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Ost und West im GesprächVogelsberger vhs bietet Online-Reihe zur deutschen Einheit an

VOGELSBERGKREIS (ol). Die Vogelsberger vhs bietet die kostenfreie Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ an. In drei Veranstaltungen geht es um unterschiedliche Erfahrungen mit deutscher Teilung und Wiedervereinigung sowie deren Folgen. Den Auftakt bildet am 16. September um 18 Uhr das Thema „Totaler Umbruch – Stasi, Neonazi, Neuanfang“. Eine Anmeldung ist erforderlich.

„Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ ist Titel einer kostenfreien Online-Reihe, die der Bereich Politische Bildung der Vogelsberger vhs anbietet. Durchgeführt wird die Reihe vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, berichtet die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Gefragt wird nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Experten, Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990. Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen der Gegenwart anregen.

Die erste kostenfreie Online-Veranstaltung findet zum Thema „Totaler Umbruch – Stasi, Neonazi, Neuanfang“ am Mittwoch, 16. September, um 18 Uhr statt. Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, solche haben die Gesprächsgäste der Auftaktveranstaltung erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk.

Den Zugangslink erhalten Interessierte nach erfolgreicher Anmeldung. Weitere Informationen finden sich unter www.vhs-vogelsberg.de Informationen zu den weiteren zwei Veranstaltungen dieser Vortragsreihe zu den Themen „Eure Einheit, unsere Einheit – An wen erinnern wir?“ und „Jung sein in Demokratie und Diktatur“ finden sich ebenfalls auf der Homepage der vhs.

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