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Mit sieben Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften ausgerücktBrennender Stuhl sorgt für erneuten Feuerwehreinsatz im Landhotel

UPDATE|ROMROD (ol). Gegen 20.11 Uhr teilte die Leitstelle des Vogelsbergkreis in einer Erstmeldung mit, dass es in der Kneippstraße in Romrod zu einem Zimmerbrand gekommen sein soll. Unter Vollalarm rückten die Brandschützer zum Landhotel zu einem vermeintlichen Zimmerbrand aus.



Die Freiwillige Feuerwehr war unter Vollalarm mit sieben Fahrzeugen und insgesamt 40 Einsatzkräften der Feuerwehren aus Romrod, Zell, Ober-Breidenbach, Nieder-Breidenbach und Strebendorf ausgerückt. Vor Ort fanden die Brandschützer jedoch keinen Zimmerbrand vor, sondern einen brennenden Stuhl in einem der Zimmer. Diesen konnten die Feuerwehrleute schnell ablöschen.

brennender stuhl
feuerwehr romrod

Erst vor rund einer Woche kam es in der Kneippstraße im ehemaligen Landhotel aufgrund eines undichten Gastanks zu einem Feuerwehreinsatz. Laut ersten Polizeiangaben wurde eine Leitung des Behältnisses mutwillig zerstört. Bei dem alten Landhotel gab es in der Vergangenheit immer wieder mal Fälle von Vandalismus.

3 Gedanken zu “Brennender Stuhl sorgt für erneuten Feuerwehreinsatz im Landhotel

  1. Über diverse Formen von „Übungseinsätzen“ brauchen sich die Brandschützer in Romrod offensichtlich nicht den Kopf zu zerbrechen. Das „Neue Landhotel“ bietet fast die gesamte Einsatz-Palette vom lecken Gastank bis zum Zimmerbrand.
    Dass leer stehende Gebäude auf Kinder und Jugendliche – selbst die, die man bis dahin für ganz „normal“ hielt – einen unwiderstehlichen Reiz ausüben, ihren destruktiven Impulsen zu folgen, ist allgemein bekannt. Um so unverständlicher ist es, dass die Ordnungsbehörden die Eigentümer leer fallender Großimmobilien nicht ganz anders in die Pflicht nehmen. Wann geschieht dies endlich!?
    Jedes intakte Gebäude kann noch einer vernünftigen Nutzung zugeführt werden, wenn nötig zu einem symbolischen Preis (siehe Abwicklung der DDR-Wirtschaft!). Im Zwangsversteigerungsverfahren wird das dem zahlungsunfähigen Häuslebauer schließlich auch zugemutet.
    Gleich mit Beginn des Leerstands müsste unter Beteiligung des letzten Eigentümers ein Verwertungsverfahren mit bundes- bzw. europaweiter Ausschreibung vorgeschrieben sein. Hier könnten sich dann Leute mit wenig Kapital, aber guten Ideen bewerben. Nach der Deutschen Wiedervereinigung war es ja auch möglich, florierende DDR-Unternehmen für einen symbolischen Euro an Glücksritter und Spekulanten zu vergeben. Warum also hier nicht ein besseres Verfahren mit Prüfung der „Geschäftsideen“ durch markt- branchenkundige Fachleute? Werden Objekte sich einfach selbst überlassen, sollte nach einer gewissen Zeit eine Inbesitznahme (Gemeinde bzw. gemeindlich beauftragte Privatleute) erfolgen. Und wenn alle Bemühungen nicht fruchten: Kostenpflichtiger Rückbau bis zum Ausgangszustand „grüne Wiese“ (siehe „Plaza Hotel“ Ulrichstein).

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    1. Wer will schon ein Hotel im Vogelsberg eröffnen? Ernsthaft! Da kannste dein Geld auch gleich in die Gülle-Grube werfen.

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  2. Die Motivation der „Zündler“ würde mich ehrlich mal interessieren. Einfach nur Spaß daran, irgendwas kaputt zu machen? Oder steckt mehr dahinter? Ja, da steht halt ein altes Gebäude in der Landschaft rum. Und? Wieso muß man da randalieren?

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