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Vereine gestalten Denkmal-WochenendeHerbstein verbindet Denkmalschutz und Kultur mit vielfältigem Wochenendprogramm

HERBSTEIN (ol). Herbstein präsentiert rund um den Tag des offenen Denkmals am 13. September ein vielfältiges Programm aus Kultur, Kunst und Denkmalschutz. Dazu gehören Stadtführungen, Musik, Angebote für Kinder, Flohmärkte und die Besichtigung denkmalgeschützter Gebäude. Im STATT-Museum werden zudem das neue Strohbärenmuseum sowie eine Ausstellung über Prismenglaswände der Firma Josef Anton Wiegand eröffnet.

Im Rahmen des Wochenendes „Denk‘ mal – Kultur“ zum Tag des offenen Denkmals am 13. September zeigt Herbstein einmal mehr nicht nur seine Vereinsvielfalt, sondern auch die gute Vernetzung zwischen den Vereinen und vor allem den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, heißt es in einer Pressemitteilung des STATT-Museums Herbstein. An diesem Wochenende wird eine Vielfalt an Kultur, Kunst und denkmalgeschützten Objekten der Öffentlichkeit präsentiert und vorgestellt.

Stadtführungen, musikalische Auftritte, Spiel und Spaß für Kinder, Scheunenflohmärkte und Bauteilbörse, die Möglichkeit zur Besichtigung denkmalgeschützter Wohnhäuser und anderer Gebäude und vieles mehr sollen die Vielfalt und die Verbindung von Kultur und Denkmalschutz deutlich machen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Im STATT-Museum wird am Samstag, 11. September, ab 11 Uhr das neue Strohbärenmuseum eröffnet. Der Strohbär, eine der ältesten Figuren der europäischen Fasnachten, nimmt im Vogelsberg im Allgemeinen und in der Herbsteiner Foaselt im Besonderen eine wichtige Stellung ein und ist in Oberhessen noch sehr verbreitet. Diese Tatsache und die kulturhistorische Besonderheit dieser Figur liegen der Idee des Museums zugrunde.

Ein musikalisches Wiedersehen gibt es am 12. September ab 18 Uhr im Museumsgarten. Die Konzertreihe „Konzert im Museumsgarten“ wird mit dem Duo Saite an Saite fortgesetzt, das bereits im vergangenen Jahr begeistern konnte. Das Programm ist eine Mischung fein arrangierter musikalischer Kleinode – von englisch- und deutschsprachiger Folk- und Popmusik bis zu berührend interpretierten deutschen Liedern des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Am Sonntag, 13. September, um 14 Uhr wird passend zum diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals „Denkmale & Infrastruktur“ die Ausstellung „Prismenglaswände der Fa. Josef Anton Wiegand“ eröffnet. Die Anfänge der Firma Wiegand liegen in den 1920er Jahren, als der Mauergeselle Josef Anton Wiegand einen Steinmetzbetrieb in der Obergasse gründete. Im Wandel der Zeiten kamen ein Baustoff- und Kohlehandel hinzu, später wurden Schwerbetonsteine produziert. Heute fertigt das Unternehmen Fertigteildecken und -wände sowie Fertigteile für Silos. Im Jahr 1968 begann die Firma zusätzlich mit sogenannten Prismenglaswänden aus buntem Glas und Beton, die sie künstlerisch wieder zu ihren Ursprüngen zurückführten.

Foto: Wiegand

Die Firma Wiegand hat vor allem für drei Glaskünstler gearbeitet, das Prinzip blieb dabei immer dasselbe: Auf einer großen Tischplatte wurden die bunten Glasstücke gemäß einer darunterliegenden Zeichnung mit Nägeln fixiert, später ausgegossen und gesäubert. Bei großen Bildern wurden stabile Stahlrahmen mit den Prismenglasbildern zusammengefügt und in die Öffnung der Wand eingesetzt. Bis 1990 wurden über 100 Glasbilder in die dörfliche Infrastruktur von Dorfgemeinschaftshäusern, Trauerhallen, Kirchen und privaten Gebäuden in ganz Deutschland eingebaut. Die Ausstellung zeigt die ganze Vielfalt der Glas-Betonwände, die meist in Hessen und im Ruhrgebiet installiert wurden.

Zu dem bunten und vielfältigen Programm laden die ehrenamtlichen Initiatoren herzlich ein.

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