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Weihnachtsmarkt in Alsfeld offiziell eröffnet - Vorweihnachtsspaß bis zum 15. DezemberWeihnachtsmarkt mit Nikolaus, Rentieren und allerhand Geschenken

ALSFELD (ls). Ein Wort was den weihnachtlichen Auftakt zum Alsfelder Weihnachtsmarkt wohl am besten beschreibt: proppenvoll! Das hatte einen guten Grund: Da gab es funkelnde Lichter, einen riesengroßen Weihnachtsbaum, den Nikolaus im Schlitten, echte Rentiere und allerhand Geschenke. Die Alsfelder Kinder jedenfalls, ließen sich nicht lange bitten und strömten zur Weihnachtsmarkteröffnung – dieses Mal im Klostergarten, der aus allen Nähten platzte. Ein Rückblick mit Video.

Richtige Kälte und vielleicht ein Hauch von Schnee, das ist es, was ein richtiger Weihnachtsmarkt braucht. Winterwetter, bei dem sich die Besucher in die dicken Jacken kuscheln und beim dampfenden Heißgetränk in kalten Fingern das Glücksgefühl warm leuchtenden Weihnachtsfriedens empfinden.

Nun, das hatte man zu Eröffnung des Alsfelder Weihnachtsmarkts nicht. Statt dem dampfenden Heißgetränken hielt man bunte Schirme in die Luft, um sich gegen den hartnäckigen Nieselregen zu wappnen. Und trotzdem dürfte es den Alsfelder warm ums Herz geworden sein – spätestens als der Nikolaus auf Schlitten samt Rentieren und Geschenken im Klostergarten einzog und die Kinderaugen glänzen ließ.

Ein anderes Bild: Der Weihnachtsbaum nicht in der Mitte vom Alsfelder Marktplatz, sondern im Klostergarten. Alle Fotos: ls

Es war ein ganz anderes Ambiente, in dem sich die Eröffnung gestaltete, ein anderes Gewand in das sich der Weihnachtsmarkt kleidete. Keine Frage: Da standen die Weihnachtlichen Buden, es duftete nach Glühwein und Bratwurst, Weihnachtslieder klangen leise durch die Luft und auch blinkten an allen Ecken bunte Lichter. Ein ungewohntes, aber trotzdem stimmiges Bild und wahrlich nicht schlechter. Ein ganz neuer Weihnachtsmarkt eben.

In diesem Jahr nämlich findet der Weihnachtsmarkt nicht auf dem Marktplatz in der Atmosphäre der historischen Altstadt statt, sondern wegen den Bauarbeiten im Klostergarten. Den großen, einladenden Weihnachtsbaum musste man trotzdem nicht missen. Der blinkte am Freitag bereits seit 11 Uhr, doch der große Besucheransturm ließ dann doch noch bis in die Abendstunden auf sich warten.

Riesengroßer Ansturm auf dem Weihnachtsmarkt – am Ende platzte der Klostergarten fast aus allen Nähten.

Das hatte einen guten Grund, denn pünktlich zur Eröffnung erwarteten die Alsfelder hohen Besuch: Den Nikolaus, der samt seinen Rentieren höchstpersönlich die Geschenke verteilte. Zunächst aber war es Bürgermeister Stephan Paule – vorweihnachtlich gekleidet mit Weihnachtsmütze – der die großen und kleinen Besucher begrüßte, während es im Klostergarten immer voller wurde.

„Das Geheimnis von Weihnachten besteht darin, dass wir auf der Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden“, sagte der Bürgermeister zur Eröffnung. „An Weihnachten geht es nicht um größer oder schneller, es geht um das Besinnen auf das Wesentliche“. Das wolle man mit dem Ambiente am Klostergarten nochmal unterstützen. Entschleunigung und gemütliche Stunden wolle man schaffen.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule bei seiner Eröffnungsrede.

Ein bisschen Marktplatz hatte die Stadt trotzdem mitgebracht, in Form einer großen Feuerschale, in der erstmalig das Weihnachtsfeuer entzündet wurde als Ersatz für das traditionelle Anschalten der Lichter auf dem Marktplatz. „Wir nutzen die Gelegenheit und spielen ein bisschen mit Feuer, was wir am Marktplatz nicht können und bringen ihn dadurch mit in den Klostergarten“, erklärte Wirtschaftsförderer Uwe Eifert während das Feuer bereits loderte und die ersten Kinder ungeduldig gen Himmel blickten. Um die Wartezeit dann doch noch etwas zu verkürzen, stimmte Paule Weihnachtslieder, bahnte sich den Weg durch die Menschenschar und machte eine Landebahn für den Nikolaus uns seinen Schlitten frei.

Davon war als der Nikolaus im leuchtenden, vollbeladenen Schlitten eintraf nicht mehr allzu viel zu sehen: Kinde rund Erwachsene drängten um den Schlitten – und das nicht nur wegen der bunten Geschenke. Nein, die Rentiere dürften das Highlight zur Weihnachtsmarkt-Eröffnung gewesen sein. Sie wurden bestaunt, gestreichelt und fotografiert, sodass sogar die Geschenke in den Hintergrund rückten.

Die Stars der Eröffnung: die beiden Rentiere am Schlitten des Nikolauses.

Während der Rathauschef mit seinen Helfern kurzerhand die Verteilung auf der Bühne übernahm, wurde abseits des Trubels auf dem Nikolaus-Schlitten fleißig fotografiert. Alles in allem: Ein durchaus gelungener Auftakt, der Freude auf die Vorweihnachtszeit in Alsfeld macht und für die nächsten neun Tage einiges verspricht.

Viele weitere Eindrücke der Weihnachtsmarkt-Eröffnung in Alsfeld

Und da wartet noch so einiges an Programm auf die Besucher – so wie einen großen Kinder- und Familientag. Das ganze Programm im Überblick gibt es hier noch einmal zu sehen.

4 Gedanken zu “Weihnachtsmarkt mit Nikolaus, Rentieren und allerhand Geschenken

  1. Der absolute supergau war das.
    Kein Vergleich zu den Jahren zuvor im Märchenhaus.
    Bei so vielen abgegeben Geschenken, hätte doch vorher klar sein müssen, das hier etwas organisiert werden muss.
    So viele unachtsame Menschen, einfach schlimm.

    1. Immerhin ein erfreulicher Ansturm auf den Alsfelder Weihnachtsmarkt. Aber schnell entsteht bei solchen Volksaufläufen ein Gedränge, in dem sich niemand mehr wohl fühlt. Das Loveparade-Unglück von 2010 mit seinen vielen Toten und Verletzten (https://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3%BCck_bei_der_Loveparade_2010) sollte jeden Veranstalter dazu veranlassen, die Örtlichkeiten nach Eignung auszusuchen und zu präparieren. Überfüllte Lokalitäten können schnell zum Risiko werden, denn eine Massenpanik ist schnell ausgelöst. Menschen reagieren häufig sehr unbedacht. Alle wollen gleichzeitig die Attraktion am anderen Ufer sehen und alles stürzt
      Und spezielle Aktionen wie eine Geschenke-Verteilung erfordern natürlich eine gute organisatorische Vorbereitung. Der Nikolaus schafft das doch auch jedes Jahr. Gar nicht zu reden von Weihnachtsmann und Christkind.

      1. Pardon, da war ein Satz noch nicht fertig:
        „Menschen reagieren häufig sehr unbedacht. Alle wollen gleichzeitig die Attraktion am anderen Ufer sehen und alles stürzt gleichzeitig auf eine Seite des Schiffes, das natürlich kentert.

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