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Mischak: Familien aus Rhein-Main-Gebiet zeigen Interesse an VogelsbergDas Landleben neu entdeckt

VOGELSBERG (ol). Gerade in der Corona-Zeit zeige sich: Auf dem Land lässt es sich besser leben als in der Stadt – diese Erfahrung haben nicht nur die Vogelsberger gemacht, verstärkt zieht es in letzter Zeit auch Menschen aus den Metropolen aufs Land, berichtet Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak nicht ohne Stolz im Interview mit Anke Heinhaus vom hessischen Rundfunk.

In der Pressemitteilung des Vogelsbergkreises heißt es, gemeinsam mit Kameramann Philipp Grundmann geht sie im Vogelsberg der Frage nach, ob die Pandemie eine zusätzliche Chance bietet, die Dörfer wiederzubeleben, da vor allem Familien hier deutlich mehr Platz für weniger Geld bekommen.

„Wir haben die richtige Entscheidung getroffen“ – diesen Satz habe Mischak in jüngster Zeit schon häufiger gehört von Menschen, die aus der Stadt in den ländlichen Raum gezogen sind. Verstärkt zeigen Familien aus dem Rhein-Main-Gebiet Interesse am Vogelsbergkreis, teilweise kaufen sie sich hier denkmalgeschützte Häuser, berichtet er.

Während der Corona-Pandemie hätten viele die Vorteile des Landlebens neu entdeckt. „Man kann raus gehen in die Natur, man kann sich bewegen, das weiß man plötzlich richtig zu schätzen“, so der Erste Kreisbeigeordnete. „Die Pandemie ist eine große Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können. Man muss aber auch sagen: Es ergibt sich eine große Chance für den ländlichen Raum.“

Hier kann man den Beitrag sehen.

11 Gedanken zu “Das Landleben neu entdeckt

  1. Das sind dann die Leute, die unsere Bauern wegen Larmbelästigung anzeigen wenn abends noch auf dem Feld gearbeitet wird

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  2. In einem kleinen Ort am Nordrand des Kreises haben die die „Frankfurter Würstchen“ schon drei Häuser gekauft, Ferien – und Wochenenddomizil.

    Und wenn Ferien und Wochenende ist, dann fliegen sie ein und machen Party und aebeiten Tag und nacht und am Sonntag und betrachten das Dorf offensichtlich wie einen kollektiven Freizeitpark, in dem sie machen können, was sie wollen. Die örtlichen Gepflogenheiten interessieren erstmal nicht, Teilnahme am örtlichen Geschehen? Meist Fehlanzeige!

    Danke, diese Neubürger brauche ich nicht.
    Und in der Folge wird auch auf den zumindest in Autobahnnähe gelegenen Orten bezahlbarer Wohnraum für einheimische Bewohner oder junge Familien immer rarer.

    Mag das Rhein-Main-Gebiet, welches die Arbeitskräfte vom Land, das Wasser aus dem Vogelsberg und ja sogar aus dem Dannenröder Forst so gerne hat, seine „Auswanderer“ gerne behalten. So was suche ich hier mit der Sturmlaterne. Vielen Dank!

    Und auf diese „Neuankömmlinge“ ist der Herr Mischak stolz drauf. Na, wenn das alles ist….

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  3. Es ist auch immer ganz nett anzusehen wenn die Menschen die es auf’s Land zieht, versuchen uns, der Landbevölkerung, etwas Kultur beizubringen…🙈

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  4. Mit den Städter kommen aber auch andere Ansichten in den Vogelsberg. Da könnte es passieren das Herr Mischak seinen Posten schneller los ist als ihm lieb ist und die alten Männer die schon Jahrzehnte auf Stadtverordneten Posten sitzen wackeln dann eventuell auch….ob das so gewünscht ist an einem Ort wo sich nix verändert?

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  5. Ach, da gab es aber noch mehr Gedanken! Doch werden die eben nicht veröffentlicht. Volkes Stimme, aber mit dem erwünschten „Dreh“ versehen von den OL-Spindoktoren.
    Die Ober-Vogelsberger im Landratsamt locken die Zuzügler aus Rhein-Main mit großem PR-Geschrei an. „Das Volk“ vergrault sie dann wieder, weil „die sich aufführen als wären sie hier die Könige.“ Zum Auspendeln und Geldverdienen sind sie dann aber gut genug. Und ohne die Einpendler aus den gering entlohnten Sozialberufen wäre so manches Altenheim und so mancher ambulante Pflegedienst schon nicht mehr am Markt.
    Sich ein denkmalgeschütztes Haus in irgend einem Dorf kaufen ist das eine. Sich in die Gemeinschaft der Einheimischen hinein finden das andere. Alte Erfahrung in nahezu allen Tourismusregionen: Die Fremden sind als zahlende Gäste willkommen. Aber wenn die dann nicht mehr abreisen, wird gestichelt, gepöbelt und zum 1. Mai die Mülltonne versteckt.
    Der Tourismus ist – trotz aller Schönfärberei von interessierter Seite – nach zehnjährigem Aufwind wieder rückläufig (siehe https://www.hessenmagazin.de/der-vogelsberg-ist-kult/5303-der-vogelsberg-schrumpft-wieder). Zitat:
    „Die Attraktivität des Vogelsberges ist durch die Tatsache, dass dort ein paar steinige Trümmerfelder eines ehemaligen Vulkans zu finden sind, nicht erhöht worden. Und obwohl der Inlandstourismus allgemein weiter zulegt, stagniert der regionale im Vogelsberg – trotz aller Bemühungen und der inzwischen sehr freundlichen Berichterstattung des Hessenfernsehens! Da macht man wohl etwas Grundsätzliches falsch..?!?“ Dazu passt auch die Nachricht von der Abwanderung des Geschäftsführers der Region Vogelsberg Touristik in Schotten, Roger Merk, der seine Tätigkeit in der Vulkanregion spätestens zum 30. April 2021 beenden wird (OL berichtete).
    Und vielleicht gibt es ja im Vogelsberg inzwischen einfach zu viele Windkraftanlagen und zu wenig Wasser. Da bleibt der geneigte Gast doch lieber in Bad Vilbel. Und bestenfalls die Offebäscher Frischluftschnöpper glauben, sich durch den Umzug in den Vogelsberg noch irgendwie verbessern zu können.
    In diesem Zusammenhang darf an die erste Fremdbesatzung durch auswärtige Intellektuelle erinnert werden. Zahlreiche Städter kauften sich damals (so in den 1970ern und 1980ern) Vogelsberger Bauernhäuser. Manche starteten sogar zum Hohne der Einheimischen dilettantische „Landwirtschaften“, oft nur zur Tarnung des Marihuana-Anbaus. Doch auch diese Einwanderungswelle haben die Ureinwohner an sich abperlen lassen. Spätestens wenn die Kinder groß sind, werden die Neubürger mit den denkmalgeschützten Häusern wohl auch wieder verschwinden. Vielleicht in Vogelsberger Altenheime.

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    1. Die Attraktivität der Region als Zuzugsgebiet stellt sich aus unterschiedlichen Perspektiven durchaus gegensätzlich dar. Zur Dokumentation darf auf keinen Fall der Artikel aus der Alsfelder Allgemeinen vom 17.03.2013 über eine Tagung der Evangelischen Kirche in Burg-Gemünden fehlen. Titel: „Kluge gehen – Arme kommen“.
      Hier wird offenbar, was im Kreishaus gern vernebelt wird: Die besser Qualifizierten wandern ab, dafür kommen die Armen, die anderswo ihre Miete nicht mehr zahlen können. Und dann gab es natürlich die eine oder andere Zuzugswelle, mit denen sich kaum ein Politiker brüstet, mit denen „das Volk“ aber auch nicht sonderlich glücklich war und ist: Die Russlanddeutschen und Ossis in den 1990er Jahren, die überwiegend syrischen Migranten ab 2015, usw., usw. Die Rechtschreibkünste so manches Kommentators bei OL künden davon.

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  6. Liebe vogelsberger, passt nur auf wen ihr damit anlockt. Die Frischluft Fanatiker die sich über den typischen landgeruch sprich Gülle beschweren.. Diese Leute möchten ihre Ruhe.. wir haben hier genug last mit offebächerfrischluftschnöpper die sich aufführen als wären sie hier die Könige.. echt asozial..gruss aus der Rhön

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  7. Auf einmal,im Rhein Main Gebiet wird doch immer so schlecht über den Vogelsberg gedacht. „In der Not frisst der Teufel Fliegen.“

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  8. Dann könnten wir ja auch aufhören Wasser aus dem Vogelsbergkreis ins Rhein-Main-Gebiet zu pumpen. Und die Leute aus der Stadt könnten aufhören uns als Hinterwäldler zu bezeichnen.

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    1. Liegt leider auf sehr unterschiedlichen Ebenen und geht daher an der Lebensrealität deutlich vorbei. Die Wasserlieferungen aus dem Vogelsberg beruhen auf Verträgen über Liefermengen, die die Ovag mit dem Unternehmen Hessenwasser abgeschlossen hat.
      Diese Verträge sind zwar in höchstem Maße fragwürdig, weil darin enorme Liefermengen völlig unabhängig von den Niederschlagsmengen bzw. den Bedingungen für die Grundwasserneubildung vereinbart wurden. Doch diese Verträge sind nach wie vor gültig. Eine gute Meinung der Bevölkerung urbaner Ballungsgebiete über die Bewohner ländlicher Regionen lässt sich dagegen vertraglich nicht sicher stellen. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn z.B. ein Frankfurter bei jedem Toilettenspülgang mit gutem Vogelsberger Trinkwasser einen Trinkspruch ausbringen müsste, der zwingend die Wertschätzung für dessen Herkunftsregion und deren Urbevölkerung zu beinhalten hätte. Vielleicht sollte die Schutzgemeinschaft Vogelsberg eine entsprechende App vorbereiten lassen.

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