
Fürsorge in Zeiten von CoronaHaus der katholischen Kirche stellt „Gabenzaun“ auf
ALSFELD (ol). Die Auswirkungen des Coronavirus stellen seit Wochen das alltägliche Leben auf den Kopf. Der soziale Kontakt und die alltäglichen Besorgungen sind nur unter besonderen Auflagen erlaubt. Und auch die Beratungsangebote sind aufgrund von Corona nur in eingeschränkter Form möglich. Um für die Menschen auch in Zeiten von Corona als Kirche Fürsorge zu leisten, haben die Mitarbeiter des „Haus der katholischen Kirche im Vogelsberg“ in Alsfeld einen „Gabenzaun“ ins Leben gerufen. Auf beiden Seiten der katholischen Kirche, steht an der Straße ab sofort ein Bauzaun, der mit allerlei „Gaben“ bestückt werden soll.
In der Pressemitteilung heißt es, alle Menschen, die sich über eine kleine, hilfreiche Aufmerksamkeit freuen, dürfen sich am Zaun bedienen. „Es ist uns ein Anliegen, die bedürftigen Menschen gerade jetzt weiterhin im Blick zu haben und ihnen als Kirche eine Unterstützung zu bieten“, sagt Pfarrer Zbigniew Wojcik. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Dekanatsreferentin Hedwig Kluth, Bereichsleiterin des Caritaszentrums Renate Loth und Dekanatsjugendreferentin Kathrin Landwehr hat er die Idee entwickelt.
Der Gabenzaun sei nicht als Konkurrenz zu örtlichen sozialen Versorgungsangeboten zu verstehen, betonen die Initiatoren, sondern habe einen eigenen Schwerpunkt. Grundsätzlich seien alle Menschen, die gerade einer kleinen Aufmerksamkeit bedürfen oder sich nach einer kleinen Aufmunterung sehnen, an den Gabenzaun eingeladen. Es gehe darum, den Blick füreinander wach zu halten und Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, „mit kleinen Dingen, die das Leben schöner machen und anderen eine Freude bereiten“ ergänzt Hedwig Kluth.
Folgende Gegenstände können ab sofort am Zaun aufgehängt werden: Kleine Gaben wie beispielsweise Selbstgebasteltes, Spruchkarten – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt-, Spiele für Kinder wie Malblöcke, Stifte, Kreide, Bälle, keine Gesellschaftsspiele, Hygieneartikel (z.B. Duschgel, Sonnencreme, Shampoo, Seife) und haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Konserven, Müsli, Tütensuppen, Kaffee oder Tee.
Damit das Projekt „Gabenzaun“ auch funktioniert und möglichst viele Menschen davon profitieren können, solle sich jeder nur das nehmen, was er selbst dringend braucht bzw. was einem gerade besonders Freude bereitet, betont Renate Loth. Ziel der Initiatoren sei es, den Zaun regelmäßig neu zu bestücken.
Zudem sollen noch weitere Menschen mit ins Boot geholt werden, erläutert Kathrin Landwehr. Wer für den Zaun etwas beisteuern möchte, sei herzlich eingeladen seine Gaben jederzeit an den Zaun zu hängen. Generell gilt: Die Gebrauchsgegenstände müssen in einwandfreiem Zustand und gut benutzbar sein. Die Lebensmittel müssen haltbar sein und ein gültiges Mindesthaltbarkeitsdatum haben, original verpackt und ungeöffnet sein. Um sie vor Regen zu schützen, sollten alle Gegenstände in durchsichtige Tüten gepackt und eventuell beschriftet werden, damit der Inhalt deutlich wird.
Wer selbst keine eigenen Aufmerksamkeiten für den Zaun zur Verfügung hat, aber die Aktion unterstützen möchte, könne dies mit einer Spende tun, so das Organisationsteam (Kontoverbindung der Pfarrei St. Christophorus Alsfeld, Bankinstitut: Sparkasse Oberhessen, IBAN: DE 64 5185 0079 0305 0427 73, Verwendungszweck: Gabenzaun). Die Projektverantwortlichen kaufen dann stellvertretend von diesem Geld „Gaben“ für den Zaun ein. Ein besonderer Dank gelte der Stadt und dem Baubetriebshof Alsfeld für die Bauzäune.
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Naiv sehr naiv einige wenige greifen alles ab.
Tolle Aktion 👍🏽