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Riese kritisiert "fragwürdige Attacke" bei der Homberger Grünen-Stadträtin an den Pranger gestellt werdeA49: Linke wirft CDU „dünnhäutige Polemik“ vor

VOGELSBERG (ol). An den Protesten gegen die A49 wird sich eine Gruppe Umweltaktivisten beteiligen, die als linksextremistisch beeinflusst gilt. Die Vogelsberger CDU griff deshalb die Homberger Grüne Barbara Schlemmer an, die sich ebenfalls gegen die A49 stark macht. Zwar hatte sich Schlemmer bereits gewehrt, jetzt erfährt sie Unterstützung von den Vogelsberger Linken, die der CDU eine „dünnhäutige Polemik“ vorwirft.

In einer Pressemitteilung kritisierte die Vogelsberger CDU am Dienstag, dass durch die Gründung des Aktionsbündnisses „Autokorrektur“ nun Menschen aus der „berufsmäßigen Besetzerszene“ in den Vogelsberg eingeladen würden, Das, so die Christdemokraten, sei bitter und insbesondere die Rolle der vereidigten ehrenamtlichen Homberger Grünen-Stadträtin Barbara Schlemmer stieß in dieser Pressemitteilung auf Kritik. Schlemmer selbst wehrte sich bereits gestern, erfährt allerdings nun Unterstützung durch die Vogelsberger Linken.

Die hiesige CDU werde „ausgesprochen dünnhäutig, weil sie als Befürworterin der Autobahn und der Waldrodungen bundesweit in Verruf geraten könnte“, antwortet Michael Riese von der Kreistagsfraktion der Vogelsberger Linken auf die Pressemitteilung der CDU.

In ihrer Not versuche sich die Vogelsberger CDU in eine „Polemik gegen die Gruppierung Ende Gelände zu flüchten“. Die Christdemokraten hatten die Gruppe, die vor allem durch den Protest gegen den Braunkohletagebau, als linksextremistisch und gewaltbereit erklärt, von der man sich distanzieren müsse, schreibt Riese weiter. Besonders fragwürdig würde die Attacke der Kreis-CDU, wenn sie dabei eine Aktivistin des Aktionsbündnisses gegen die A49, die auch Grüne Stadträtin sei, herauspickt und an den Pranger stelle, so Riese.

„Die Versuche, den Spaltpilz in die Grünen im Vogelsberg zu tragen und gleichzeitig den Protest gegen die A49 zu delegitimieren sei offensichtlich“, heißt es weiter. Angesichts vieles Hasskommentare im Internet – speziell gegen die Homberger Stadträtin – werde deutlich, wie fragwürdig und auch gefährlich solche persönlichen Polemiken werden können.

5 Gedanken zu “A49: Linke wirft CDU „dünnhäutige Polemik“ vor

  1. Leider macht es offensichtlich einen Unterschied, mit welcher Form von Extremismus ich paktiere.

    Umgang mit Rechtsextremen: Gesellschaftliche Ächtung – Ende der politischen Karriere!
    Umgang mit Linksextremen: Großflächige Billigung – Keine oder kaum Auswirkungen auf die politischen Karriere!

    Für mich macht beides KEINEN Unterschied!
    Geklüngel mit Extremisten gleich welcher Gesinnung kann niemals mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung vereinbar sein!
    Erst recht nicht als Mandatsträger!

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    1. @Geisterstunde

      Bevorzugen Sie Rechtsextreme?
      Warum überhaupt sprechen Sie von Extremismus? Wie wäre es zur Abwechslung einmal mit weniger Überspitzungen? Sie haben keinerlei Interesse an einem sachlichen Austausch. Sie erheben sich moralisch über andere Menschen. Warum???

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    2. Bitte ankreuzen:
      a) Umgang mit Linksextremen: Gesellschaftliche Ächtung – Ende der politischen Karriere!
      b) Umgang mit Rechtsextremen: Großflächige Billigung – Keine oder kaum Auswirkungen auf die politischen Karriere!
      c) Geklüngel mit Extremisten gleich welcher Gesinnung: Gesellschaftliche Ächtung – Ende der politischen Karriere!
      d) Geklüngel mit Extremisten als Mandatsträger: Gesellschaftliche Ächtung – Ende der politischen Karriere!
      e) Kein Geklüngel mit Extremisten als Mandatsträger: Keine oder kaum Auswirkungen auf die politischen Karriere!
      f) Kein Mandatsträger: Kein Unterschied, mit welcher Form von Extremismus ich paktiere.
      g) Sonstige

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  2. Wenn die CDU Angst bekommt wird sie gemein,und zieht die Linke Keule das hat schon Adenauer so gemacht.

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