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Erfahrungsbericht über das Freiwillige Soziale Jahr beim Familienentlastenden Dienst in Lauterbach„Ein starkes buntes Jahr geht zu Ende!“

LAUTERBACH. Nach ihrem Schulabschluss entschied sich die 20-jährige Sophie Wahl für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei Familienentlastenden Dienst (FED) des Deutschen Roten Kreuzes in Lauterbach und erlebte dabei ein Jahr voller neuer Erkenntnisse, Begegnungen und Erfahrungen. In einem Erfahrungsbericht schildert sie die Eindrücke des bunten Jahres, den wir hier im Wortlauf wiedergeben.

„Nach dem Schulabschluss stehen dir so viele unbekannte Möglichkeiten zur Verfügung. Ich entschied mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Deutschen Roten Kreuz in Lauterbach. Es war für mich ein Jahr voller neuer Erkenntnisse, Begegnungen und Erfahrungen.

Für mich ging es in diesem Jahr darum, viele Tätigkeiten zu leisten, die ich ohne das FSJ vielleicht niemals erlebt hätte. Ich konnte viel Lernen. Eine meiner Aufgaben war die Unterstützung eines Grundschulkindes als Teilhabeassistentin, sowie nachmittags die Betreuung von beeinträchtigten Schulkindern. Ich wurde auch als Haushaltshilfe in Familien zum Wäsche waschen und Einkaufen eingesetzt sowie für Fahrdienste von Jung bis Alt. Teilweise durften wir FSJler gemeinsam Aufgaben erledigen und im Büro helfen.

Über den eigenen Schatten springen und neue Berufsfelder entdecken

Ich konnte in diesem Jahr mehr an Lebenserfahrung sammeln, als in meiner gesamten Schulzeit. Der Umgang mit Kindern sowie mit beeinträchtigten Menschen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Was ich vorher nicht gedacht hätte, da ich in dem Bereich keinerlei Erfahrungen hatte. Auch wenn ich kein sonderlich sozialer Mensch bin, taten mir die verschiedenen menschlichen Erfahrungen sehr gut und werden mich weiterhin positiv prägen. Dinge wie Konflikte lösen oder unbekannte Orte im Vogelsberg finden, wurden im laufe der Zeit zu einem Kinderspiel.

In unsrer FSJ Gruppe hatten wir regelmäßig Seminare, bei denen wir uns mit anderen FSJlern getroffen haben. Dort hatten wir Zeit, um uns auszutauschen und über das Erlebte zu sprechen. Wir durften uns interessante Themen aussuchen, die wir anschließend in den Seminaren behandelten. Mit unserer FSJ Gruppe ging die Abschlussfahrt nach Berlin, was mir immer in schöner Erinnerung bleiben wird.

Das FSJ war für mich eine Auszeit nach dem ganzen Schulstress und bot mir eine Vorbereitung auf dem weiteren Weg. Vor einem Jahr hatte ich, wie so viele Menschen keinerlei Ideen welchen Weg ich gehen soll. Jetzt habe ich einen Plan, den ich verfolgen werde. Für mich war das eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte.“