Politik0

Für eine Ablöse von 136.000 EuroRomrod kauft sich von der Kirche frei

ROMROD (ol). Einstimmige Beschlussempfehlungen für den Haushaltsplan und dessen Sicherungskonzept fasste der Romröder Hauptausschuss am Donnerstagabend. In der Beschlussempfehlung für den Haushaltsplan ist ein „Freikauf“ von finanziellen Leistungen an die Kirche enthalten.

Ein mehrere Jahrhunderte alter Vertrag zwingt die Stadt Romrod den Küster und den Organisten der Kirche zu vergüten. Mit einer auf vier Jahre verteilten Ablöse in Höhe von 136.000 Euro will die Stadt diesen Vertrag nun auflösen, die Jahresraten sollen 34.000 Euro betragen. Die Stadtverordneten und der Kirchenvorstand müssen dem Deal noch zustimmen. Pfarrer Friedhelm Sames wollte sich gegenüber Oberhessen-live nicht zu dem Vorhaben der Stadt äußern.

Für Diskussion unter den Ausschussmitgliedern Arndt Planz, Christian Krüger, Willy Eifert (alle SPD), Udo Kornmann und Dr. Tobias Schmitt (beide CDU/FWG) sowie Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg sorgte die abschließende Beratung über den Beitritt zur Breitbandbeteiligungsgesellschaft Vogelsbergkreis.

Mit dieser Gesellschaft sollen im Vogelsbergkreis die Städte und Gemeinden mit Glasfaser vernetzt werden, mit Ausnahme von Lauterbach und Wartenberg. Die Gründung und der Betrieb dieser Gesellschaft ist mit 150.000 Euro seitens des Vogelsbergkreises veranschlagt worden, allerdings belaufen sich die tatsächlichen Kosten aus Sicht des Romröder Ausschusses nur auf 114.000 Euro.

Die Differenz von 36.000 Euro sorgte für Vermutungen, die auch nach einer Anfrage beim Kreis nicht gänzlich aufgelöst werden konnten. „Ich finde das sehr lässig“, so Bürgermeisterin Richtberg. In gleiche Richtung kommentierte der Ausschussvorsitzende Planz: „Mich stört diese Differenz“. Schließlich entschied sich der Ausschuss einstimmig für die Empfehlung, mit einem Euro pro Einwohner der Gesellschaft beizutreten.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren