Lou Mölig aus Frischborn wurde am Wochenende beim Eiskunstlaufen des Hessischen Eissportverbandes in Lauterbach in ihrer Klasse Erste. Fotos: lrn

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Hessenpokal des Hessischen EissportverbandesSportlicher Erfolg mit wenig Besuch

LAUTERBACH (lrn). Sportlich gesehen war das vergangene Wochenende für die Eiskunstlaufabteilung des EC Lauterbach ein beachtlicher Erfolg, doch leider fehlten beim Hessenpokal ein paar mehr Zuschauer. Dennoch: Drei junge Läuferinnen des Lauterbacher Eissportclubs nahmen erfolgreich am Hessenpokal teil, der in diesem Jahr erstmals in Lauterbach stattfand.

Drei junge Läuferinnen schickte der ausrichtende Lauterbacher Eissportclub 2012 an den Start beim Wettbewerb des Hessischen Eissportverbandes (HEV), der erstmals außerhalb von Frankfurt ausgetragen wurde und nur einmal im Jahr stattfindet. Der Wettkampf mit bundesweiter Beteiligung diente gleichzeitig als Qualifikation für die deutschen Nachwuchsmeisterschaften.

Lou Mölig als Beste ihrer Gruppe

Rund 15 Vereine mit über 80 Teilnehmern waren am Start, aus Hessen waren dies der ausrichtende EC Lauterbach, Usseln, Bad Nauheim und Frankfurt mit zwei Vereinen. Die sieben bis 19-jährigen Teilnehmer starteten an zwei Tagen in 14 Kategorien. Beste in ihrer Gruppe wurde vom EC Lauterbach die zehnjährige Lou Mölig aus Frischborn, gefolgt von der gleichaltrigen Antonia Groß, ebenfalls aus Frischborn, auf dem zweiten Platz, in einer anderen Kategorie wurde die ebenfalls zehn Jahren alte Emely Waldeck aus Maar achte.

Der Erfolg ist sicherlich der sportlichen Leistung der noch sehr jungen Einkunstläuferinnen zu verdanken, doch dazu beigetragen haben zweifellos auch die beiden emsigen Trainerinnen Lara Weigold (19 Jahre) und die 21-jährige Viviana Iparraguirre de las Casas. Da die heimische Eisbahn erst im September ihre Tore geöffnet hat und deshalb nur kurze Vorlaufzeit für das Training zuhause blieb, haben die Eiskunstläuferinnen auch außerhalb des Vogelsberges Trainingseinheiten absolviert, wie etwa in Braunlage. Um einen solchen Wettbewerb bestreiten zu können, ist ein langjähriges etwa dreijähriges Training nötig.

Die drei jeweils zehn Jahre alten Eiskunstläuferinnen des EC Lauterbach wurden Achte, Zweite und Erste, (v..l.n.r) Emely Waldeck, Antonia Gross und Lou Mölig. Foto: lrn

Auch im kommenden Jahr einen Wettkampf?

„Für den Anfang der Saison ist das Abschneiden ein phantastischer Auftritt“, kommentierte die für die Pressearbeit zuständige Katja Weigold das Abschneiden der drei Lauterbacherinnen, und dieses Ergebnis lasse positiv in die kommende Saison schauen. In der Regel sind es sechs Wettkämpfe, auch außerhalb des Vogelsberges, den die heimischen Eiskunstläufer in einer Saison bestreiten. Dass das Abschneiden der drei jungen Läuferinnen nicht nur sportlich ein persönlicher Erfolg war, sondern auch dem ausrichtenden EC Lauterbach Lorbeeren brachte, zeigt die Reaktion von Jens Herzog, Einkunstlaufobmann vom Hessischen Eissportverband: Er will auch im kommenden Jahr einen Wettkampf wieder in die Vogelsberger Kreisstadt vergeben.

„Der Ablauf hat super geklappt“, bestätigte auch Weigold, wenngleich sie selbst zwei Tage lang von früh bis spät mit zahlreichen anderen Helfern auf der Eisbahn tätig war. Alle Beteiligten zogen deshalb ein positives Resümee dieses gelungenen Debüts auf dem Lauterbacher Eis. Es wurde an beiden Tagen hochkarätiger Eiskunstlauf auf hohem Niveau gezeigt. Über den Erfolg freuten sich deshalb neben Weigold auch Abteilungsleiterin Tanja Kurz und EC-Vorsitzender Manfred Naumann.

Den Siegern in den einzelnen Wettbewerben übergab Kreisstadt-Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (CDU) am Sonntag die wohlverdienten Auszeichnungen. Eiskunstlauf ist im übrigen ein Sport, der hauptsächlich vom weiblichen Geschlecht bevorzugt wird, dies zeigte sich auch in der Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes in Lauterbach.

Der Eiskunstlauf, der in der Kreisstadt als Wettbewerb ausgetragen wurde, war ein Leistungsvergleich von jüngeren Sportlern. Am stärksten war die Beteiligung beim Nachwuchs mit 16 und bei der Jugend „U 18“ mit 15 Startern. Elemente und Ausführung sind jeweils vorgegeben, Musik und Interpretation jedoch von den jeweiligen Läufern auswählbar. Der vorgegebene Zeitrahmen liegt zwischen 2,30 Minuten und 4,30 Minuten. Während am Samstag das Kurzprogramm über die Bühne ging, wurde am Sonntag die Kür gelaufen, gewertet wird dann das Gesamtergebnis. Das Alter der Nachwuchsläufer reichte von der AK 7 bis zu den Junioren, sieben bis 19 Jahre.