
SPD Vogelsberg diskutiert Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum in MückeMehr Bus, mehr Bahn, mehr Möglichkeiten
VOGELSBERGKREIS (ol). Die SPD Vogelsberg hat in Mücke über die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen gute Verkehrsanbindungen als Voraussetzung für soziale Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse. Vertreter aus Politik und Verkehrsverbund beleuchteten Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Personennahverkehrs im Vogelsbergkreis. Ziel ist es, den Landkreis zu einer Modellregion für moderne Mobilität zu entwickeln.
Wie kann Mobilität in Zukunft im ländlichen Raum aussehen? Darüber diskutierte die SPD Vogelsberg laut einer Pressemitteilung im Rahmen der Veranstaltung „Mehr Bus, mehr Bahn, mehr Möglichkeiten“ vor Kurzem in Mücke. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Bedeutung guter Verkehrsanbindungen für soziale Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse, sowie mögliche Zukunftsprojekte im Bereich der Mobilität.
Der Kreisvorsitzende der Vogelsberger Sozialdemokraten, Patrick Krug, eröffnete die Veranstaltung und machte deutlich, dass Mobilität weit mehr sei als eine technische oder ökologische Frage: „Mobilität entscheidet darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Wenn die Vogelsbergerinnen und Vogelsberger gut angebunden sind, bringt das unseren Landkreis zusammen und macht unsere Wirtschaft stärker. Gleichzeitig zeigen die Gespräche vor Ort immer wieder: Es gibt noch Luft nach oben. Wir wollen, dass der ÖPNV im Vogelsberg besser wird. Denn nur dort, wo gilt: Mehr Bus, mehr Bahn, mehr Möglichkeiten, kann auch eine Heimat mit Zukunft entstehen.“
Einer der beiden Impulsgeber des Abends war der heimische SPD-Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Maximilian Ziegler. Er machte deutlich, wie allgegenwärtig Mobilität im Alltag sei – gerade im Vogelsbergkreis: „Mobilität begegnet uns jeden Tag: auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Viele Menschen pendeln nach Gießen oder Fulda. Gute Verbindungen sind deshalb keine Kür, sondern Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.“
Ziegler berichtete zudem von einem Selbstversuch, bei dem er seine Termine konsequent mit Bus und Bahn wahrgenommen habe: „Dabei wurde mir klar: Der ÖPNV ist besser als sein Ruf. Aber Angebot und Bedarf passen an vielen Stellen noch nicht zusammen. Deshalb müssen wir im Bereich der Mobilität neue Wege gehen, mutig sein und Dinge ausprobieren. Nur so verändert sich wirklich etwas. Unser Ziel ist deshalb, dass der Vogelsberg Mobilitätsmodellregion wird.“
Als weiterer Gesprächspartner brachte André Kavai, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), die Perspektive des Aufgabenträgers ein. Er betonte, dass der ÖPNV nie vollständig individuell sein könne, aber verlässlich, planbar und attraktiv sein müsse. Ein besonderer Fokus liege auf der Schiene: Die Modernisierung der Vogelsbergbahn sei entscheidend, Verspätungen und Ausfälle seien vor allem auf die Eingleisigkeit und veraltete Stellwerkstechnik zurückzuführen. Deshalb sei bereits eine Machbarkeitsstudie zur Verbesserung auf den Weg gebracht worden. „Für uns ist klar: eine Verbesserung muss sein, dass die Vogelsbergbahn endlich wieder in Schwalmtal hält, damit man in allen an der Strecke liegenden Städten und Gemeinden in den Zug ein- und aussteigen kann“, formulierte Patrick Krug eine zentrale Forderung der Sozialdemokraten an Deutsche Bahn und RMV.
Darüber hinaus ging Kavai auf Schnellbuslinien zur Entlastung von Pendlerströmen rund um Frankfurt, auf neue Antriebstechnologien im Busverkehr, notwendige Ladeinfrastruktur sowie mögliche Perspektiven durch autonomes Fahren ein. „Uns ist bewusst: eine Mobilitätswende muss Schritt für Schritt stattfinden, allerdings braucht es zukünftig eine Aufholjagd im ländlichen Raum, damit wird dem langfristigen Ziel von gleichen Lebensverhältnissen in Stadt und Land ein Stück näherkommen.“, so Kavai abschließend.
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