
Online-Vortrag des Rosa-Luxemburg-Club Vogelsberg am 6. November um 19.30 UhrWie geht es weiter nach der US-Präsidentschaftswahl?
VOGELSBERG (ol). Der US-amerikanische Präsidentschaftswahlkampf geht in die entscheidende letzte Phase. Am 3. November wird gewählt, traditionell immer an einem Dienstag. Der Rosa-Luxemburg-Club Vogelsberg will erörtern, wie es in den USA politisch weitergeht und hat dazu einen profunden Kenner der US-amerikanischen Politik eingeladen. Der Online-Vortrag mit Prof. Dr. Sebastian Berg von der Ruhr-Universität Bochum findet am Freitag, 6. November, 19.30 Uhr, statt.
„Wie geht es weiter nach der US-Präsidentschaftswahl? Eine erste Analyse“ darum geht es in dem Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Berg. „Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland und wohl auch in den USA wünscht sich einen anderen Präsidenten. Ob es dazu kommt, ist aber keineswegs ausgemacht – gut möglich, dass wir Trump noch weitere vier Jahre ertragen müssen“, heißt es in der Einladung des Clubs.
Doch auch bei einem Wahlsieg des Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, wäre es unklar, wohin die Reise geht. Ein deutlicher Schritt nach links, wie er unter Bernie Sanders möglich schien, wird laut Pressemitteilung wohl nicht erfolgen. „Wir werden mit Sebastian Berg die Ergebnisse der Wahl analysieren, versuchen, die Politik der nächsten Jahre vorzuzeichnen und die aktuelle Situation der US-Linken beleuchten und schauen, welche Konsequenzen das Wahlergebnis für sie haben wird“.
Die Zugangsdaten für Ihre Anmeldung zur Veranstaltung erhalten Sie mit der Einladung über den E-Mail-Verteiler oder schreiben Sie dem Club an: Info@rlc-vogelsberg.de
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Politik ist die Kunst des Möglichen, sagt man. Oder des unmöglichen Benehmens, wenn man sich die vierjährige Pöbel-Herrschaft des Donald J. Trump ansieht. Und so fragt man sich nicht nur: „Wie ist sowas möglich?“, sondern versucht möglichst eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie es weiter geht, wenn es so weiter geht. Oder welche Alternativen sich ggf. bieten. Orangenhaar vs. Orangenhaut.
Sehr weit vom Schuss zerbricht sich der Rosa-Luxemburg-Club nun also online fremde Köpfe: „Wir werden mit Sebastian Berg die Ergebnisse der Wahl analysieren, versuchen, die Politik der nächsten Jahre vorzuzeichnen und die aktuelle Situation der US-Linken beleuchten und schauen, welche Konsequenzen das Wahlergebnis für sie haben wird.“ Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten. Und umgekehrt. Aber auch unnötig. Denn auf allen Medien-Kanälen sind Berge von Prophezeihungen abzurufen, die sämtliche Varianten des „Was soll man sagen, was kann man machen?“ durchexerzieren, aber zugleich die Gefahr in sich bergen, dass unsichere Prognosen aus unzutreffenden Prämissen entwickelt werden. Pustekuchen für die Freunde der Pusteblume.