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Kenan Günay wird neuer Pächter - Neues Konzept: gutbürgerliche KücheNeuer Pächter, neues Glück: Aus Adel.es wird wieder Pranger

ALSFELD (ls). Es geht weiter mit dem ehemaligen Restaurant Adel.es in der Alsfelder Innenstadt: Nach nur knapp zwei Monaten Leerstand und mehreren Bewerbern später, steht jetzt ein neuer Pächter für das Restaurant auf der Rückseite des Weinhauses fest: Kenan Günay übernimmt die Fläche. Und mit dem neuen Pächter kommt auch ein neues, aber trotzdem altbewährtes Konzept.

Zehn Jahre hat es die letzte Pächterin und Restaurantleiterin Anja Graulich mit dem Adel.es in der Alsfelder Innenstadt geschafft, doch im April diesen Jahres gab sie das Ende der gehobenen Gastronomie bekannt. Passend zur Zauberhaften Nacht Ende September eröffnete das Team das Restaurant auf der anderen Seite des Weinhauses zum letzten Mal und verabschiedete sich von den Alsfeldern. Seitdem stand das Restaurant leer.

Lange sollte es allerdings nicht dauern, denn mittlerweile hat sich ein neuer Pächter für die Fläche gefunden – und der dürfte einigen Alsfeldern durchaus bekannt sein. Kenan Günay, der Besitzer der Alsfelder Cocktailbar „Caribbean 13“ in der Schillerstraße, wird das Restaurant übernehmen und dort wieder alte Zeiten aufleben lassen. „Nach 35 Jahren als Raumausstatter, dachte ich jetzt wäre es an der Zeit für eine Veränderung“, sagt der 51-Jährige. Für sein neues Restaurant gibt er seinen Beruf als Raumausstatter auf. Erfahrungen in der Gastronomie konnte der Quereinsteiger schon sammeln: Seit mittlerweile sechs Jahren führt er die Cocktailbar – und das mit großem Erfolg. Schließen soll die Bar aber trotz neuem Restaurant nicht. Sein 21-jähriger Sohn Tarkan Günay soll sie weiter führen.

Schon seit ein paar Tagen wird im ehemaligen Adel.es in der Alsfelder Innenstadt gewerkelt: Viel zu tun gibt es noch bis zur Eröffnung des neuen Restaurants. Fotos: ls

Das neue Konzept: Modern-rustikal

„Damals sind wir Abends durch Alsfeld gelaufen und haben festgestellt, dass es gerade für junge Menschen wenig Ausgehmöglichkeiten in Alsfeld gibt. Da hatte ich mich dazu entschieden, das zu ändern“, erklärt der neue Pächter seine damaligen Beweggründe zur Gründung der Cocktailbar. Bei dem Restaurant seien seine Beweggründe ähnlich gewesen. In der Stadt gebe es zu wenig für die Alsfelder, das wolle er ändern.

Ein Konzept und auch eine Idee schweben dem gelernten Raumausstatter bereits vor: Ein Restaurant mit Café soll es werden, mit Kaffee und Kuchen am Nachmittag, und mit gut-bürgerlicher, deutscher Küche am Abend und zum Mittag. „Vogelsberger Gerichte mit Produkten aus der Region“, beschreibt er sein kulinarisches Konzept. Einen jungen Koch hat für das Restaurant hat er bereits gefunden, doch auch weitere Arbeitsplätze sollen in dem Restaurant entstehen.

Altbewährter Name mit einer langen Tradition: „Zum Pranger“ soll das Restaurant heißen.

In Sachen Namensfindung greift Günay auf Altbewährtes zurück. „Zum Pranger“ das Restaurant heißen, ein Name, der schon bei Vorgängern beliebt war und bis heute noch in Alsfelder Köpfen verhaftet ist. Auch das Design des Restaurants soll sich ändern: modern und rustikal soll es werden. Ein Restaurant, das gemütlich sei, in dem man sich wohl fühle. Neben dem Thekenbereich soll es einen Barbereich geben, 50 bis 60 Sitzplätze, einen separaten Gästeraum und sogar ein Platz für Live-Musik soll entstehen, sodass auch mögliche Abendevents stattfinden könnten. „Unten im Keller steht sogar noch der alte Pranger, den ich wieder mit in den Gastraum bringen möchte“, sagt der neue Pächter.

Eröffnung geplant für März 2018

Auch Bürgermeister Stephan Paule steht dem neuen Pächter des Restaurants positiv gegenüber. „Wir hätte uns nicht für ihn entschieden, wenn uns das Konzept nicht gefallen hätte“, erklärt das Stadtoberhaupt. Mehrere Interessenten habe es gegeben, doch das Konzept von Günay hätte überzeugt. Unterschrieben seien die Pachtverträge allerdings noch nicht. Am Donnerstag wird der neue Pächter der Presse offiziell vorgestellt.

„Ich lebe schon seit 1972 in Alsfeld und finde es ist an der Zeit, der Stadt etwas zurück zu geben, den Alsfeldern etwas zurück zu geben. Ich hoffe, dass es alles so klappt und dass die Leute es gut annehmen“, sagt Günay. Bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu tun. Im März des nächsten Jahres will der 51-Jährige – wenn alles klappt – sein neues Restaurant „Zum Pranger“ eröffnen.

Der neue Pächter: Kenan Günay.

Luisa Stock

Studierte in Gießen Germanistik und Kunstgeschichte und ist seit Juli 2016 Volontärin bei Oberhessen-live.

5 Gedanken zu “Neuer Pächter, neues Glück: Aus Adel.es wird wieder Pranger

  1. Einen alten Koch würde er für diese Räumlichkeiten auch nicht finden,weil man tonnenweise Getränke und Lebensmittel sehr steile Treppen schleppen muss. Ich meine SEHR steile. Es ist eigentlich ein Gewölbe.

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  2. Schöne Räume und gute Lage ist das Eine. Aufmerksamer Service und Könner in der Küche ist das Andere. Beide Berufe sind zur Zeit überall rar und gesucht. Kurz nach Dieter Krebs: „..es muss schmecke“ Viel Glück und zufriedene Gäste.

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  3. Dann wünsche ich dem neuen Pächter auch alles Gute und hoffe, dass er mit den trägen Alsfeldern über die Runden kommt. Wobei ich auch immer etwas skeptisch bin, wenn ein „Fachfremder“ eine solche Lokalität übernimmt. Ich lasse mich aber sehr gerne eines Besseren überzeugen.

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