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Weiterhin wolle man sich für eine Wiedereinrichtung einer Geburtenstation einsetzenVogelsberger AfD plädiert für Neubau des Kreiskrankenhauses

VOGELSBERG (ol). Sanierung oder Neubau des Kreiskrankenhauses? Darüber wurde in den vergangenen Wochen diskutiert- nun meldet sich auch die Vogelsberger AfD zu Wort, die sich in einer Pressemitteilung für einen Neubau des Kreiskrankenhauses ausspricht und ankündigt, sich weiterhin für eine Wiedereinrichtung einer neuen Geburtenstation stark zu machen.

„Die AfD Vogelsberg hat von Anfang an einen Neubau des Kreiskrankenhauses präferiert. Wir begrüßen daher auch die Einsicht des Landrats Görig, der nun ebenfalls einen Neubau favorisiert“, erklärt Holger Doktorowski für die AfD-Fraktion in der entsprechenden Pressemitteilung. Der Landrat hatte Ende der vergangenen Woche darüber berichtet, dass die Studie, die die Vor- und Nachteile von Neubau und Sanierung gegenüberstellt, fertig sei und in der Pressemitteilung mitgeteilt, dass er den Ausschussmitgliedern einen Neubau des Krankenhauses vorschlagen wolle.

Kreiskrankenhaus Alsfeld: Landrat Manfred Görig favorisiert nun doch Neubau

Am Mittwoch soll nun der Kreisausschuss darüber sprechen. Die AfD Vogelsberg erklärt in der Pressemitteilung, dass sich ein Neubau nach neuesten Berechnungen der Beratungsgesellschaft Andree Consult auf etwa 65 Millionen Euro belaufen würde. Hinzu kämen Instandhaltungskosten für das alte Krankenhaus bis zur Fertigstellung des Neubaus. Eine Sanierung werde mit etwa 75 Millionen Euro angesetzt.

„Die Erfahrungen mit ähnlichen Großprojekten in der Vergangenheit haben gezeigt, dass kommunale Bauprojekte oft deutlich teurer werden als zunächst geplant. Dies hat vielfältige Gründe, ist jedoch auch im vorliegenden Fall keinesfalls ausgeschlossen, wie Landrat Görig in der ursprünglichen KA-Vorlage selbst einräumte“, heißt es in der Pressemitteilung der AfD mit Bezug auf ein Zitat des Landrats.

Weiter argumentiert die Fraktion, dass ein Neubau schneller fertigstellt wäre, nämlich bereits im Jahr 2027, eine Sanierung hingegen würde wohl bis mindestens 2034 dauern. Parallel müsse der Krankenhausbetrieb ebenfalls sichergestellt werden. Auch zeigt man sich erfreut darüber, dass es gelungen sei in der vergangenen Kreistagssitzung das Thema einer möglichen Geburtenstation wieder auf die Tagesordnung zu bringen.

AfD will sich weiter für Wiedereinrichtung einer Geburtenstation einsetzen

„Seinerzeit hatten Grüne und Linke sich zwar für den Erhalt der Geburtenstation ausgesprochen, offenbar hatten sie diese aber bei der aktuellen Diskussion nicht mehr auf dem Schirm“, erklärt Doktorowski. Die AfD werde für den Neubau des Kreiskrankenhauses stimmen. Ebenso wolle man sich mit aller Kraft für eine Geburtenstation sowie eine Erhöhung der Anzahl von Intensivbetten einsetzen. „Dies muss in einem Neubaukonzept berücksichtigt werden“, sagt Holger Doktorowski für die AfD-Fraktion.

Die Gesundheitsversorgung müsse auch nach dem objektiven Bedarf und nicht ausschließlich nach Kosten-Nutzen-Aspekten erfolgen. Eine Geburtenstation gehöre für die Fraktion zur medizinischen Grundversorgung. „Aus Sicht der AfD ist es unzumutbar und familienfeindlich, dass werdende Mütter und Väter im Ernstfall und gegebenenfalls unter schwierigen Bedingungen (Schnee und Eis) mehrere Kilometer in andere Landkreise zurücklegen müssen, bevor sie adäquat medizinisch versorgt werden können“, so AfD-Kreissprecher Gerhard Bärsch. Eine Geburtenstation würde den Vogelsberg auch für junge Paare und Familien attraktiver machen und der Landflucht etwas entgegensetzen.

10 Gedanken zu “Vogelsberger AfD plädiert für Neubau des Kreiskrankenhauses

  1. Hallo Ordnungsruf, Sorgen Sie bitte mal dafür das Ihre großartige Partei, im Bundestag
    eins Anfrage macht, bezueglich
    der Sozialschmarotzer die mit 55 die Arbeit einstellen riesige Abfindungen kassieren, und dann mit sogenannten Krankheiten und Arbeitslosigkeit die Zeit bis zur Altersrente totschlagen, aber die Abfindungen fuer später parken
    Die Schädigen alle unseren
    Sozialstaat und die wirklich
    Bedürftigen. Die Beamten kann
    man auch mal zur Kasse bitten

  2. Die AfD ist grundsätzlich inakzeptabel. Aber irgendwie ist es schön anzuschauen, wie diese Partei so ein bisschen den Bundestag aufmischt. Hier und da kommen ein paar Dinge ans Tageslicht, was den anderen nicht schmeckt.

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  3. @DieterHamel- Es liegt mir fern, Sie als meinen Mitmenschen zu verunglimpfen.
    Siehe meine Replik auf Ihre Unzufriedenheit bezüglich Ihrer Ehefrau. welche mehr verdient hat, als sich mit einer Armutsrente abspeisen zu lassen.
    Falls Sie mich als einen “ abgehobenen Politiker “ einstufen, liegen Sie komplett falsch.
    Der Platz hier ist nicht geeignet, alle Argumente auszutauschen.
    Ich würde Sie und Ihre Frau auch zu mir zum Kaffee einladen, um alle Gründe für Unsere Unzufriedenheit auszutauschen.
    Freundlichst, Ihr Helge Fitz

  4. @DieterHamel- HIER bin ich ganz auf IHRER Seite !
    Brave BürgerInnen wie Ihre Frau ( ich übrigens auch ) haben jeden angebotenen Job angenommen !
    War dieser auch noch so 💩 ( MAU ) bezahlt. !
    Jahrelang haben WIR für Scheisslöhne gebuckelt und jetzt – wo Knie und Rücken komplett kaputt sind, sollen wir beim Sozialamt Kratzefuesschen machen, wenn wir über 63 J. sind.
    UND- Wir dürfen (!!!!) gesondert Untersuchungsleistungen wie eine Kniespiegelung selbst bezahlen, weil wir ja alle nur kleine Hypochonder sind !
    Fehlt nur noch, dass beim Facharzt gleich ein “ OSCAR “
    verliehen wird .🤮

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    1. @AGB – hier lässt sich sehr schön wahrnehmen, wie die AfD mit dem Thema “ Lebensqualität im Alter “ umzugehen plant.
      Alter Mensch ( kein Wirtschaftsfaktor ) ab in die “ Alte Bude „.
      Ansonsten planen sie im neuen Bundesprogramm ( liegt mir hier vor ), die Lebensarbeitszeit auf 70 J.
      zu erhöhen. Annehmbar in der Hoffnung, dass die meisten Alten dann keine “ Alte Bude “ mehr brauchen.
      Höchstens einen Borkenkaeferbefallenen Sarg

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      1. Jaja, die böse AfD. Hier mal ein Beispiel aus meinem persönlichen Umfeld zur sozial gerechten jetzigen Regelung der Einheitsparteien. Meine Frau hat am 01.08.1975 mit ihren Beitragszahlungen angefangen. Für die sogenannte „Rente mit 63“ muss sie aber aufgrund ihres Geburtsdatums 64 Jahre und 4 Monate alt sein um die Rente für „besonders langjährig Versicherte“ zu erhalten. Frühester Termin für die“ volle Rente ist dann der 01.04.2025. Sie hat dann fast 50 Jahre Beiträge gezahlt. Ich versuche ihr immer wieder klarzumachen, daß sie ja die ganze Zeit einen coolen Job gehabt hat als Krankenschwester auf einer Station für Inneres. Sie will mir einfach nicht glauben.
        Die Rentenvorschläge der AfD sind noch lange nicht ausgekocht, aber die jetzigen Regelungen der Altparteien sind asozial.
        In jedem anderen europäischen Land wäre sie schon längst mit voller Rente zuhause.

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      2. Ich bin der Ordnungsruf !
        Seit der ersten Zusammenkunft des Deutschen Bundestages hat KEINE Mitglieds-Partei des Bundestags mehr Ordnungsrufe erhalten als die „Alternative für Deutschland ?“ Betrachten wir die Zugehörigkeit seit Einzug ! Eine EINZIGE
        Schande für die deutsche Demokratie seit Ende des Dritten Reichs .
        Wollt Ihr den Betrieb des Vogelsberger Kreistags sukzessive blockieren ?
        Dann wählt ruhigen Gewissens die “ Alternative “ ?!

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      3. Hallo Ordnungsruf,
        eine Schande für die Demokratie sind Sie und Ihre Parteigenossen von der Einheitspartei, die keine anderen Meinungen gelten lassen ausser den eigenen. Mittlerweile ist diese Schicht schon soweit abgehoben, daß sie nicht mehr von Mitbürgern spricht sondern nur noch von „Menschen“ weil sich selbst für Übermenschen bzw. Halbgötter hält. Wenn die Pandemie abgeklungen ist gehen Sie doch einfach mal mit offenen Augen und Ohren durch die Städte, da finden Sie genug Material um nach Ordnung zu rufen. Weil Sie dort aber nicht anonym sind ziehen Sie es lieber vor hier unter einem Pseudonym rumzupöbeln und unbescholtene „Menschen“ zu verunglimpfen.

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