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53,2 Prozent der Kirtorfer stimmten für FeyAndreas Fey ist neuer Bürgermeister von Kirtorf

KIRTORF (akr). Kirtorf hat einen neuen Bürgermeister: Andreas Fey wird Ulrich Künz nach 42 Jahren Amtszeit ablösen. Mit 53,2 Prozent setzte er sich gegen seinen Konkurrenten Karsten Jost von der FWG/CDU durch.

Nach 42 Jahren wird Ullrich Künz nächstes Jahr sein Amt als Bürgermeister niederlegen. Sein Nachfolger wurde heute gewählt: Mit 53,2 Prozent gewann Andreas Fey, der parteinunabhängig antrat, das Rennen um das Amt des Stadtoberhauptes. Von 2593 Wahlberechtigen gaben 1726 eine gültige Stimme ab.  918 Bürger stimmten für Fey, 808 Stimmen galten Jost. Somit lag die Wahlbeteiligung bei 68 Prozent. Doch bis das Ergebnis erst einmal feststand, mussten sich die Anwesenden im Sitzungssaal des Kirtorfer Rathauses ein wenig gedulden.

Händchenhaltend wartete Fey gespannt auf das Ergebnis. Fotos: akr

Nachdem um 18.09 Uhr Arnshain als erster Wahlbezirk ausgezählt war, folgten Gleimenhain, Heimertshausen, Ober-Gleen, Wahlen und Lehrbach recht zügig hintereinander. Doch das Ergebnis aus Kirtorf ließ auf sich warten. Fast 45 Minuten lang herrschte Stille, ab und an wurde es dann doch ein wenig lauter. Fey führte mit 51,3 Prozent. Und dann war es so weit: Das letzte Ergebnis aus Kirtorf wurde bekannt gegeben: 44 Prozent stimmten für Jost, 56 Prozent für Fey. Somit stand fest: Andreas Fey ist der neue Bürgermeister von Kirtorf.

Ulrich Künz gratulierte Fey zum Sieg.


Nach einer Reihe von Glückwünschen bedankte sich Fey noch bei seinem Konkurrenten Jost für den fairen Wahlkampf und betonte, dass er ein Teamplayer sei und man Dinge gemeinsam anpacken müsse. Das ist für Fey nämlich ein wichtiger Punkt: Eine bessere Transparenz für die Bürger zu schaffen. Anschließend trat auch Ulrich Künz an das Pult: „Es ist ein einschneidender und historischer Tag für mich. Kirtorf hat einen neuen Bürgermeister gewählt“. Fey solle die Gemeinde weiterhin so erfolgreich leiten, wie es in den letzten 40 Jahren geschehen ist. „Andreas Fey wird das einigermaßen gut hinbekommen“, sagte Künz.

Andreas Fey bei seiner ersten Ansprache nach seinem Sieg.

Laut Ralf Völzing von der FWG/CDU habe man in den letzten Tagen schon die Stimmung spüren können, dass eine sympathische Ausstrahlung eher bevorzugt werde, als die fachliche Qualifikation. Heinz Raab, Vorsitzender der SPD/UWL Fraktion verteidigte seinen Parteikollegen Fey und sagte, dass die fachliche Qualifikation der beiden Anwärter nicht weit auseinander entfernt gewesen sei, dass Andreas Fey sie allerdings nicht so in den Vordergrund gestellt habe.

Doch davon ließ sich Fey die Stimmung nicht vermiesen. „Ich bin sehr stolz, dass ich doch die Mehrheit überzeugen konnte und freue mich verstärkt mit den Bürgern die Dinge anzugehen“. Er wolle jetzt schon vor seinem Amtsantritt versuchen, einige Sachen in die Wege zu leiten, wolle eine bessere Transparenz für die Bürger schaffen. „Es ist ein knapper, aber eindeutiger Sieg“, freute sich Fey, dessen Anspannung und Pulsschlag in den 45 Minuten Wartezeit Einiges mitmachen musste.

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30 Gedanken zu “Andreas Fey ist neuer Bürgermeister von Kirtorf

  1. Wer sind die 110 Stimmen,die Herr Fey mehr erhalten hat?
    Diejenigen,die Herrn Jost schon aus Schulzeiten kennen.🤔

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  2. Lieber Heimertshäuser Kall es ist doch jetzt mal gut . Anstatt sich über ihren persönlichen Triumph zu freuen treten sie auf die am Boden liegenden Verlierer ein.Und weiter gehen sie auch die ehrenamtlichen Wahlhelfer von Herrn Jost an. Sie beschmutzen hier so auch die Weste von Andreas Fey, der sich so unsachlich und unqualifiziert nie äußern würde . Ihre Ahnung zweifle ich auch an , wir haben nicht die höchsten Wassergebühren , sondern die höchsten Abwassergebühren. Dabei erzählen sie wieder , zu recht , vom schlechten Wassernetz. Die hohen Kanalgebühren sind wegen der Sanierungskosten. Aber ich brauch sie nicht belehren , das wissen Sie ja auch selbst .Eigentlich könnte ich Sie auch dutzen, denn das tuen wir im echten Leben ja auch . Also hör doch bitte auf zu stänkern, dies ist bestimmt auch im Sinne von Andreas Fey, und Feier doch einfach . Mach dir einen schönen Abend mit deiner netten Frau. Du willst ja auch nicht in Deiner Heimat an den Pranger gestellt werden oder in diesem Sinne.

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  3. @ Heimertshäuser Kall:
    Jost,Künz, Wössner – von den Führungskräften der FWG/CDU scheinen sie ja nicht eine besonders hohe Meinung zu haben. Dennoch ist diese Fraktion mit deutlicher Mehrheit im Stadtparlament vertreten. Wie erklären sie sich das bzw wer ist/wäre denn dann in dieser Fraktion (außer Andreas Herbst) ihrer Meinung nach überhaupt noch fähig?

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  4. Aber solche zynische Kommentare von den Verlieren sind ja schon Reaktion genug. Und waren, wie schon erwähnt, vollkommen unangebracht

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  5. Wenn ich mal Fragen darf wer hat denn den Andreas Fey gewählt, weil er mit Künz nicht zufrieden war?

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    1. Ich war mit der arroganten und unehrlichen Art und Weise von Ulrich künz nicht zufrieden.
      Wir zahlen die höchsten Wasserpreise in ganz Hessen. Angeblich weil wir keine Instandhaltungskosten tragen. Allerdings ist gerade im blauen Eck in Wahlen die Wasserleitung so marode , dass sie ständig Probleme macht. Das konnte man auf der Podiumsdiskussion der Frage von Sören Stumpf entnehmen.
      Künz führt doch die Leute am Nasenring durch die Manege. Seine Vasallen predigen uns zwar immer wieder dass er so toll für unsere Stadt ist, allerdings bin ich mir sicher, dass von denen noch keiner eine Bilanz der Stadtwerke jemals in die Hand bekommen hat.
      Warum veröffentlicht Künz das eigentlich nicht?
      Der Grund ist doch glasklar.
      Wenn Jost sich von Künz und wössner unterstützen lässt, darf er sich nicht wundern wenn er die Wahl verliert.Die Leute sind nicht blöd und merken sehr genau was da gespielt wird. Außerdem haben die Herren die sozialen Medien völlig unterschätzt. Jost hatte eben die deutlich schlechteren Wahlkampfhelfer, machte sich von vorne rein angreifbar. Die „ Causa Herbst „ hat ihr Übriges dazu beigetragen. Das spricht sich doch auf dem Dorf rum wie ein Lauffeuer und trägt nicht unbedingt dazu bei sympathisch rüber zu kommen.

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  6. Künz und Jost wundern sich darüber, dass Symphatie und Menschlichkeit vor (angeblich) besserem Fachwissen gewonnen haben.
    Da bereits Künz in Alsfeld gleiches wiederfahren ist und in Mücke bei der letzte BM Wahl ebenfalls das Gleiche, ist es doch nicht neu und hätte von Beginn an – also schon bei der Nominierung- klar sein müssen. Das die angeblich Fachwisserenden jetzt davon überrascht sind, zeigt warum sie zu Recht nicht gewählt und auch nicht die geeigneteren Kanditaten sind: vor lauter Selbstsicherheit ob der vermeintlich guten Fachkenntnisse lernen sie nicht mehr dazu und nicht von Anderen, denn sie „wissen ja bereits alles“.

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  7. Erstmal herzlichen Glückwunsch an Herrn Fey. Ich fand es war ein sehr fairer Wahlkampf von beiden Seiten. Was ja hier im Netz nicht immer so war . Überrascht bin ich das es hier von den vermeintlichen Gewinnern immer noch negative Stimmung gibt , von den Verlierern hingegen nichts . Ich als neutraler würde sagen es gibt ja hier mehr schlechte Gewinner als schlechte Verlierer. Ein solches nachtreten ist sicher nicht im Sinne Eueres tollen Kandidaten und fairem Sieger Andres Fey. Nochmal alles gute dem neuen BGM von Kirtorf

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  8. Jetzt werden wir sehen wie einig sich die Kirtorfer Kommunalpolitiker wirklich sind. Es kommen viele Herausforderungen auf die Parlamentarier und den neuen Bürgermeister zu. Die Mehrheitsverhältnisse im Parlament sind äußerst ungünstig für Andreas Fey. Wenn die CDU ihm das Leben schwer machen will, ist das kein Problem. Am besten für Fey wäre, wenn sich Karsten Jost auch noch zurückziehen würde. Dann muss Fey sehr schnell das Projekt „ kirtorfer höfe“ einschätzen können und richtig reagieren. Das ist schwierig und ein großes Wagnis. Wenn es schief geht, bleibt es auf ewig an Fey haften.

    Übrigens: Jost war schon sehr lange Künz Wunschkandidat. Auch wenn Andreas Herbst das nicht erkannt hat. Seit dem Tag als Künz Jost als Geschäftsführer eingesetzt hat, ist klar auf welches Pferd Künz setzt. Jost hielt sich schön brav im Hintergrund, um dann auf der Zielgeraden Herbst zu überholen.
    Wie man jedoch unschwer erkennen kann, trifft auch hier das alte Sprichwort zu: wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte.👍😊

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  9. Herzlichen Glückwunsch an Herrn Fey, wir freuen uns sehr!

    Die Rede von Noch-Bürgermeister Künz war sicher ganz anders vorbereitet, darum seien ihm seine Worte einigermaßen verziehen.

    Nun kann das Stadtparlament Größe beweisen, indem es Herrn Fey als neuen – demokratisch gewählten! – Bürgermeister auch unterstützt.

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  10. Heimatshäuser Kall, ich bin Alsfelder und Mitglied einer Partei. Sie können mir glauben, es gibt einige die diesen Herrn Künz nicht mögen. Irgendwas muss er aber gehabt haben, dass er immer wieder gewählt wurde. Er hatte die Fähigkeit die Bürgerinnen und Bürger immer wieder einzulullen. Dem zukünftigen Bgm. alles Gute und viel Kraft um den Scherbenhaufen zu ordnen. Unabhängig davon, ob ein Bgm. einer Partei angehört oder unabhängig ist, manchmal kommt es auch auf die Person an. Wir sind auch auf einem guten Weg. Warum nicht auch Kirtorf.

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  11. Tja, wenn der hoch gepuschte Kandidat nicht gewinnt, wird man halt mal zynisch. 🙄 Auch wenn es garnix nutzt 😂Herzlichen Glückwunsch dem verdienten Sieger

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  12. Künz Träume sind allesamt geplatzt.
    Er wurde kein Landrat, kein Bürgermeister von Alsfeld und fusioniert nicht mit Antrifttal unter
    seinem Kronprinz Jost. Stattdessen bleibt er arrogant und zerlegt den CDU Stadtverband in alle Einzelteile. Herbst und Stumpf haben sich schon verabschiedet. Verabschieden sich noch mehr Parlamentarier? Den Pressemeldungen zufolge könnte Jost der nächste sein der alles hinschmeißt. Jetzt kann wössner zeigen was er drauf hat und den Karren aus dem Dreck ziehen. Ich werde es weiterhin mit Spannung verfolgen.
    Für Andreas Fey heißt es jetzt aufgepasst. Er darf nicht über jedes „Stöckchen springen was man ihm hinhält“. Das Projekt „Kirtorfer Höfe“ wird es noch in sich haben und die Ära Künz weit überdauern…….

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  13. Tja, die Persönlichkeit zählt eben auch, Herr Jost! Und zu Herrn Künz Kommentar fällt mir nichts ein, ausser vielleicht noch „gekränkte Eitelkeit“

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  14. Man muss auch verlieren können, den Spruch hätte sich Herr Künz nicht bringen müssen. Die Aussage der CDU Fraktion zeigt, daß sie das verlieren nicht gewöhnt ist. Hoffentlich bleiben sie sich alle einig bei künftigen Entscheidungen.

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  15. Vorweg erst einmal Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Wahl an Andreas Fey und viel erfolg mit deiner neuen Aufgabe.

    Nach 42 Jahren Künz weiß man wie er sich gibt. Ich selbst habe mit 37 Jahren nur Künz erlebt. Daher ist sein verhalten nach der Wahl als Enttäuschung zu sehen aber nicht besonders kritisch zu sehen. Ist hal so. Denke er wird Fey trotzdem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das ist das beste für alle.

    Was mich mehr stört sind anscheinend schlechte Wahlverlierer. Ich glaube nicht, dass Fey oder Raab sich als schlechte verlierer gezeigt hätten. Daher 24 Stunden drüber schlafen, akzeptieren und wie gewohnt konstruktiv weiter zusammenarbeiten. Das ist das beste für Kirtorf. Nicht das gegenseitige zerhaken wie es anderswo gelebt wird. Wir sind hier auf dem Land in einer Kommune. Hier geht es um andere Dinge wie in Wiesbaden oder Berlin. Beide kandidaten geben sich Fachlich nichts. Auch andere Bürgermeister mussten sich erst einarbeiten. Daher ist es die freie Entscheidung der Wähler gewesen, wer sie am besten überzeugen konnte.

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  16. Was für ein beschlissener Kommentar von Herrn Künz!! Den hätte er sich echt sparen können, bis heute hätte ich echt noch etwas Respekt vor ihm..

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  17. Herzlichen Glückwunsch Herr Fey zur Wahl des Bürgermeisters,wir freuen uns auf eine bürgernahe Zusammenarbeit wir sind uns sicher,dass SIE der Richtige Mann dafür sind!

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  18. Die wahre Grösse ist würdevoll abzutreten und seinem Nachfolgeralles Gute zu wünschen! Schlechte Verlierer….

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  19. Wer will schon – mit den ersten Hähnen –
    Holzäpfel auseinander reißen
    Um dann mit ungeputzten Zähnen
    sogleich ins saure Obst zu beißen?
    Kirtorf, ich komm‘ aus dir
    Kirtorf, ich häng‘ an dir
    Glück auf, Kirtorf!

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  20. Glückwunsch and Andreas Fey!
    Was soll der zynische Spruch von künz? Das gehört sich doch nicht an so einem Abend.

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  21. Herzlichen Glückwunsch unserem neuen Bürgermeister Andreas Fey zur gewonnenen Wahl. Alles gute und viel Erfolg für den neuen Lebensabschnitt.

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  22. Das ist das schöne an ďer Demokratie, dass man nicht weiß wie es ausgeht!

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  23. Sehr gut so wird hoffentlich der Klientelpolitik der alten Garde ein Ende gemacht

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    1. Genau – das Ende der alten Garden – Jetzt ist es da! Schönen Gruß von den alten Garden aus dem alten Garten Eden, insbesondere von Queen Mom.

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  24. Heimertshäuser Kall gratuliert Andreas Fey recht herzlich.
    Demnächst trinken wir ein Bier zusammen Andreas. Ich werde mich zu erkennen geben.

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