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"Die Autobahn - Kampf um die A49" am 15 Mai um 13 Uhr im Kinocenter Alsfeld - Produzent und Dokumentarfilmer Klaus Stern anwesendDokumentarfilm über A49-Protest und Autobahnbau auf der Kinoleinwand

ALSFELD (ol). Der Bau der A49 und der Protest von Umwelt- und Klimaaktivisten im besetzten Wald haben für viele Diskussionen und kontroverse Meinungen in der Region gesorgt. Wie der Bau einer Autobahn die Gesellschaft spaltet wird im Dokumentarfilm „Die Autobahn – Kampf um die A49“ von Frank Marten Pfeiffer und Klaus Stern gezeigt. Am 15. Mai läuft der Film um 13 Uhr im Alsfelder Kino – unter Anwesenheit von Klaus Stern selbst.

Die Autobahn frisst sich durch die Landschaft. Der Wald – besetzt von Aktivisten. Polizisten müssen den Weg frei machen für die Maschinen. Anwohner freuen sich auf freie Fahrt. Politiker setzen Entscheidungen um – gegen ihr Gewissen.

Wie der Bau einer Autobahn die Gesellschaft spaltet wird im Dokumentarfilm „Die Autobahn – Kampf um die A49“ von Frank Marten Pfeiffer und Klaus Stern gezeigt. Am kommenden Sonntag, den 15. Mai um 13 Uhr, flimmert der Dokumentarfilm auch über die Leinwand im Alsfelder Kinocenter.

Darum geht es im Film

Und darum geht es in dem Film: Die Autobahn A49 wird neu gebaut. Und das mitten in der Klimakrise. Die Trasse führt durch jahrhundertealte Wälder, vorbei an verschlafenen Dörfern. Über 600 Aktivisten haben in Dannenrod in Mittelhessen 7 „Barrios“ mit bis zu 100 Baumhäusern in schwindelerregender Höhe gebaut. Die Räumung durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei steht unmittelbar bevor.

Foto: Die Autobahn – Der Film

In Planung ist die A49 schon seit über 50 Jahren. Klagen, Kammmolche und schlicht fehlendes Geld des Bundes verhinderten über Jahrzehnte den Weiterbau der bei Kassel begonnenen Autobahn. Besonders entschiedene Gegner des Autobahn-Neubaus waren die Grünen in Hessen. Sozusagen die DNA ihres Daseins war der Protest dagegen. Und nun muss ausgerechnet der grüne Verkehrsminister, nämlich Tarek Al-Wazir, diesen Autobahnbau mit seiner schwarz-grünen Landesregierung politisch durchsetzen.

Im Dorf Wiera, 16 Luftkilometer vom besetzten Wald in Dannenrod entfernt, wird schon gerodet. Jeder 25. dort gefällte Baum gehört dem Produzenten Klaus Stern. Die Autobahn wird demnächst nur 700 Meter an dem Bauernhof seiner Eltern vorbei führen. Stern und Frank Pfeiffer begleiten Befürworter der Autobahn, langjährige entschiedene Gegner und Besetzer, adlige Waldbesitzer, Polizisten und Minister während des Rodungs- und Bauprozesses.

Los geht es am 15. Mai um 13 Uhr im Kinocenter in Alsfeld. Der Produzent und Dokumentarfilmer Klaus Stern wird ebenfalls anwesend sein.

6 Gedanken zu “Dokumentarfilm über A49-Protest und Autobahnbau auf der Kinoleinwand

  1. Man sollte auch mal einen Dokumentarfilm drehen über den LKW Verkehr an der B3 zwischen Borken und Cölbe und die Anwohner zu Wort kommen lassen, die den ganzen Lärm und Dreck seit Jahrzehnten täglich ertragen müssen.

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    1. @A49 sofort

      Allein ihr Pseudonym ist eine deutliche
      Botschaft, dass Sie ein Fan von Straßenbau sind. Das von Ihnen geschilderte Szenario trifft man überall in Deutschland. Kürzlich war ich in Süddeutschland unterwegs und habe überwiegend Bundesstraßen genutzt.
      Die Bundesstraßen war ebenso wie die zum Teil parallel verlaufenden Autobahnen total überfüllt. Glauben Sie ernsthaft, dass mehr Straßen für weniger Verkehr und damit für Entlastung sorgen?
      Möglicherweise haben Sie Ihre eigenen Vorteil dabei im Blick. Wir müssen aber doch die Gesamtsituation sehen und das
      tun, was uns als Gesellschaft nutzt. Wir erleben doch gerade sehr anschaulich welche katastrophalen Auswirkungen falsche Weichenstellungen haben. Wollen wir weiter machen mit Flächenversiegelung und dem Weg in Abhängigkeiten?

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    2. Ja, oder man sollte dieser Sichtweise in einem solchen Film ebenso genügend Raum geben. Das wäre fair gewesen.

      Man hätte auch zeigen können, wie die Autobahngegner ganz normal mit PkW zu den Demos anreisen. Dass es in Dannenrod genauso viele SUVs gibt wie anderswo und dass die Einheimischen nichts gegen Autobahnen haben, so lange sie bei anderen vor der Haustür lang führen.

      Was soll auch rauskommen, wenn der „Regisseur “ selber betroffen ist?

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    3. Und? Die neue A49 wird die Probleme der B3 nicht lösen. Du kannst also diesen Film gerne drehen, es wird sich nichts für diese Menschen verbessern. Ihr seid einfch belogen worden

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  2. Nach der Einleitung offensichtlich ein Propagandafilm, der für eine sachliche Diskussion wenig hilfreich ist.

    Auch bei OL wurde viel berichtet, kritische Kommentare haben das Thema auch von anderen Seiten beleuchtet. Beides zusammen sicherlich hilfreicher als ein einseitiger Film, dessen Botschaft bereits vor der Aufführung klar ist.

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    1. @sachliche Diskussion

      Sie fordern Grundlagen für eine sachliche Diskussion fangen im nächsten Satz aber an zu polemisieren. Ich kann die Befürworter der A49 weder ernst nehmen noch erkennen, dass sie jemals einen Beitrag zur Versachlichung des Themas geleistet haben. Wer sich in unserem Land für Umwelt, Klima und Natur einsetzt ist zu bedauern angesichts solcher Ignoranz. Ihr werdet den Wandel nicht aufhalten, schon gar nicht mit Ignoranz und weiter so. Sucht euch ein anderes Thema z. B. die Abhängigkeiten von Rohstoffen und ähnliches.

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