Gesellschaft0

Fachschule der Max-Eyth-Schule verabschiedet zwölf Staatlich geprüfte Techniker und neun Technische BetriebswirteBereit für Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Internet der Dinge

ALSFELD (ol). Sie haben Willen, Ehrgeiz, Fleiß und Durchhaltevermögen bewiesen: Zwanzig Männer und eine Frau haben am vergangenen Montag die Früchte ihrer Arbeit an der Fachschule Mechatronik an der Max-Eyth-Schule geerntet: aus den Händen von Abteilungsleiterin Susanne Schäfer konnten die Absolventen der Weiterbildungen zum „Staatlich geprüften Techniker“ und zur Zusatzprüfung für Techniker mit Schwerpunkt Technische Betriebswirtschaft ihre Zeugnisse entgegennehmen.

Sie sind damit mehr als bereit für den Arbeitsmarkt der Zukunft, wie Schäfer in ihrer Abschlussrede betonte, und der Arbeitsmarkt brauche sie. Das werde daran deutlich, dass alle Absolventen bereits eine Anstellung gefunden hätten.

In der Pressemitteilung der Max-Eyth-Schule heißt es, die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker erfolgte über zwei Jahre lang vollschulisch: im August 2017 war die Gruppe zusammengekommen – von Anfang an habe sie ihre Lehrkräfte durch Organisationstalent, Teamgeist und Spaß am Lernen, aber auch durch fundiertes Grundwissen in den relevanten Technologiefeldern wie Mechanik, Elektronik, Elektrotechnik, Konstruktion, Automatisierung, Informationstechnik und Qualitätsmanagement beeindruckt. Auf all das hätten sie als Team in den zwei Jahren ihrer Weiterbildung mehr als aufbauen können, konstatierte die Rednerin, und nicht nur das: auch ihr Fleiß und ihr Wille zur Zusammenarbeit sei als außergewöhnlich aufgefallen, so Schäfer.

Die Gruppe habe selbst in den Osterferien weitergearbeitet und sich gemeinsam auf die schriftlichen Prüfungen vorbereitet. Jeder und jede Einzelne von ihnen habe die Zeit aber auch zu einer persönlichen Weiterentwicklung genutzt, skizzierte die Abteilungsleiterin die Wahrnehmung ihrer Kolleginnen und Kollegen, die sich überdies auch über viel positive Rückmeldung, konstruktive Kritik und Inspiration aus dieser Gruppe freuten. Schäfers Dank galt an dieser Stelle den Lehrkräften ihrer Schule, insbesondere Fachschulkoordinator Jörg Schilderoth, der später auch die Zeugnisse mitvergab.

Hochkarätige Projekte wurden realisiert und umgesetzt

Besonders hervor hob die Laudatorin die hochkarätigen Projekte, die die damals noch angehenden Techniker realisiert und umgesetzt haben. Ihre prüfungsrelevanten Arbeiten hatten sie bereits vor einigen Monaten vorgestellt und dafür viel Lob erhalten. Eine Projektgruppe hatte sogar die Möglichkeit erhalten, sich in einem bundesweiten Wettbewerb zu messen – die Teilnahme daran würdigte die Schäfer explizit; sie wurde den Absolventen Markus Kraußmüller, Jonas Weicker und Julian Marc Winter mit personifizierten Urkunde bescheinigt.


Ebenfalls besonders erwähnenswert fand die Abteilungsleiterin das vierwöchige Auslandspraktikum, das Alena Bittner in Worcester bei einem führenden Anbieter von wissenschaftlichen Systemen für die Messung von Elementkonzentrationen oder kristallographischen Strukturen u.a. absolviert hatte. Dieses Praktikum war im Rahmen der Europaschule über das EU-Programm Erasmus+ ermöglicht worden; Bittner erhält dafür den „Europass Mobilität“.

Vier der Studierenden hatten darüber hinaus von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, durch das Ablegen einer FH-Mathematik-Zusatzprüfung die Fachhochschulreife zu erwerben. Daneben konnten die Absolventen viele weitere Angebote der Max-Eyth-Schule im Rahmen ihrer Ausbildung wahrnehmen. So absolvierten einige von ihnen den TÜV-Lehrgang zur Qualitätsmanagement-Fachkraft (QMF) und zum Qualitätsmanagement-Beautragter (QMB) oder bestanden die Ausbildereignungsprüfung.

In Kooperation mit der Hünfelder Firma EngRoTec konnte auch ein Robotik-Lehrgang durchgeführt werden, an dem die Studierenden teilnehmen konnten. Ungewöhnlich, doch effizient, sei die Farb- und Stilberatung gewesen, so Schäfer, die die schuleigene Textilabteilung durchgeführt hatte, und die auch wichtige Bewerbungstipps bereithielt.

Bereits für den Arbeitsmarkt

In den zwei Jahren hätten die Studierenden viel unter einen Hut bringen müssen, lobte Schäfer abschließend die frischgebackenen Techniker. Nun jedoch seien sie bereit für die Anforderungen des Arbeitsmarktes: Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Digitalisierung, Automatisierung, Datenschutz und Informationssicherheit identifizierte die Abteilungsleiterin als Schlagworte der Gegenwart und der Zukunft – für all das seien die Max-Eyth-Schul-Absolventen gut gerüstet.

Dies gelte natürlich und ganz besonders auch für die neun bereits fertigen Techniker, die berufsbegleitend in den vergangenen zwei Semestern an den Wochenenden für ihren Abschluss in der Fachrichtung Technische Betriebswirtschaft gearbeitet und gelernt hatten. Dafür hatten sie meist neben einer Vollzeitarbeit, mitunter sogar im Ausland, viele Wege und Abwesenheitszeiten von zuhause in Kauf genommen.


Nicht selten seien sie direkt von der Arbeit „eingeflogen“ – und das im wahrsten Sinne des Wortes -, und dennoch seien sie stets mit großem Engagement und Begeisterung dabei gewesen, wie die Lehrkräfte der Fachschule Susanne Schäfer versichert hatten. Die Abteilungsleiterin selbst zeigte sich beeindruckt von den Projektarbeiten, die sie hatte miterleben dürfen. Für viele der Absolventen stehe mit dem Bestehen der Prüfung eine direkte Beförderung bevor, darüber hinaus das schöne Gefühl, sich nun auch im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich gut auszukennen und mitreden zu können.

Abschließend wies Schäfer auf die Bedeutung des Abschlusses „Staatlich geprüfter Techniker / Staatlich geprüfte Technikerin“ hin: Er sei nach dem Europäischen Qualifikationsrahmen EQF dem Bachelor auf dem Deutschen Qualifikationsrahmen Niveau-Stufe 6 gleichgestellt und damit ein überaus qualifizierter Abschluss. „Qualifizierung kommt von Qualität“, zitierte die Rednerin, die dies mit Blick auf den großen Zeitumfang und die hohen Ansprüche der Prüfungen, die ihre Absolventen durchlaufen hatten, durchaus bestätigte.

Schäfer verwies auf die gestiegenen Anforderungen in der Arbeitswelt, aber auch auf Herausforderungen in Politik und Gesellschaft. „Ich hoffe, dass wir Ihnen im Rahmen Ihrer Weiterbildung ein gutes Fundament für die weiteren anstehenden Veränderungen, gerade auch im Bereich der Entwicklung und Technik und der Technischen Betriebswirtschaft mitgegeben haben.“

Staatlich geprüfte Techniker sind ab sofort:

Johannes Barthelmes, Alena Bittner, Alexander Gross, Christian Hasenpflug, Benjamin Kleinert, Markus Kraußmüller, Jan Niklas Merle, Nico Metzler, Alexander Schnell, Jonas Weicker, Julian Marc Winter, Matthias Zinnkann.


Die Techniker mit Zusatzprüfung Schwerpunkt Technische Betriebswirtschaft sind:

Hans-Otto Drescher, Felix Gail, Matthias Höres, Matthias Laudenbach, Jonas Michel, Christian Müller, Vincent Schmerberg, Jens Schneider, Kevin Seibel.