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Der Höhepunkt der Partie: Der erste Drei-Punkt-Feldkorb im Alsfelder DamenbasketballEine erste Halbzeit zum Vergessen

ALSFELD (ol). Mit elf Spielerinnen reisten die Basketballerinnen des TV Alsfeld nach Butzbach – voller Hoffnung, denn die Gastgeberinnen traten nur mit sieben Spielerinnen auf den Platz. Doch daraus sollte nichts werden, wie die erste Halbzeit zeigte. Der Höhepunkt der Partie: Der erste Drei-Punkt-Feldkorb im Alsfelder Damenbasketball.

Reagierte Coach Thorsten Koch noch zunächst lautstark verärgert auf die Darbietung seines Teams, so änderte sich dieses Verhalten im Laufe der ersten 20 Minuten in Kopfschütteln und Resignation. Alles, was er seinen Spielerinnen mit auf den Weg gab, führte entweder nicht zum Erfolg oder wurde nicht umgesetzt. Weiter heißt es in dem Spielbericht des Vereins, Ziel war es, auch aufgrund der personellen Situation, Butzbach durch eine offensive und aggressive Verteidigung unter Druck zu setzen und Ballgewinne zu erzielen.

Ein Mittel, um vor allem die enge Zonenverteidigung zu knacken. Doch solch eine Verteidigung funktioniert nur im Kollektiv, das heißt, drei Spielerinnen setzen den Aufbau unter Druck, die beiden anderen machen die Zone dicht. Da immer wieder Lücken unter dem Korb auftraten, stellte der TVA auf eine 2-3-Zone um. Auch das half nicht. Und dass ein Rebound keine Frage der Größe, sondern des Willens ist, zeigte Butzbach eindrucksvoll.

Gastgeberinnen zogen zur Pause entscheidend davon

Nach sieben Minuten hieß es bereits 14:2, zur Viertelpause sogar 21:8. Dass Alsfeld an guten Tagen einen solchen Rückstand aufholen kann, habe das Team schon bewiesen. Zwar war das das Ziel für das zweite Viertel, doch daraus sollte nichts werden. Offensiv lief nun gar nichts mehr zusammen. Butzbach bewegte sich in der Zone nur so viel wie nötig. Aber das reichte, um die Alsfelder Würfe zu verhindern. Diese wurden auch immer wieder unvorbereitet genommen. Es fehlte jede Bewegung im Angriff, die vereinbarte Rotation blieb aus und machte das Ziehen zum Korb fast unmöglich. So zogen die Gastgeberinnen bis zur Pause entscheidend davon.

In der zweiten Hälfte präsentierte sich ein völlig verändertes Alsfelder Team. Endlich funktionierte die Defense und in der Offensive lief der Ball deutlich besser. Alleine die Chancenverwertung verhinderte eine Aufholjagd und das Ziel, den Rückstand unter 20 Punkte zu drücken. Zumindest konnte man aber mit einem guten Gefühl die Heimreise antreten, zumal das letzte Viertel sogar gewonnen wurde. Höhepunkt der Partie war der erste Drei-Punkte-Feldkorb im Alsfelder Damenbasketball. Anke Fietzke erzielte ihn zwei Minuten vor dem Ende in ihrer eigenen, zur Perfektion gereiften Technik – dem beidhändigen Unterhandwurf.