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Nach Ankündigung Jens Spahns, Ausgabe des Vakzins zu drosselnKreise und Ärzte fordern: Lieferbegrenzung für Biontech rückgängig machen

REGION (jal). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, für Booster-Impfungen gegen Corona vornehmlich Moderna-Impfstoff auszuliefern, da die eingelagerten Dosen des Mittels sonst bald ablaufen. Kreispolitik und Hausärzte protestieren.

„Die Ersten Kreisbeigeordneten der Landkreise Bergstraße (Diana Stolz), Fulda (Frederik Schmitt), Vogelsberg (Dr. Jens Mischak) und Marburg-Biedenkopf (Marian Zachow), alle CDU, fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, die verkündete Beschränkung der Liefermengen des Biontech-Impfstoffes auf 30 Einheiten pro Woche für einen Hausarzt und 1020 pro Woche pro Impfzentrum zurückzunehmen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Politiker.

Diese Entscheidung stelle die viele Arbeit von vielen Beteiligten der letzten Tage, möglichst schnell ein umfassendes, dezentrales und einfaches Impfangebot für die Bürgerinnen und Bürger aufzubauen, infrage, heißt es als Begründung.

Die Entscheidung komme zur Unzeit. „Wir alle wollen derzeit eins: Impfen, Impfen, Impfen,“ so die Dezernenten. Zwar stehe mit dem Impfstoff von Moderna ein weiteres Vakzin zumindest für die Über-30-Jährigen zur Verfügung, bei einem Impfstoffwechsel werde aber eine erneute komplette Aufklärung notwendig, die in jedem Einzelfall Zeit koste, die derzeit sehr kostbar ist. Vor allem wünsche sich aber die deutlich überwiegende Anzahl der Impfwilligen den Impfstoff von Biontech. Kritiker befürchten, die Menschen könnten verunsichert sein und Moderna für ein schlechteres Mittel, eine Art Ladenhüter halten, der so nun schnell unters Volk gebracht werden soll. Beide Impfstoffe seien gleich gut, hält die Bundespolitik entgegen.

„Wir können nur gemeinsam das von der Bundesregierung gesetzte Impfziel bis Jahresende erreichen. Nur wenn beide Impfstoffe in den jeweils gewünschten Mengen zur Verfügung stehen, ist das Ziel auch realistisch erreichbar,“ sagen die Dezerneten.

Resolution der Hausärzte

Kritik kommt auch von den Vogelsberger Hausärzten. Der Hausärzteverband Vogelsberg stellte sich hinter eine entsprechende Resolution des hessischen Hausärzteverbandes. „Die Delegiertenversammlung im Hausärzteverband Hessen fordert im Namen aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, alle verfügbaren Dosen Biontech bevorzugt in die Arztpraxen zu liefern“, heißt es in einer Presserklärung über die Resolution, die mit „Versagen des Bundesministeriums für Gesundheit!“ überschrieben ist.

In den Praxen niedergelassener Ärzte sei überwiegend der Biontech-Impfstoff verwendet worden. Die jetzt so plötzlich veranlasste Regelung Spahns sorge für „völlig unnötige Diskussion mit den Patienten und Patientinnen in den Praxen“, so die Ärzte. „Wir wehren uns dagegen, dass unsere Praxisteams immer wieder in letzter Minute die Planungsfehler der Politik ausbaden müssen! Noch letzte Woche hieß es aus dem Ministerium, es sei genug Impfstoff vorhanden.“

Aus dem gesamten Bundesgebiet bekommt Spahn Gegenwind für seine Ankündigung. Der Minister verteidigte sich inzwischen mit den Worten: „Ich weiß, dass diese kurzfristige Umstellung für viele engagierte Helferinnen und Helfer vor Ort in den Arztpraxen und Impfzentren viel zusätzlichen Stress bedeutet. Und das bedauere ich ausdrücklich.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verwies schon vor der aktuellen Diskussion mehr oder weniger direkt darauf, dass Menschen, die zuvor mit Biontech geimpft worden sind und nun mit Moderna geimpft würden, keinen Grund zur Sorge hätten, im Gegenteil: Eine Kreuzimpfung mit verschiedenen Präparaten sei das Beste.

7 Gedanken zu “Kreise und Ärzte fordern: Lieferbegrenzung für Biontech rückgängig machen

  1. Moderna(was höher dosiert ist als Biontech) ist der beste Impfstoff mMn die Leute haben keine Ahnung, habe auch 2x Moderna bekommen fühle mich wie ein Grizzly Bär

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    1. Merkt man auch an bärenstarken Kommentaren am Stück 🤣

      Nur Inhalt und Rechtschreibung haben sich durch die Impfung nicht verbessert, Julius 😢

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      1. Wenn ein kleiner Niemand, nichts zu bemängeln findet, ist es eben der Klassiker „RECHTschreibung“ MIMIMI :))

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      2. Bitte ausnahmsweise mal richtig lesen, waren ja nur wenige Wörter:

        Ich habe zuerst den Inhalt, dann die Rechtschreibung kritisiert.

        Was Sie hier an Kommentaren raushauen ist in etwa so fundiert, wie wenn ich mein Meerschweinchen zum Thema Impfen befrage. Die ungenügende Rechtschreibung unterstützt dieses Bild zusätzlich, ist aber nicht ausschlaggebend, da stimme ich Ihnen zu.

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  2. @Arzt, bitte auch selbst einmal informieren und dann schreiben. Bei Moderna Booster wird nicht die volle Wirkstoffmenge geimpft, aufgrund dessen werden die Nebenwirkungen auch im Rahmen bleiben. Aber der Schutz für die betroffenen wird da sein und ich spreche jetzt nicht von gesunden Menschen mittleren Alters.Es sollte eigentlich jedem klar sein wer jetzt geboostert werden sollte! Jens Spahn hat Biontech abbestellt um Moderna vor dem Verfallsdatum zu retten, nicht ihr Ernst!

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  3. Was soll der Aufstand die Wirkung ist doch gleich. Die Politik sollte den Mund halten wenn sie davon nichts verstehen .Die Politik macht erst die Menschen unsicher sie reden viel und Wissen am wenigsten.

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    1. Werner-Kalbfleisch, die Schutzwirkung ist zu 95 Prozent die gleiche. Die Nebenwirkungen sind bei Moderna defintiv stärker. Warum sollte sich ein Patient für eine Impfung mit Moderna entscheiden wo er die größeren Nebenwirkungen bekommen könnte. Desweiteren wird Biotech für Patienten unter 30 Jahren empfohlen, da das Risiko bei Moderna mit dieser Altersgruppe für bestimmte Herzentzündungen erhöht ist. Bitte erst informieren und dann schreiben. Wirkung ist nicht gleich Wirkung. Zudem darf der Patient skeptisch sein. Astra hat es vorgemacht. Und wenn ein Herr Spahn nichts besseres zu tun hat als die Lieferung von Biotech zu stoppen, nur weil Modera abläuft, dann läuft bei Herrn Spahn grundsätzlich was falsch.

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