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Die VR Bank spendet 2500 Euro für den Lutherweg – Ehrgeiziges Projekt "mit Strahlkraft"Wanderlust, wo einst Luther wandelte

ROMROD (aep). Er ist 380 Kilometer lang und geschichtsträchtig, aber noch nicht fertig: der Lutherweg in Hessen. Wo einst der große Kirchenreformer von der Wartburg nach Worms marschierte, sollen Wanderer unserer Zeit einmal ihren Weg quer durch Hessen finden können. Der Verein, der dieses Projekt vorantreibt, braucht zur Verwirklichung Geld, und am Freitagmittag kam man dem Ziel wieder ein Stück näher: 2500 Euro Spende gab es von der VR Bank Hessenland – überreicht im Romröder Schlossmuseum.

Der ehemalige Landrat Rudolf Marx als Vorsitzender und sein Stellvertreter Bernd Rausch im Vorstand des Vereins Lutherweg in Hessen begrüßten dort den VR Bank-Vorstand Helmut Euler sowie dessen Marktbereichsleiter Steffen Fink zur symbolischen Übergabe des Betrags. Damit wolle die VR Bank einen Beitrag zur Umsetzung des Vorhabens leisten, erläuterte Helmut Euler. „Es ist ein Projekt, das in die Ewigkeit gerichtet ist“, sagte Euler. Der auch durch den Vogelsberg führende Lutherweg besitze Strahlkraft für den Tourismus der Region und habe nachhaltigen Charakter: „Es ist eine Aktion, die es verdient hat“, fasste er zusammen.

Luther nächtigte einst auch in Alsfeld

Und es ist eine ehrgeizige Aktion. Der seit Jahren geplante, künftige Wander- und für manch gläubigen Christen auch zum Pilgern geeignete Weg führt über die Route, die Martin Luther 1521 von Eisenach zum Reichstag in Worms nahm. Bad Hersfeld, Grünberg, Friedberg und Frankfurt liegen nach historischen Unterlagen auf der Strecke – ebenso Alsfeld und Romrod. Zwischen Friedberg und Frankfurt gabelt sich der Lutherweg – was einer Unstimmigkeit in den historischen Quellen geschuldet ist: Folgte Luther der alten Handelsroute oder marschierte er über Lich, wie eine Beherbergungsrechnung vermuten lässt? Bis die Frage geklärt ist, so erläuterte der Vereinsvorsitzende Rudolf Marx, gelten beide Routen als Lutherwege.

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So verläuft der Lutherweg künftig durch Hessen.

Aber bis der Weg als Wanderstrecke funktioniert und als touristische Möglichkeit bekannt ist, hat der Verein noch viel vor. Beschreibungen und Werbeflyer gibt es, auch professionell kartiert ist die Strecke – die auch heute den großen Verbindungen folgt. Aber weil aus Luthers Wegen längst Bundesstraßen geworden sind, führt der Lutherweg meist in einem Korridor von einem Kilometer links und rechts der großen Straßen, erläutert Bernd Rausch.


Nun müssen die Wege auch aufbereitet und markiert werden, das Ganze vermarktet werden. Dafür habe der Vereine bislang rund 489.000 Euro auftreiben können, erklärt Rudolf Marx – 318.000 kommen alleine vom Land. 170.00 steuern Kommunen, das Leader-Programm  und eine ganze Reihe privater Spender bei – unter anderem auch die VR Bank Hessenland. Es gibt mehr: Weitere große Spenden kündigt Marx  für die nächsten Wochen an.

Weitere Informationen: www.lutherweg-in-hessen.de/