Mit dem neuen Trainer die "Vision 2022" für den EC Lauterbach im Blick: Cheftrainer Arno Lörsch mit Ehefrau Eva (r.) und EC-Vorsitzender Manfred Naumann in der aktuell trockenen EisArena. Fotos: aep

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EC Lauterbach stellt Arno Lörsch als neuen Chefcoach vor – "Physisches Eishockey"Ein Ziel: „die Marke Luchse nach vorne bringen“

LAUTERBACH (aep). Wenn man den Vorsitzenden so hört, dann geht es um mehr als eine Trainer-Neuverpflichtung. Es klingt danach, dass der EC Lauterbach sich mit seiner Eishockey-Abteilung viel vorgenommen hat, wenn Manfred Naumann von den kommenden sieben Jahren spricht – wie am Donnerstag bei der Vorstellung von Arno Lörsch als neuem Trainer der Lauterbacher Luchse. Eishockey in Lauterbach soll sich weiter entwickeln. Das Projekt heißt: „Vision 2022“.

„In den nächsten sieben Jahren wollen wir uns entwickeln“, erklärte Manfred Naumann bei einem Pressegespräch in Lauterbacher „Luchsbau“. Dafür habe der Verein mit Arno Lörsch als Nachfolger von Roger Nicholas einen Trainer verpflichtet, der nicht nur das Knowhow mitbringe, sondern sich voll in seine Aufgabe reinhängen könne. Arno Lörsch zieht mit seiner Ehefrau Eva von Neuwied nach Lauterbach und geht noch in diesem Sommer als Berufsoldat in Pension. Was das heißt, verdeutlicht der neue Trainer schon bei der Frage, wann er denn mit der Vorbereitung auf die neue Saison im Herbst anfangen wolle: „Ich habe schon begonnen!“ Es klingt nach Ehrgeiz.

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„Ein ganz goldiges Städtchen“: Arno und Eva Lörsch bei der Pressekonferenz.

Darüber hinaus soll der A-Lizenzinhaber mit Bundesliga-Erfahrung als Spieler und Oberliga-Kenntnissen als Trainer sich um die Weiterentwicklung des Nachwuchses kümmern und „die Marke Luchse nach vorne bringen“, so dass der ganze Eishockey in Lauterbach die nächste Stufe nimmt, wie Vorsitzender Naumann erklärte, ohne das Wort „Oberliga“ in den Mund zu nehmen.

Im Zentrum steht die Arbeit mit dem Kader: Den Spielern habe er ein Sommer-Trainingsprogramm aufgegeben, erklärt Arno Lörsch. Im Juni wolle er sich verstärkt um jene aus der Region kümmern: „Das sind die Spieler, die im Verein sehr viel geleistet haben!“ Er schaue sich aber auch nach auswärtigen Verstärkungen um und habe festgestellt, dass der Name „EC Lauterbach“ unter Spielern durchaus interessant sei. Das müsse wohl an einem insgesamt positiven Umfeld liegen, in dem das Regionalliga-Team spielen kann. „Hier wurde schon viel richtig gemacht.“


Überhaupt: So wie dem Ehepaar Lörsch die Stadt Lauterbach gefällt – „Ein ganz goldiges Städtchen!“, formuliert Ehefrau Eva – hat der Trainer auch positive Erinnerungen an Begegnungen der Luchse mit seiner früheren Wirkungsstätte EC Neuwied auf dem Eis. Die sind Zeiten, als beide noch Regionalliga spielten. Zwei packende Begegnungen seien das gewesen – in Lauterbach vor der Rekordkulisse von 900 Zuschauern. Beide gewann Neuwied mit 5:2, aber vor heimischer Kulisse erst im Penalty-Schießen. Damals habe das Lauterbacher Team mehr gewollt als gekonnt, erinnert sich Arno Lörsch. Deshalb sei es zu offensiv gewesen.

Mit Arno Lörsch soll die Arbeit intensiviert werden, und der neue Trainer kündigt Veränderungen auch im Spielsystem an. „Ich spiele ein sehr physisches Eishockey“, erklärt er. „Wir werden relativ modernes Eishockey spielen“. Das solle heißen: Die Abwehr wird stärker und daraus geradlinig nach vorne aufs Tor gespielt. „Große Spiele“, erinnert Lörsch an eine Fußball-Weisheit, „gewinnt man in der Abwehr!“ Bis dahin sei noch viel tun, auch einfach bei der physischen Kraft der Spieler: Am 23. Juli soll es einen ersten Leistungstest geben, am 27. August geht es erstmals aufs Eis.

Die Spieler werden gefordert, sagt Arno Lörsch – aber nicht nur die Spieler. Der ganze Verein soll mitziehen, und der Neue verspricht Aktion: „Ich bin ein sehr, sehr anstrengender Trainer!“