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Polizeistation in Alsfeld ermitteltHat der Genuss von Alkohol für zwei Feuerwehr-Einsätze gesorgt?

ALSFELD (pw). Ob in der Nacht zum Sonntag möglicherweise der Genuss von Alkohol für zwei Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld gesorgt hat, wird derzeit von der Polizeistation in Alsfeld ermittelt.

Der erste Alarm für die ehrenamtlichen Brandschützer ertönte am späten Samstagabend, nachdem die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses der Freiligrathstraße einen Gasgeruch an ihrer Heizung wahrgenommen hatte. Ein kompletter Löschzug, ein Rettungsteam, eine Polizeistreife sowie ein Einsatzfahrzeug des örtlichen Gasversorgers rückten zu dem vermeintlichen Gasaustritt an. Vor Ort verliefen mit Ausnahme einer Atemalkoholmessung jedoch alle Gasmessungen negativ. „Es gab keinen Gasaustritt“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr Carsten Schmidt.

Der Einsatzleiter und die übrigen Rettungskräfte wurden wenige Stunden später erneut aus dem Schlaf gerissen, nachdem der zentralen Leitstelle des Vogelsbergkreises ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 49 zwischen Alsfeld und Romrod gemeldet wurde. „Das Alarmstichwort ließ nichts Gutes erahnen, es wurde ein eingeklemmtes Unfallopfer gemeldet“, schilderte der Einsatzleiter zum Alarm gegen 5.30 Uhr in der Früh.

Ein Rüstzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld mit mehr als 20 Feuerwehrleuten und der Rettungsdienst des Vogelsbergkreises rückte mit den Besatzungen eines Notarzteinsatzfahrzeugs sowie eines Rettungswagens zur Hilfe aus. Die Rettungskräfte fanden auf der Bundestraße 49 jedoch keinen schweren Unfall vor, allerdings ein leicht demoliertes Fahrzeug auf der Kreisstraße zwischen Liederbach und der Pfefferhöhe.

Der 29-jährige Fahrer aus Lauterbach saß nicht ansprechbar am Steuer. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut Polizeiangaben wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt, da der Verdacht der Trunkenheit am Steuer besteht. Wie ein Polizeisprecher sagte, liegt dazu jedoch noch kein Ergebnis vor.