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Unternehmensbesuch rückt Handwerk, Ausbildung und Inklusion in den FokusFreie Wähler besuchen Tischlerei Thomas Maul in Freiensteinau

FREIENSTEINAU (ol). Die Freien Wähler Freiensteinau und Vogelsbergkreis haben die Tischlerei mit GALERIE Thomas Maul in Freiensteinau besucht. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung des Handwerks für die regionale Wirtschaft, die Ausbildungsarbeit sowie die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Das seit 1995 bestehende Familienunternehmen beschäftigt 15 Mitarbeitende und hat mehr als 40 junge Menschen ausgebildet.

Die Freien Wähler besuchten im Rahmen ihrer Unternehmensbesuche die Tischlerei mit der besonderen GALERIE Thomas Maul in Freiensteinau. Ziel der Firmenbesichtigung war es, sich ein umfassendes Bild von der Leistungsfähigkeit des regionalen Handwerks zu machen und die Bedeutung mittelständischer Handwerksbetriebe für Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorzuheben, heißt es in der Pressemitteilung der FREIE WÄHLER Vogelsberg.

Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Fachkräftesicherung, Ausbildungsförderung, regionale Wertschöpfung und die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen.
Die Tischlerei Thomas Maul ist seit dem 01.01.1995 ein eigentümergeführtes Familienunternehmen. In mehr als 30 Jahren Unternehmensgeschichte hat sich vieles weiterentwickelt – geblieben ist die Leidenschaft für hochwertige Formgebung und die Arbeit mit dem Werkstoff Holz. Heute beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeitende und ist in sämtlichen Bereichen des Tischlerhandwerks tätig: von Haustüren über Betten und individuelle Möbelstücke bis hin zu moderner Innenraumgestaltung für private, gewerbliche und öffentliche Auftraggeber.

„Regionale Arbeitsplätze schaffen nicht nur Beschäftigung vor Ort – sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Struktur“, betonte Edwin Schneider, Kandidat der Freien Wähler für den Kreistag. „Betriebe wie die Tischlerei Thomas Maul sichern Einkommen, bilden junge Menschen aus und tragen maßgeblich zur Stabilität unseres ländlichen Raumes bei.“

Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher von der Vielseitigkeit des Unternehmens. Die Kreativmanufaktur realisiert im Einklang mit der Natur hochwertige, flexible und langlebige Einrichtungslösungen in zeitgemäßem Design. Dabei kommen neben Holz auch Kunststoffe, lackierte Oberflächen, Stein oder Stahl zum Einsatz. Handwerkliche Präzision verbindet sich hier mit moderner Gestaltung und individuellen Kundenwünschen.

Ein zentrales Thema der Besichtigung war die Nachwuchsförderung. Seit der Gründung im Jahr 1995 wurden in der Tischlerei über 40 junge Menschen ausgebildet – und darauf ist Inhaber Thomas Maul besonders stolz. Alle Auszubildenden haben ihre Ausbildung teils mit Auszeichnung erfolgreich abgeschlossen, keiner hat abgebrochen.

Dieses Engagement unterstreicht die große Verantwortung, die inhabergeführte Betriebe für die Fachkräftesicherung übernehmen. Gerade im ländlichen Raum ist die Bereitschaft zur Ausbildung ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Region.
Lars Wicke, Spitzenkandidat der Freien Wähler Vogelsberg, zeigte sich von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens beeindruckt: „Hier wird deutlich, was Handwerk heute leisten kann. Die Vielseitigkeit, die Innovationskraft und die konsequente Ausbildungsarbeit sind vorbildlich. Das Handwerk ist und bleibt eine tragende Säule unserer regionalen Wirtschaft.“

Besonders Stolz ist der Firmeninhaber auf die erfolgte Ausbildung und Übernahme in den laufenden Betrieb eines gehörlosen Mitarbeiters. Dieser gelebte Einsatz für Inklusion wurde während der Besichtigung hervorgehoben. Die Einbindung von Menschen mit Einschränkungen in das tägliche Arbeitsleben sei nicht nur gesellschaftlich wichtig, sondern auch ein starkes Signal für gelebte Verantwortung im Mittelstand.
Friedel Kopp, Präsident des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, zeigte sich erfreut über dieses Engagement. Er unterstrich die Bedeutung der Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt und bezeichnete das Vorgehen des Unternehmens als vorbildlich.

Als ehemalige Bürgermeister von Freiensteinau erinnerte Friedel Kopp daran, dass während seiner Amtszeit die Ansiedlung mit den weiteren Bauabschnitten der Tischlerei im Gewerbegebiet von Anfang an unterstützt wurde. Er betonte, dass diese Entscheidung bis heute richtig sei – sowohl für das Unternehmen selbst als auch für die Gemeinde Freiensteinau insgesamt.

Das Firmengebäude der Tischlerei Thomas Maul vereint Produktion, Ausstellung und Begegnungsraum unter einem Dach. Neben der eigentlichen Schreinerei verfügt das Unternehmen über eine in 2012 gebaute großzügige Ausstellungsfläche/GALERIE, die Kundinnen und Kunden die gesamte Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten präsentiert.

Zum Ausstellungskonzept gehört auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für Veranstaltungen zu nutzen. Ob Feiern, Kochkurse in der integrierten Küchenlandschaft oder andere Events – die Räumlichkeiten stehen flexibel zur Verfügung. Sogar ein Friseursalon ist in die Ausstellungsfläche integriert: Wer zum Haareschneiden geht, betritt den Salon durch die moderne Ausstellung der Tischlerei. Dieses Konzept verbindet Handwerk, Dienstleistung und Begegnung in innovativer Weise.

Zum Abschluss der Besichtigung hob Lars Wicke nochmals die Bedeutung selbstständiger Unternehmerinnen und Unternehmer hervor: „Diese Betriebe sind das Fundament unseres Vogelsbergs. Männer und Frauen, die mit Mut, Ideenreichtum und Verantwortung ihre Unternehmen führen, schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und investieren in unsere Region. Das verdient Anerkennung und politische Unterstützung.“

Die Freien Wähler Vogelsberg und Freiensteinau bekräftigten, sich weiterhin für die Stärkung des regionalen Mittelstands einzusetzen. Ziel sei es, verlässliche Rahmenbedingungen für Handwerk und Gewerbe zu schaffen, Bürokratie abzubauen und Ausbildungsbetriebe gezielt zu unterstützen.

Die Firmenbesichtigung der Tischlerei Thomas Maul habe eindrucksvoll gezeigt, dass traditionelles Handwerk und moderne Unternehmensführung im Vogelsbergkreis erfolgreich Hand in Hand gehen. Regionale Betriebe schaffen nicht nur wirtschaftlichen Mehrwert – sie prägen das soziale Gefüge, fördern junge Talente und gestalten aktiv die Zukunft des ländlichen Raumes.

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