahl stattGedankenaustausch mit dem Hessischen Kultusminister

VOGELSBERG (ol). Rund 15 Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem gesamten Vogelsbergkreis nahmen an einem Gedankenaustausch per Videokonferenz teil, zu dem die Vogelsberger CDU eingeladen hatte. Referent bei den Christdemokraten war der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz. Im Mittelpunkt standen naturgemäß die Fragen Rund um Schule in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Runde wurde vom CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Jens Mischak und von Stephan Paule, dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion und Bürgermeister der Stadt Alsfeld, moderiert. Kultusminister Lorz ging in seinem Eingangsstatement auf die große Herausforderung ein, die die COVID-19-Pandemie für das Schulwesen bedeute. Neben den Fragen nach Hygiene und Gesundheitsschutz und der erforderlichen Betreuung jüngerer Schülerinnen und Schüler stehe natürlich die Frage, wie Lernerfolge trotz Distanz- oder Wechselunterricht so gut wie möglich stattfinden könnten.

Während der Unterrichtsbetrieb bis zum Sommer, trotz möglicher Erleichterungen, sicher noch nicht mit dem Regelbetrieb vor Corona vergleichbar sein werde, bleibe die Hoffnung, zum neuen Schuljahr nach den Sommerferien 2021 „in einigermaßen normales Fahrwasser“ zu kommen, heißt es in der Pressemitteilung der Vogelsberger CDU. Während das Schuljahr 2020/21 noch im Zeihen der Krise stehe, werde das Schuljahr 2021/22 das „Kompensationsjahr“ werden. Dies sei sicherlich nicht mit geringeren Anforderungen an Schüler Familien und Lehrkräfte verbunden als die Bewältigung des Krisenjahres.

Seitens der Schulleiter seien zahlreiche Fragen hinsichtlich Organisation, technische Ausstattung und Weiterentwicklung der Digitalisierung gestellt und von Lorz beantwortet worden. Mit Blick auf die beiden beruflichen Schulen im Kreis betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Paule, dass die Verortung beruflicher Fachklassen, vor allem auch im ländlichen Raum mit seiner mittelständisch und handwerklich geprägten Wirtschaft, Vorrang haben müsse. Kultusminister Lorz unterstrich dies ebenfalls und konnte auch für den Bereich der Grundschulen vermelden, dass eine für kleine Grundschulen bestandsgefährdende Heraufsetzung des Klassenteilers und der Mindestklassengröße nicht zu erwarten sei.

Kurz erwähnt und von den Teilnehmern positiv aufgenommen wurde die Entscheidung des Kultusministeriums, eine von zwei Standorten der Hessischen Lehrkräfteakademie ab 2024 in den Vogelsbergkreis nach Alsfeld zu verlegen. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Jens Heddrich, Beauftragter der CDU-Kreistagsfraktion für Digitale Bildung, tauschte sich zudem mit Lorz über die Ziele der in Entstehung begriffenen Digitalisierungsabteilung im Kultusministerium aus. Diese wird aufgrund eines Änderungsantrages der CDU-geführten Koalition im Hessischen Landtag zum Landeshaushalt 2021 neu eingerichtet und war auch vom Vogelsberger Landtagsabgeordneten Michael Ruhl als Mitglied des Haushaltsausschusses eng begleitet worden.

Schulleiter und Kommunalpolitiker dankten Lorz für den offenen Austausch. Kreisvorsitzender Mischak sprach abschließend schon eine Anschlusseinladung an den Kultusminister für die Zeit nach Corona aus.

3 Gedanken zu “Gedankenaustausch mit dem Hessischen Kultusminister

  1. Schulleiter (Schulfächer und Pädagogik studiert, durch langjährigen Unterricht unter mäßigen schulischen Arbeitsbedingungen gestählt) fragen, Kultusminister (Rechtswissenschaftler und Volkswirt, seit Januar 2014 im Amt) erklärt, wie Schule geht und wer schuld ist, wenn es nicht so richtig klappt mit dem Distanzlernen. Frag doch mal die Maus. Da tausch ich meine Gedanken doch lieber mal mit Bundesbildungsministerin Karliczek, die hat noch weniger Ahnung. CDU macht muh. Aber vielleicht ist ja in Frau K.s Ministerium auch gerade eine Digitalisierungsabteilung im Entstehen begriffen. Da könnte man ja dann später noch mal nachfragen. Wegen Studium an einer englischen Eliteuniversität zum Beispiel. Oder eines Stipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes. Lorz hatte eines ergattert. Als er noch klein war, hahaha.
    Da steckt mir doch zum Schluss noch die Hessische Lehrkräfteakademie quer im Hals. Noch nie von gehört, und ich höre viel. Zu meiner aktiven Zeit gab’s so was nicht. Einer von zwei Standorten der Hessischen Lehrkräfteakademie soll ab 2024 in den Vogelsbergkreis verlegt werden (Beamtenlandverschickung). Und zwar nach Alsfeld (Der Teufel scheißt immer auf den größten Ha…). Einfache Aufgabe: Wie macht man das, wo die Hessische Lehrkräfteakademie doch D-R-E-I Abteilungen hat (siehe https://lehrkraefteakademie.hessen.de/ueber-uns/organisation-und-aufbau). Einfache Aufgabe: Eine Schwester hat einen Apfel in drei gleiche Hälften geteilt. Wie viele Hälften bekommt jeder ihrer zwei verfressenen Brüder? Denken Sie mal darüber nach.

    1. Der gechipte (aber leider nicht getunte) Kultusminister und seine CDU-Gesellen laden zum Gedankenaustausch, um die schlechten Gedanken potenzieller Kritiker gegen Propaganda auszutauschen. Digitalisierung in der Schule und häusliches E-Learning laufen gar nicht mal so schlecht, wenn man sich das wegdenkt, was schlecht läuft.

  2. Na, da konnten Herr Paule und Herr Mischak wohl gerade noch mal abwenden, dass sich die Vogelsberger Schulleiter wie Hitchcocks Vögel auf den Kultusminister stürzten – wie hieß der noch gleich? Albert Lortzing? Ach nee, das war der mit den komischen Opern. Und – man höre und staune: Im Kultusministerium wird jetzt – neu, neu, neu – eine leibhaftige Digitalisierungsabteilung eingerichtet. Aufgrund eines Änderungsantrages der CDU-geführten Koalition im Hessischen Landtag zum Landeshaushalt 2021! Wie großzügig und fast noch verfrüht, hahahahaha! Vom Vogelsberger Landtagsabgeordneten Michael Ruhl als Mitglied des Haushaltsausschusses „eng begleitet“. Wahrscheinlich wurde es eng. Aber „eng begleitet“ ist immer gut. Ich sag’s doch: Betreutes Stöhnen kann sich löhnen.

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