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„Mitmachparcours“ zur Prävention: Kreis-Jugendförderung tourt mit speziellem Angebot durch die SchulenDie Gefahren der Sucht erkennen

LANDKREIS GIEßEN/WETTENBERG (ol). Warum ist das Rauchen gefährlich? Was geschieht, wenn jemand das Smartphone gar nicht mehr aus der Hand legen kann? Und wie kommt man los von der Abhängigkeit? Antworten auf diese und viele andere Fragen erarbeiten sich junge Menschen beim „Mitmachparcours“ zum Thema Suchtprävention. Der Landkreis Gießen bietet das Präventionsangebot für Schüler der sechsten Klassen an.

In der Pressemitteilung des Landkreis Gießen heißt es, Gesundheits- und Jugenddezernent Hans-Peter Stock ruft alle Schulen dazu auf, das Angebot der Jugendförderung zu nutzen und den „Mitmachparcours“ an die eigene Schule zu holen: „Damit können Sie Ihren Schülerinnen und Schülern einen leicht verständlichen Zugang zu diesem wichtigen Themengebiet ermöglichen.“ Die Aktion trage dazu bei, dass junge Menschen für die Gefahren von Abhängigkeit sensibilisiert werden.

Auch an der Gesamtschule Gleiberger Land haben die Schüler der Klassen sechs darüber diskutiert und erfahren, welche Anlaufstellen es gibt, um Hilfe und Beratung zu bekommen. An verschiedenen Stationen wie dem „Alkoholquiz“, einem Zahlenzuordnungsspiel, der Erforschung des Suchtprozesses oder dem „Suchtsack“ erfahren die Jugendlichen, wie vielfältig Abhängigkeit ist und wie man den Risiken auf gesunde Art begegnen kann.

So finden sich im „Suchtsack“ nicht nur Hinweise auf Alkohol- oder Tabakabhängigkeit, sondern auch auf Sucht nach Tabletten, Süßigkeiten, Computerspielen oder auch Zwangshandlungen wie Putzen oder Händewaschen. Als Ansprechpartner stehen an allen Stationen Fachmoderatoren zur Seite, die die einzelnen Stationen betreuen. „Ziel der vielfältigen Mitmachübungen ist ein sensibler Umgang mit dem Thema Sucht, die Reflexion des eigenen Verhaltens sowie die Stärkung, um sich präventiv zu schützen“, sagt Christine Weiß, Koordinatorin des „Mitmachparcours“. Dabei kann der „Mitmachparcours“ Suchtprävention nur ein Baustein der bestehenden Präventionsarbeit sein.

Auch die Suchtpräventionslehrer Andrea Best und Thomas Meisterknecht sind von dem Angebot überzeugt: „An unserer Schule gehört der „Mitmachparcours“ fest zum Jahresplan. Für die Schüler ist es wichtig, sich mit solchen Themen auch außerhalb des alltäglichen Unterrichts auseinanderzusetzen.“ Der Parcours wurde federführend von der Jugendförderung des Landkreises Gießen entwickelt, gemeinsam mit den Kommunen, die im Kommunalkonzept Suchtprävention mitwirken, sowie der Fachstelle Suchtprävention des Suchthilfezentrums Gießen.

Dezernent Stock unterstreicht die fachliche Kompetenz hinter dem Konzept: „Viele Pädagogen haben daran gefeilt, sodass wir sicher gehen können, dass die Botschaften auch von den Jugendlichen verstanden werden. Zudem ist diese Empfehlung nur ein Baustein im Angebot der Kreis-Jugendförderung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für viele Zielgruppen die richtigen Ansprechpartner, wenn es um Präventionsarbeit geht.“

Interessierte, die gerne mehr erfahren möchten, können sich bei der Jugendförderung des Landkreises Gießen bei Thomas Graf – Präventiver Jugendschutz – melden: Telefon: (0641) 9390-9391, E-Mail: thomas.graf@lkgi.de.

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