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Junge Union Alsfeld besuchte die Bäckerei Günther, um sich einen der Traditionsbetriebe in diesem Handwerk in Alsfeld anzusehenEin Einblick in das Bäckerhandwerk

ALSFELD (ol). „Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen“ heißt es in dem bekannten Kinderlied. Auch bei der Jungen Union Alsfeld rief der Bäcker – allerdings zum Brot backen. Die Jungpolitiker besuchten die Bäckerei und Konditorei Günther, um sich einen der Traditionsbetriebe in diesem Handwerk in Alsfeld anzusehen.

In der Pressemitteilung der Jungen Union Vogelsberg heißt es, den jungen Politikern war es ein Anliegen zu erfahren, was genau das Bäckerhandwerk ausmacht und deswegen kamen sie an einem Freitag um Punkt 23 Uhr in die Backstube der Bäckerei und Konditorei Günther in Alsfeld. Alle seien sich zu Beginn schon einig gewesen, so spät beziehungsweise so früh mit der Arbeit zu beginnen, das stellten sie sich schwer vor.

Die vielleicht schon etwas vorhandene Müdigkeit, bei dem einen oder anderen, verfolg aber schnell, als es dann in die Backstube ging. Mit Schürze ging es rein in den Duft frischer Backwaren. Überall hätten Bleche mit Backwaren gestanden, die schon vorbereitet waren und nun auf ihre Ruhephasen im Gärschrank warteten oder darauf, in den neuen Ofen geschoben zu werden. Dieser habe dankenswerterweise Glasfronten, sodass die Backwaren zu sehen waren.

das selbstgebackene Brot kam natürlich auch in den großen Backofen. Foto: Patrick Vogel

Das begeisterte alle Anwesenden schon sehr, aber als Konditorin Birgit Günter dann zeigte, wie ein Brotteig geknetet und geformt werden sollte, bevor er in die Form kam, waren die Augen aller groß. „Jetzt sind Sie dran“, sagte Günther. Jeder machte sich ans Werk, formte sein eigenes Brot und schob es später auch selbst in den Ofen. In der Zeit, in der das Brot noch ruhen musste, schauten sich die Mitglieder der Jungen Union Alsfeld noch die Arbeit der Bäcker an und seien erstaunt gewesen, dass keiner müde zu sein schien. Kaffee sei der beste Freunde, hörten die jungen Politiker in der Backstube.


Die Konkurrenz kommt von den Supermarktketten

Man habe aber auch gemerkt, dass sie alle ein eingespieltes Team seien und sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen können und eine sehr gute Arbeitsatmosphäre herrsche. Weiter aber wurde auch die Zeit genutzt, um der Konditorin einige Fragen zum Handwerk des Bäckers zu stellen. So erfuhr man, dass 150 Kilo Mehl in einer Nacht verwendet werden, um all die Köstlichkeiten herzustellen, die dann am nächsten Tag zu kaufen sind. Verwundert waren alle darüber, dass sich die Bäcker untereinander nicht in einem Konkurrenzkampf befinden, sondern sich ausgeholfen werde, wenn Not herrsche. „Die Konkurrenz kommt mehr von den Supermarktketten, die jetzt auch Brot backen,“ sagte Günter.

Aber nicht nur das sei ein Wermutstropfen, sondern auch, wenn sie siehe, wie viel am Ende des Tages teils noch im Verkaufsraum liegt, was dann zum großen Teil zur Tafel geht. „Heute muss immer alles zu jeder Zeit da sein“, meinte Günther. Vieles habe sich gewandelt und es fange schon da an, dass so mancher Kunde frage, ob die Brote und Brötchen denn noch selbstgebacken oder nur aufgebackene Teiglinge seien. „Das liegt auch an den vielen Ketten“, sagte Günther. „Kaum einer hat noch eine Backstube hinten dran, wie wir hier.“

Ein Gruppenfoto mit Bürgermeister Stephan Paule und dem Antrifttaler Bürgermeister Dietmar Krist gab es am ende auch noch.

Aber sie bemerke auch die mangelnden Ausbildungswilligen unter den heutigen Jugendlichen. „Alle sollen ihr Abitur machen und dann ist das Handwerk abgeschrieben. Viele vergessen oder wissen nicht, dass man auch über den zweiten Bildungsweg mit Meister noch studieren kann.“ Die jungen Christdemokraten seien sich einig gewesen, dass der Beruf des Bäckers viele Vorzüge habe und sie sehr froh seien, sich das alles mal so aus der Nähe ansehen zu können. Als sie ihr gebackenes Brot zum Schluss des Abends, nach knapp drei Stunden in den Händen hielten, sollen sie sich sichtlich stolz gezeigt haben. 


4 Gedanken zu “Ein Einblick in das Bäckerhandwerk

  1. @MauzePeng
    Ach je … Das ist ja eine absolut neue und originelle Bemerkung. Hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut. Sie sind wirklich klug, ich bin stolz auf Sie. Nun muss ich nur noch wissen, was Sackreis ist, oder wie Sie schreiben Sack Reis. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das aussehen soll. OH! Nun habe ich es verstanden … Ein Sack mit Reis, oder war es vielleicht eher ein Mehlsack, der in der Bäckerei umgefallen ist? Das sind wichtige Fragen, die man erörtern sollte.

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    1. Oder vielleicht ein Sack „Backtriebmittel“, wobei Julius entgangen ist, dass das Backtriebmittel Nr. 1 „Hefe“ heißt. Und die ist in allen Brötchen, sogar den besten!

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  2. Also ich war ein großer Fan von den Günthers Brötchen, aber seit ca. 1 Jahr sind die Brötchen zu Knusprig/Luftig, früher hatten die Brötchen eine schöne Konsistenz jetzt leider nicht mehr, hoffe mal das sie sich auch nicht auf die Backtriebmittel Schiene begeben haben, nun zahle ich etwas mehr und hole sie vom neuen Konkurenten am Casino Carree/Bahnhof nähe oder im Teegut.

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