Der 38-jährige Swen Bastian wurde einstimmig als Kandidat für den Hessischen Landtag vorgeschlagen. Foto: SPD Vogelsberg/Heiko Müller

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38-Jähriger SPD-Vorsitzender einstimmig für Landtag vorgeschlagenSwen Bastian soll für Hessischen Landtag kandidieren

LAUTERBACH (ol). Klare Entscheidung der Vogelsberger Sozialdemokraten: Der SPD Unterbezirksvorstand hat am Mittwochabend Swen Bastian aus Alsfeld einstimmig als Kandidaten der SPD zur Hessischen Landtagswahl im Herbst 2018 vorgeschlagen. Der 38-jährige Vorsitzende der Vogelsberger SPD hatte bei der Abstimmung keinen Gegenkandidaten und erhielt die uneingeschränkte Unterstützung des Parteivorstandes sowie der Ortsvereins- und Arbeitsgemeinschaftsvertreter.

„Ich freue mich sehr über diesen Vertrauensbeweis und die Geschlossenheit, mit der die SPD meine Bewerbung als Landtagskandidat unterstützt. Dies ist alles andere als selbstverständlich.“, bedankte sich Bastian. Er wolle an die erfolgreiche Arbeit der Vogelsberger Landtagsabgeordneten Bernhard Bender und Manfred Görig anknüpfen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis tatkräftig in Wiesbaden vertreten. „Als waschechtem Vogelsberger, geboren 1979 in Lauterbach, aufgewachsen in Romrod und heute zuhause in Alsfeld, ist es mir ein Herzensanliegen die bestmögliche Entwicklung unserer Heimat voran zu treiben“, machte Bastian klar.

Prominente Unterstützung bekam der Bewerber unter anderem von der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und Bürgermeisterin Claudia Blum aus Homberg. „Ich erlebe Swen Bastian seit zwanzig Jahren als aktiven, fleißigen Streiter für den Vogelsberg und seine Bürgerinnen und Bürger. Trotz seines noch jungen Alters verfügt er über große politische Erfahrung. Seit mehr als 16 Jahren gehört er dem Kreistag an, aktuell als Stellvertretender Kreistagsvorsitzender. Über elf Jahre engagiert er sich in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Alsfeld. Durch seine berufliche Tätigkeit als Büroleiter des Wirtschaftspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion ist er in Wiesbaden bestens vernetzt und kennt sich im Landtag aus.“, sagte Blum.

Ideen und Ziele des Kandidaten

„Künftig muss für einen Vogelsberger Abgeordneten wieder gelten: Der Vogelsberg zuerst. Die Förderung und Stärkung unserer Region muss ganz klar Vorrang haben, vor den Interessen einer Landesregierung sowie der sie tragenden Fraktionen und Parteien.“, sagte Bastian. Die sträfliche Vernachlässigung des ländlichen Raums durch die Landespolitik müsse ein Ende finden, unter anderem durch die Einführung eines Flächenfaktors bei der Verteilung von Finanzmitteln. „Es muss deutlich mehr getan werden, um weitere Behördenarbeitsplätze aufs Land zu holen. Hier bleibt Hessen hinter den Möglichkeiten zurück. Auch unsere Landwirtschaft braucht mehr Unterstützung und Wertschätzung statt immer mehr Bürokratie“, unterstrich Bastian.

Einstimmiges Votum im Posthotel Johannesberg: Der SPD Unterbezirksvorstand steht geschlossen hinter Swen Bastian, der Kandidat zur Landtagswahl im Herbst 2018 werden soll. Foto: SPD Vogelsberg/Heiko Müller

Die erzielten Erfolge und Verbesserungen für ein gutes Leben in der Vogelsberg-Region seien nicht wegen, sondern trotz der landespolitischen Rahmenbedingungen durch harte Arbeit vor Ort erreicht worden. „Das muss sich ändern, denn für den Ausbau und Erhalt unserer Infrastruktur, der Verkehrswege und einer guten Gesundheitsversorgung vor Ort, braucht es ein ernsthaftes Interesse der Landespolitik an unserer Region und frische Ideen. Dafür möchte ich im Landtag mit Leidenschaft und Entschlossenheit antreten“, bekräftigte Bastian. Eine „echte Gebührenfrei in der Bildung, von der KiTa bis hin zum Meisterbrief“ sei zwingende Notwendigkeit für die Zukunftsfähigkeit von Regionen wie dem Vogelsbergkreis.

Gute Chance auf besseren Listenplatz

„Bei der vergangenen Wahl im September 2013 hat es leider ganz knapp nicht für den Einzug in den Landtag gereicht. Trotz des damals sehr großen Abstandes zwischen der CDU und der SPD in Hessen, sowie eines CDU-Gegenkandidaten, der bereits mehrere Legislaturperioden im Landtag vertreten war, erzielte Swen Bastian ein herausragendes persönliches Ergebnis. Sein Erststimmenanteil lag 7,9 Prozent über dem Landesergebnis der SPD. Und auch bei den Zweitstimmen hat die SPD im Vogelsbergkreis 2,8 Prozent mehr erzielen können als landesweit.“, hob der ständige Stellvertretende SPD-Vorsitzende und Kreistags-Fraktionschef Matthias Weitzel aus Mücke hervor.

„Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kandidatur sind gut. Nach dem sich Swen Bastian bei der letzten Wahl – wie für neue Kandidaten üblich – hinten auf der Landesliste einreihen musste, besteht für ihn im kommenden Jahr eine gute Chance, einen besseren Platz auf der SPD-Landesliste zu erhalten. Auch die Tatsache, dass sich die CDU im Vogelsbergkreis erst neu aufstellen muss, erhöht die Chancen der SPD, den Wahlkreis wieder direkt zu gewinnen.“, zeigte sich die Stellvertretende SPD-Vorsitzende und Bürgermeisterin Susanne Schaab aus Schotten zuversichtlich.

Die abschließende Entscheidung über die einstimmige Nominierung trifft die Wahlkreisdelegiertenkonferenz der SPD, die am 22. Februar in der Stadthalle von Homberg/Ohm stattfinden wird. „Ich freue mich sehr auf eine spannende Zeit, unsere gemeinsame Arbeit, einen intensiven Austausch und viele Begegnungen vor Ort. “, sagte Bastian zum Abschluss der Zusammenkunft im Posthotel Johannesberg.

13 Gedanken zu “Swen Bastian soll für Hessischen Landtag kandidieren

  1. Warum denn auf den „richtigen“ Kandidaten warten, VB? Einfach gleich die richtige Partei wählen! Martin Schulz ist mal wieder nach allen Seiten offen (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-parteitag-schulz-will-nicht-um-jeden-preis-regieren-15329095.html). Gerade ging es noch um die soziale Gerechtigkeit. Jetzt ist das „Vereinte Europa“ bis 2025 der neue Hit. Sankt Martin war gestern. Sankt Nikolaus auch. Jetzt kommen nur noch Knecht Ruprecht (auch Klaubauf, Pelznickel oder Hans Muff genannt) und stecken alle in den Sack, die das nachfolgende Gedicht nicht aufsagen können:

    Demokraten in die Bütt!
    Ich lach mich tot,
    der Schulz-Zoch kütt!
    Erst ging es um Gerechtigkeit
    das hat den Wähler nicht gefreut.
    Jetzt das vereinigte Europa
    statt höherer Rente für den Opa.
    Und für die Umwelt gibt es nur
    die Würselener Froh-Natur.
    Sankt Martin kam, dann Nikolaus,
    zuletzt holt man die Rute raus.
    Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.
    Nach Karneval ist Fastenzeit.

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  2. Liebe SPD,
    haben Sie niemanden der der sein Job versteht bei Ihnen…
    Bitte überdenken Sie ihre Entscheidung nochmals sonst verlieren Sie noch mehr Stimmen!

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  3. P.S.:

    Was hat er denn gelernt? Politikwissenschaft, Politikwissenschaft, Politikwissenschaft… siehe https://www.youtube.com/watch?v=7INd45Wr2ws

    Und jetzt gebe ich auch mal eine Wahlempfehlung: In Wiesbaden regieren Schwarz-Grün. Da bleibt von der Ökologie nicht viel übrig. Und im Landkreis regieren Schwarz-Rot. Da bleibt von „sozial“ nicht viel übrig. Was also bleibt übrig, wenn man für die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft ist? Die LINKE hätte da mal einen „Plan B“ (https://www.plan-b-mitmachen.de/)!

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  4. Die Botschaft hör‘ ich wohl – allein, mir fehlt der Glaube. Vielleicht hätte Landtagskandidat Bastian mal lesen sollen, was der ehemalige Landtagsabgeordnete und jetzige Landrat Manfred Görig bei „oberhessen-live“ zu Protokoll gegeben hat: „Wenn man in Wiesbaden sitzt als Abgeordneter, dann ist das keine leichte Aufgabe etwas für den Vogelsberg zu bewegen – man ist einer unter vielen. Ein Einzelkämpfer. Viel bewegen kann man da nicht“. Siehe https://www.oberhessen-live.de/2017/08/29/landrat-manfred-goerig-eher-pragmatiker-als-rampensau/

    Von „frischen Ideen“ sehe ich bei diesem SPD-Bewerber nichts. „Der Vogelsberg zuerst“ ist ja wohl eine abgedroschene Variante von „America first“. Sind das die politischen Vorbilder? So einen verschwurbelten Satz wie „Die Förderung und Stärkung unserer Region muss ganz klar Vorrang haben, vor den Interessen einer Landesregierung sowie der sie tragenden Fraktionen und Parteien“, hätte auch Donald Trump einfallen können. Bitte mal die allgemeinen Denkgesetze beachten: Förderung und Stärkung der ländlichen Regionen? Ja! Aber doch bitte a l l e r ländlichen Regionen! Und diese stehen nicht im Wettbewerb mit „den Interessen einer Landesregierung“ oder „den sie tragenden Fraktionen“, sondern müssen sich gegen die Metropolen und Ballungsgebiete behaupten! Leider kein Plan, der Herr Bastian. Kein Wunder, dass man unter „hessenplan.de“ auf einer Wahlkampfseite der CDU landet. Die URL zum großen Landtags-Wahlkampfschlager der SPD – Hessenplan – haben nämlich die cleveren Burschen von der „Landesregierung und den sie tragenden Fraktionen“ gekapert. Schläfer-Gümbel, kann ich da nur sagen. Und zum Programm: Der „Hessenplan“ hat letztlich die überdimensionierte Infrastruktur geschaffen, die jetzt demografiebedingt wieder abgebaut werden soll. Wen will man im Vogelsberg damit hinter dem Ofen hervorlocken?

    Und noch eines müsste Herr Bastian uns erklären. Welches sind denn „die erzielten Erfolge und Verbesserungen für ein gutes Leben in der Vogelsberg-Region“, die die SPD „durch harte Arbeit vor Ort“ gegen die widrigen landespolitischen Rahmenbedingungen erreicht haben will? Die Entschuldung der Kommunen, auch des VB, durch Schutzschirm und Hessenkasse etwa? Oder die vielen Fördermittel, die über EU, Bund und Land ständig in den Vogelsbergkreis fließen. Und regiert man im Vogelsbergkreis nicht gemeinsam mit der CDU, die die Landesregierung in Wiesbaden trägt, wie man zuvor mit den Grünen regiert hat, die derzeit ebenfalls die Landesregierung „tragen“? Da dürfte dem Herrn Bastian der politische Kompass abhanden gekommen sein. Bei den ständigen Koalitionen früher geradezu verfeindeter Parteien sind Freund und Feind offenbar nicht mehr zu unterscheiden. Und was hat die SPD „vor Ort“, dort wo man laut Landrat Görig überhaupt nur etwas erreichen kann und wo sie bekanntlich in Verantwortung steht, konkret erreicht? Auf sozialem Gebiet recht wenig! Das „gute Leben im Vogelsbergkreis“ ist weitgehend herbei- und schön geredet. Es fehlen sämtliche Versorgungsstrukturen, um mit den Problemen Überalterung, Pflegenotstand, Altersarmut usw. fertig zu werden. „Wir haben alles, was wir brauchen“ lässt man den Kreis-Seniorenbeirat noch kurz vor der Landratswahl behaupten. Aber beim nächsten Förderprogramm werden dann wieder Anträge gestellt, damit die „benachteiligte Region“ Vogelsberg nicht leer ausgeht.

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  5. Ich denke auch, wir leben in einer Demokratie.
    Man kann ihn und die SPD wählen, oder eben nicht.

    Und auch wenn ich Herrn Bastian sicher nicht wähle und Peter Rahms politische Äußerungen überhaupt nicht teile, muss man jemanden nicht schmähen oder angreifen. Erst recht nicht anonym in der Sicherheit des Internets – das ist ganz schlechtes Karma.

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  6. Der Mensch hat den Parteitunnelblick, vom wahren Leben aber keine Ahnung.
    Studium angefangen, keine Berufsausbildung ein typischer Berufspolitiker.

    Swen Bastian interessiert nur alleine Swen Bastian!

    Diese Art Politiker ist verantwortlich dafür, dass es heute eine LINKE und oder AFD gibt!

    Wenn es Frau Richtberg in den Landtag schafft, kann er sich ja als BGM bewerben! Besser er quält 3000 Einwohner in Romrod wie 6.000.000 in Hessen.

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  7. is doch prima, als oberbüroleiter bringt er bestimmt genug „stallblindheit“ mit. irgendwie komisch, man meint gerade alleine durch automatismus rutscht man die listenplätze irgendwann automatisch nach oben…eignung hin eignung her

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  8. Ich finde die Nominierung von Sven Bastian super.
    Mit Kandidaten wie Bastian schafft es die SPD dann vielleicht sogar UNTER die 5% Hürde.
    Wäre zwar schlecht für die Roten aber gut für den Vogelsberg, Hessen und Deutschland.

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  9. Oh Gott, bitte nicht….. auf so einen möchtegern Politiker können wir doch verzichten!!! Gibt es da nichts besseres bei der SPD????

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  10. Der absolut richtig Kandidat für den Vogelsbergkreis, wie es Jochen Zwecker, Bernhard Bender, Manfred Görig auch waren.
    Endlich wieder ein Abgeordneter, der sich für den Vogelsberg einsetzen wird.

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  11. Da will man es wohl der Bundes-SPD gleich machen…
    Unglaublich, dass es die Sozialdemokraten nicht schaffen, einen geeigneten Kandidaten für die Wahlen zu finden.

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