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Ein massives Umdenken müsse erfolgen - "realitätsferne" der KreispolitikerDie Grünen sehen KIimanotstand im Vogelsbergkreis

VOGELSBERGKREIS (ol). Die Kreistagskoalition aus CDU und SPD hat nach Ansicht der Kreistagsfraktion der Grünen noch nicht verstanden, dass durch die Klimaveränderungen deutliche Probleme auf unseren Kreis zukommen werden.
Das zeige unter anderem, dass ein entsprechender Antrag der Grünen mit der Begründung abgewiesen wurde, dass der Kreis schon so vieles mache und dabei auf das Bergmähwiesenprogramm und ähnliches verwiesen wurde.

In der Pressemitteilung der Kreistagsfraktion der Grünen heißt es, das Programm ist ohne Zweifel sinnvoll, geht aber nach Meinung der Grünen am Thema vorbei. Es würde nicht die Probleme zunehmender Trockenheit wie Trinkwassermangel, das Trockenfallen der Flüsse und dadurch ausgelöste Folgeschäden, massive Schädigungen und Absterben der Wälder durch Trockenheit und Insektenbefall, das Absterben der Fichte, die dramatische Bedrohung der Artenvielfalt lösen.

Auch der drohenden Trinkwasserbelastung durch die intensive Landwirtschaft, sowie der Zerstörung von fruchtbarem Boden durch Gewerbegebiete und Autobahnen wird laut der Kreistagsfraktion nicht entgegengewirkt. Dazu würden Belastungen durch zu hohe Lieferungmengen von Wasser an das ebenfalls von Trockenheit und Dürre betroffene Frankfurt kommen.

Es werde deutlich, dass ein massives Umdenken erfolgen muss, wie auch von „Fridays for Future“ gefordert. Es solle hiermit ein deutliches Zeichen gesetzt werden nach dem Motto der Bewegung:  „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Deshalb werden Kreisausschuss, Kreisverwaltung und Landrat dazu aufgefordert, diese Forderung aufzugreifen und zur höchsten Priorität zu machen – „Chefsache“, heißt es in der Pressemitteilung.

Sämtliche Entscheidungen hinsichtlich Artenschutz und Klima prüfen

Im Einzelnen wurde gefordert, das der Kreisausschuss und die Verwaltung Notmaßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt und für das Erreichen der Klimaziele ergreife. Hierzu sehen die Grünen es als notwendig an, sämtliche Entscheidungen in den Kreis-Gremien auf Ihre Auswirkungen auf Artenschutz und Klima zu prüfen. Sollte es im Falle negativer Auswirkungen keine alternative Lösung geben, wäre dies entsprechend zu begründen und den Kreistagsgremien halbjährlich vorzulegen.

Ein entsprechendes Maßnahmenpaket zum Schutz der Artenvielfalt und zum Erreichen der Klimaziele in Form eines Fünf-Jahresplans sollte vorgelegt werden und ein runder Tisch analog dem Unternehmerdialog bei dem Landwirte, Naturschutz und Forstwirtschaft, Unternehmer und Politiker aller demokratischen Parteien regelmäßig zu einem Dialogforum eingeladen und in dem eine umweltschonende Bewirtschaftung diskutiert und Empfehlungen formuliert werden. 

Sprecher Udo Ornik forderte auch, dass die Sparkasse Oberhessen, die sich „beharrlich weigert“, Gewinne an den Kreis auszuschütten, aufgefordert wird, Maßnahmen zum Arten- und Klimaschutz durch Aufstockung des Stiftungskapitals oder durch entsprechende zweckgebundene Ausschüttungen an den Kreis zu unterstützen.

Dass nun der Kreis lediglich über seine über Fördergeld finanzierten landwirtschaftlichen Projekte informieren will, zeige die „realitätsferne“ der Kreispolitiker der Koalition, denen sich auch Teile der FW und die FDP angeschlossen haben.

6 Gedanken zu “Die Grünen sehen KIimanotstand im Vogelsbergkreis

  1. Grundwasserabsenkung im Vogelsberg – sofort stoppen!
    Um der Versteppung vor zu beugen wäre das notwendig oder wenigstens die Wasserentnahme zu halbieren. Beobachten Sie wie viele vertocknete, braune Nadelbäume in den Vogelsberger Wäldern stehen. Selbst die Buchen werfen große Äste aus den Baumkronen ab und gefährden damit die Sicherheit der Waldbesucher. (mit einem Auge immer die Baumkronen im Blick halten)
    Das Wasser wird günstig in den Rhein-Main Raum abgepumt, wir müssen mit den Schäden selber klar kommen. Das neue Baugebiet in Frankfurt wird diesen Wasserbedarf nochmals wesentlich erhöhen.
    Leider ist bis jetzt keine Stellungnahme der Polit-Mischpoke dazu gekommen. Deren höchstes Ziel scheint es in den Landtag zu kommen, um mit 7.461€ monatlich den weltlichen Problemen zu entfliehen.?

  2. Ja,man muss etwas tun für die Umwelt! Aber die Wissenschaftler sind sich ja selber nicht einig was den Klimawandel betrifft. Ich für meinen Teil, glaube denen die sagen dass der Klimawandel ganz natürlich ist. Unsere Erde hat das schon mehrfach erlebt. Zum Teil ist es auch uns Menschen zu verdanken. Wenn wir alles Abschalten was CO2 erzeugt, dann könnten wir diesen Prozess vielleicht etwas verlangsamen, aber aufhalten können wir das nicht. Wir müssen uns halt irgendwie mit der Situation abfinden und Lösungen entwickeln wie wir sparsamer mit Wasser und anderen Resourcen umgehen. Auch Meerwasser entsaltzungs Anlagen und Pipilines für den Transport von Wasser ins Landesinnere sollten nicht ausgeschlossen werden. Das ist meine Meinung!

  3. Den Grünen kommt zugute, daß gerade allgemein ein Generationenwechsel stattfindet. Die Älteren, die in den 70er Jahren noch erlebt haben, wie Autos am Bach in den Vogelsberger Dörfern gewaschen wurden, wie es gar keine Kläranlage gab, sondern ein Bauer die Sch… mehrmals im Jahr gegen Entgelt abgepumpt hat, die von Feldarbeit in den Sommerferien nichts mehr wissen… nun, die beenden so langsam ihr aktives Leben in Beruf und Politik. Die lächeln etwas milde, wenn sie sich an Smog in den Großstädten, an Rinderwahnsinn und Schafskrankheit erinnern. So viel Panik über all die Jahre, und was ist wirklich passiert?

    Die Jungen heute, die können vor Angst kaum morgens aus dem Bett aufstehen. Überall droht das Elend. Egal ob sie den Fernseher, das Radio oder ihr Smartphone nehmen – Elend! Elend in Afrika. Elend in Deutschland. Elend von früh bis spät. Und es wird noch viel schlimmer kommen, wenn wir nicht…

    Was besser wäre: Sich auf sich selbst und seine direkte Umgebung verlassen. Nicht auf Schwätzer bei YouTube hören. Konsequent den eigenen Weg gehen. An keinen Demos teilnehmen. Seine eigene Zukunft planen, nicht die Zukunft der Anderen.

  4. Herr Leider, Sie haben vollkommen recht. Aber Herr Ordnik hat in Sachen was die Weitergabe der Gewinne der Sparkassen zur Unterstützung des Kreises auch nicht unrecht. Die Sparkassen geben großzügige Spenden an Vereine und soziale Einrichtungen usw..
    Das ist ja lobenswert und gut. Die Oberhäuptlinge der Spasskasse lassen sich dann mit grinsenden Gesichtern in der Presse feiern. Die gute Sparkasse als Unterstützer. In Wahrheit sind das für die Sparkassen nur Alibispenden die aus der Portokasse fließen. Sparkassen argumentieren gerne,dass die Gewinne für schlechte Zeiten benötigt werden. Blödsinn natürlich. Sparkassen unterstütz sich gegenseitig aus einem gemeinsamen Topf. Und wenn alle Stricke reißen, dann haftet der Kreis. Also letztendlich die Steuerzahler. Bestes Beispiel ist die damalige Geburtenstation in Alsfeld. Da kam nichts. Der Kreis hätte die Sparkasse um Zahlungsöeistung auffordern können. Mal abgesehen davon, dass es politisch gar nicht gewollt war die Geburtenstation zu erhalten.

    1. Herr Lothar ….. ?,
      Da haben sie voll und ganz Recht. Aber mir ging es eigentlich in erster Linie darum dass die Grünen sich immer als die großen Umweltschützer hinstellen, wenn um Lösungen geht, auch keine richtige haben. Wenn dann sind es irgendwelche nicht durchdachten schnell-Schüsse, die dann eigentlich doch, wieder nach hinten losgehen.
      Wir können doch nur an die Vernunft aller appellieren, wie z.B. weniger Fleisch essen und somit weniger herstellen. Weniger durch die Gegend fliegen vor allem Kurzstrecken. Wir waren Mal ein Volk der Denker, leider hat das Schulsystem die letzten Jahre sehr gelitten jeder durchschnittliche Schüler meint er müsse das ABI machen und wird dann auch noch bis zum Schluss durch geschleust.man sagt zwar die Nachfrage macht den Preis, damit schiebt man die Verantwortung an den Verbraucher weiter. Aber in Wirklichkeit mach der Preis die Nachfrage.

  5. Forderungen,Notmaßnahmen,runder Tisch und diskutieren.Das Mal so als Schlagwörter aus diesem Bericht, wenn das die einzigen Forderungen sind dann weiß ich nicht was das Geschwätz soll.Realitätsfremd sind nicht nur die Kreispolitikerin der Koalition sondern scheinbar fast alle Politiker, ob Kreis, Land, Bund, Schwarz,rot, grün, gelb blau oder was es sonst noch alles gibt.Die Grünen fordern, liefern aber selbst nicht. Oder wie ist das zu verstehen es zuzulassen weit weg von uns, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit zufördern dann zu denken die Erfinder des Umweltschutzes zu sein aber selbst keine Lösung parat zu haben, nur mit dem Finger auf andere zeigen reicht eben nicht aus, eigentlich.das sieht man wenn gefordert wird alles Umweltschädliche abzuschalten und zu verteufeln, nicht aber den Weg frei machen für die neuerungen. ZB. Kraftwerke abschalten, Alternative Stromerzeugung fördern, Stromtrassen verteufeln aber keine Lösung für andere Möglichkeit anbringen.Windräder sind Vogelfällen, Photovoltaik Anlagen im großen Stil sind Tierfällen,eine Lösung? E-Autos, wohin mit den defekten Batterien, am besten irgendwo wo die Umwelt in Deutschland nicht geschätigt wird?. Und den (A) Strom holen wir uns dann in Frankreich oder Polen, Ist ja nicht unsere Umwelt, nur deren. WO IST DA DIE REALITÄT DER GRÜNEN?

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